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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 4th 2002
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    Also, auf den Wunsch von Nebu hier ein neuer Anfang. Ich schätze, wenn wir die Feste verlassen, wär der richtige Zeitpunkt für ein neues Kapitel…

    Was ich glaub ich noch gar nicht gesagt hab: Hallo Grim! Schön das Du dabei bist ;-)

    gruß Yakira

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 4th 2002
     permalink

    Ariane schlief unruhig. Sie erlebte den Ritt zur Feste während der letzten Nacht und alles folgende erneut durch. Sie stöhnte auf und warf sich hin und her, als sich Dialae und Ito zu Shaniqua gedreht hatten. Alle schauten nun zu ihr. Shaniqua sagte erklärend „Sie hat häufiger Albträume.“ Als Ito zu ihr hinüberging warnte sie ihn „Seid vorsichtig, in Tar`Karweth konnte nicht mal Tagros sie halten.“ Sie lag wieder ruhiger da und murmelte etwas. Er beugte sich vorsichtig über sie, um es besser verstehen zu können. Es waren seine Worte. Nicht alle, aber einige der Worte die er gebraucht hatte um den Reiter mit dem Feuerball aufzuhalten.

    Itos Augen weiteten sich in plötzlichem Entsetzen, und mit einer unglaublich schnellen Bewegung drehte er sich zur Seite, als Ariane im Schlaf die Formel sprach. Ein rotes Glühen erschien über ihrem Gesicht, als eine walnußgroße Feuerkugel entstand und in Richtung Zimmerdecke schoß. Mit einem lauten Knall zerbarst sie dort und sandte farbige Funken herab, die noch in der Luft erloschen. Die, die noch geschlafen hatten, standen kerzengerade im Bett, einschließlich Ariane. Eine Sekunde war Stille - alle starrten auf den sternförmigen Brandfleck an der steinernen Decke. Dann klang Arianes Stimme auf, leise und verlegen: „Hups…!“

    Ito sah Ariane mit weit aufgerissenen Augen an. Er hätte niemals gedacht, daß soewas passieren könnte. Diese Fremde war stark in den arkanen Strukturen, sehr stark. Aber ihr fehlte es an Kontrolle. Er malte sich aus, was passieren könnte, wenn sie wirklich einmal die Kontrolle über ihre Kraft verlieren sollte. Bei dem Gedanken trat ihm Schweiß auf die Stirn. Was, wenn die Khardin dies erführen?
    „Beim Erbauer, welch eine ungebändigte Kraft!“ flüsterte er ehrfurchtsvoll.

    Während Ito noch da stand und staunte, drängte Shaniqua sich ein wenig ruppig an ihm vorbei und kniete sich neben Arianes Bett. „Da hast Du uns aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt!“ meinte sie lakonisch und blickte hoch an die Decke, wo der Brandfleck zu sehen war. „Das wollte ich nicht“ fing Ariane an zu stammeln „aber…“ Shaniqua sah die Freundin an. Zweifellos war der Schock für sie größer als für alle anderen. „Ist schon gut“ tröstete sie Ariane und nahm sie in dn Arm „du kannst nichts dafür.“

    Shaniqua hielt Ariane eine ganze Zeit, bis diese sich beruhigt hatte. Dann drückte sie diese so fest, dass sie fast keine Luft mehr bekam. „Ich hatte solche Angst, ich lasse Dich nicht mehr allein!“ sagte Ariane als sie Shaniqua wieder losgelassen hatte. „Chre`wad hat mich gerufen und gesagt ihr seid in Gefahr. Da habe ich Ito“ ihr Blick fiel kurz auf den Mann, den Shaniqua zur Seite gedrängt hatte „geholt und wir sind rausgerannt. Er hat mit mir die Verfolger die am dichtesten waren mit einem Feuerball niedergestreckt und euch so einen Vorsprung verschafft. Ich habe es geträumt und das starke Pulsieren und Strömen war wieder da. Es war so anders als sonst. Wo ich die Wunde an Deinen Arm geheilt habe, war es nur ein sachtes Fliessen wie sonst auch. Ich mag gar nicht wieder einschlafen. Was ist wenn es wieder passiert?“ ängstlich blickte sie Shaniqua an.

    „Wir werden acht geben, daß Du Deine Macht besser zu kanalisieren lernst“ mischte sich Chre‘Wad, der bisher still das Geschehen verfolgte, ein. „Wir“, und damit meinte er sich selbst und Ito, „können es Dir zeigen, Du hast ein sehr starkes Potential in Dir und solange Dir dieses bewußt ist, wird solch Erlebnis nicht noch einmal bahnbrechen.“ Bei diesen Worten blickte er Ito an. Dieser ließ kein weiteres Minenspiel erkennen. So fügte Chre‘Wad hinzu: „Du hast mich gehört oder besser gefühlt, das bedeutet, daß ich einen Weg gefunden habe!“ Und diese Worte klangen erleichtert. Shaniqua wandte sich zu Chre‘Wad um, doch ohne eine weitere Erklärung ließ sich Chre‘Wad wieder auf seine Schlafmatte sinken und breitete seine wärmespendenden Umhänge über sich aus.

    „Wehe Du machst das noch einmal!“ zwinkerte Shaniqua Ariane zu. Dann wurde sie wieder ernst. „Ich hoffe, dass es nicht wieder passiert. Wenn es Dich beruhigt und Du noch ein bißchen schlafen möchtest, setze ich mich zu Dir und passe auf Dich auf. Dann kann ich Dich wecken, wenn Du wieder etwas Schlechtes träumst.“
    „Aber bist Du nicht auch noch müde?“ fragte Ariane zweifelnd.
    „Nein, ich habe genug geschlafen“ erwiderte Shaniqua. „außerdem“ sie warf einen bezeichnenden kurzen Blick über die Schulter „könnte ich wohl im Moment sowieso nicht wieder einschlafen.“
    Ariane nickte. Sie konnte verstehen, dass sich Shaniqua mit dem unbekannten Ordensmagier im Raum nicht ganz wohlfühlte.

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      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeMar 4th 2002
     permalink

    Hi Yakira,

    ich froi mich auch, hier dabei zu sein.
    Danke nochmal für die nette Aufnahme (ist an alle gerichtet).

    Gruß vom Grim

    •  
      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeMar 4th 2002
     permalink

    At 04.03.0219:58, Yakira wrote:
    >Ariane schlief unruhig. Sie erlebte den Ritt zur Feste während der letzten Nacht und alles folgende erneut durch. Sie stöhnte auf und warf sich hin und her, als sich Dialae und Ito zu Shaniqua gedreht hatten. Alle schauten nun zu ihr. Shaniqua sagte erklärend „Sie hat häufiger Albträume.“ Als Ito zu ihr hinüberging warnte sie ihn „Seid vorsichtig, in Tar`Karweth konnte nicht mal Tagros sie halten.“ Sie lag wieder ruhiger da und murmelte etwas. Er beugte sich vorsichtig über sie, um es besser verstehen zu können. Es waren seine Worte. Nicht alle, aber einige der Worte die er gebraucht hatte um den Reiter mit dem Feuerball aufzuhalten.
    >
    >Itos Augen weiteten sich in plötzlichem Entsetzen, und mit einer unglaublich schnellen Bewegung drehte er sich zur Seite, als Ariane im Schlaf die Formel sprach. Ein rotes Glühen erschien über ihrem Gesicht, als eine walnußgroße Feuerkugel entstand und in Richtung Zimmerdecke schoß. Mit einem lauten Knall zerbarst sie dort und sandte farbige Funken herab, die noch in der Luft erloschen. Die, die noch geschlafen hatten, standen kerzengerade im Bett, einschließlich Ariane. Eine Sekunde war Stille - alle starrten auf den sternförmigen Brandfleck an der steinernen Decke. Dann klang Arianes Stimme auf, leise und verlegen: „Hups…!“
    >
    >Ito sah Ariane mit weit aufgerissenen Augen an. Er hätte niemals gedacht, daß soewas passieren könnte. Diese Fremde war stark in den arkanen Strukturen, sehr stark. Aber ihr fehlte es an Kontrolle. Er malte sich aus, was passieren könnte, wenn sie wirklich einmal die Kontrolle über ihre Kraft verlieren sollte. Bei dem Gedanken trat ihm Schweiß auf die Stirn. Was, wenn die Khardin dies erführen?
    >“Beim Erbauer, welch eine ungebändigte Kraft!“ flüsterte er ehrfurchtsvoll.
    >
    >Während Ito noch da stand und staunte, drängte Shaniqua sich ein wenig ruppig an ihm vorbei und kniete sich neben Arianes Bett. „Da hast Du uns aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt!“ meinte sie lakonisch und blickte hoch an die Decke, wo der Brandfleck zu sehen war. „Das wollte ich nicht“ fing Ariane an zu stammeln „aber…“ Shaniqua sah die Freundin an. Zweifellos war der Schock für sie größer als für alle anderen. „Ist schon gut“ tröstete sie Ariane und nahm sie in dn Arm „du kannst nichts dafür.“
    >
    >Shaniqua hielt Ariane eine ganze Zeit, bis diese sich beruhigt hatte. Dann drückte sie diese so fest, dass sie fast keine Luft mehr bekam. „Ich hatte solche Angst, ich lasse Dich nicht mehr allein!“ sagte Ariane als sie Shaniqua wieder losgelassen hatte. „Chre`wad hat mich gerufen und gesagt ihr seid in Gefahr. Da habe ich Ito“ ihr Blick fiel kurz auf den Mann, den Shaniqua zur Seite gedrängt hatte „geholt und wir sind rausgerannt. Er hat mit mir die Verfolger die am dichtesten waren mit einem Feuerball niedergestreckt und euch so einen Vorsprung verschafft. Ich habe es geträumt und das starke Pulsieren und Strömen war wieder da. Es war so anders als sonst. Wo ich die Wunde an Deinen Arm geheilt habe, war es nur ein sachtes Fliessen wie sonst auch. Ich mag gar nicht wieder einschlafen. Was ist wenn es wieder passiert?“ ängstlich blickte sie Shaniqua an.
    >
    >“Wir werden acht geben, daß Du Deine Macht besser zu kanalisieren lernst“ mischte sich Chre‘Wad, der bisher still das Geschehen verfolgte, ein. „Wir“, und damit meinte er sich selbst und Ito, „können es Dir zeigen, Du hast ein sehr starkes Potential in Dir und solange Dir dieses bewußt ist, wird solch Erlebnis nicht noch einmal bahnbrechen.“ Bei diesen Worten blickte er Ito an. Dieser ließ kein weiteres Minenspiel erkennen. So fügte Chre‘Wad hinzu: „Du hast mich gehört oder besser gefühlt, das bedeutet, daß ich einen Weg gefunden habe!“ Und diese Worte klangen erleichtert. Shaniqua wandte sich zu Chre‘Wad um, doch ohne eine weitere Erklärung ließ sich Chre‘Wad wieder auf seine Schlafmatte sinken und breitete seine wärmespendenden Umhänge über sich aus.
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    >“Wehe Du machst das noch einmal!“ zwinkerte Shaniqua Ariane zu. Dann wurde sie wieder ernst. „Ich hoffe, dass es nicht wieder passiert. Wenn es Dich beruhigt und Du noch ein bißchen schlafen möchtest, setze ich mich zu Dir und passe auf Dich auf. Dann kann ich Dich wecken, wenn Du wieder etwas Schlechtes träumst.“
    >“Aber bist Du nicht auch noch müde?“ fragte Ariane zweifelnd.
    >“Nein, ich habe genug geschlafen“ erwiderte Shaniqua. „außerdem“ sie warf einen bezeichnenden kurzen Blick über die Schulter „könnte ich wohl im Moment sowieso nicht wieder einschlafen.“
    >Ariane nickte. Sie konnte verstehen, dass sich Shaniqua mit dem unbekannten Ordensmagier im Raum nicht ganz wohlfühlte.

    Ito schien Shaniquas Aussagen nicht gehört zu haben, oder er ignorierte sie einfach. Seine Gedanken waren bei Chr‘wads Worten. Er war sich darüber bewußt, daß Chre‘wad ein Magier war, aber anscheinend war er auch nicht schlecht im Gedankenlesen. Ito ging eine ähnliche Idee durch den Kopf. Zwar hatte er vorgehabt, sich als Lehrer für Ariane anzubieten, aber warum nur ein Lehrer, wenn man zwei haben kann? Ist auf jeden Fall effektiver. Allerdings mußte er vorher noch mehr über den Fremden herausfinden. Dieser war bisher noch eine Unbekannte für ihn in dieser Gruppe, genauso wie die Frau, die auf Ariane einredete. Seine Neugier wurde geweckt, es galt Geheimnisse zu lüften. Wieder zeichnete sich auf seinem Gesicht dieses schelmische Lächeln ab…

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      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeMar 5th 2002
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    >>Ariane schlief unruhig. Sie erlebte den Ritt zur Feste während der letzten Nacht und alles folgende erneut durch. Sie stöhnte auf und warf sich hin und her, als sich Dialae und Ito zu Shaniqua gedreht hatten. Alle schauten nun zu ihr. Shaniqua sagte erklärend „Sie hat häufiger Albträume.“ Als Ito zu ihr hinüberging warnte sie ihn „Seid vorsichtig, in Tar`Karweth konnte nicht mal Tagros sie halten.“ Sie lag wieder ruhiger da und murmelte etwas. Er beugte sich vorsichtig über sie, um es besser verstehen zu können. Es waren seine Worte. Nicht alle, aber einige der Worte die er gebraucht hatte um den Reiter mit dem Feuerball aufzuhalten.
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    >>Itos Augen weiteten sich in plötzlichem Entsetzen, und mit einer unglaublich schnellen Bewegung drehte er sich zur Seite, als Ariane im Schlaf die Formel sprach. Ein rotes Glühen erschien über ihrem Gesicht, als eine walnußgroße Feuerkugel entstand und in Richtung Zimmerdecke schoß. Mit einem lauten Knall zerbarst sie dort und sandte farbige Funken herab, die noch in der Luft erloschen. Die, die noch geschlafen hatten, standen kerzengerade im Bett, einschließlich Ariane. Eine Sekunde war Stille - alle starrten auf den sternförmigen Brandfleck an der steinernen Decke. Dann klang Arianes Stimme auf, leise und verlegen: „Hups…!“
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    >>Ito sah Ariane mit weit aufgerissenen Augen an. Er hätte niemals gedacht, daß soewas passieren könnte. Diese Fremde war stark in den arkanen Strukturen, sehr stark. Aber ihr fehlte es an Kontrolle. Er malte sich aus, was passieren könnte, wenn sie wirklich einmal die Kontrolle über ihre Kraft verlieren sollte. Bei dem Gedanken trat ihm Schweiß auf die Stirn. Was, wenn die Khardin dies erführen?
    >>“Beim Erbauer, welch eine ungebändigte Kraft!“ flüsterte er ehrfurchtsvoll.
    >>
    >>Während Ito noch da stand und staunte, drängte Shaniqua sich ein wenig ruppig an ihm vorbei und kniete sich neben Arianes Bett. „Da hast Du uns aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt!“ meinte sie lakonisch und blickte hoch an die Decke, wo der Brandfleck zu sehen war. „Das wollte ich nicht“ fing Ariane an zu stammeln „aber…“ Shaniqua sah die Freundin an. Zweifellos war der Schock für sie größer als für alle anderen. „Ist schon gut“ tröstete sie Ariane und nahm sie in dn Arm „du kannst nichts dafür.“
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    >>Shaniqua hielt Ariane eine ganze Zeit, bis diese sich beruhigt hatte. Dann drückte sie diese so fest, dass sie fast keine Luft mehr bekam. „Ich hatte solche Angst, ich lasse Dich nicht mehr allein!“ sagte Ariane als sie Shaniqua wieder losgelassen hatte. „Chre`wad hat mich gerufen und gesagt ihr seid in Gefahr. Da habe ich Ito“ ihr Blick fiel kurz auf den Mann, den Shaniqua zur Seite gedrängt hatte „geholt und wir sind rausgerannt. Er hat mit mir die Verfolger die am dichtesten waren mit einem Feuerball niedergestreckt und euch so einen Vorsprung verschafft. Ich habe es geträumt und das starke Pulsieren und Strömen war wieder da. Es war so anders als sonst. Wo ich die Wunde an Deinen Arm geheilt habe, war es nur ein sachtes Fliessen wie sonst auch. Ich mag gar nicht wieder einschlafen. Was ist wenn es wieder passiert?“ ängstlich blickte sie Shaniqua an.
    >>
    >>“Wir werden acht geben, daß Du Deine Macht besser zu kanalisieren lernst“ mischte sich Chre‘Wad, der bisher still das Geschehen verfolgte, ein. „Wir“, und damit meinte er sich selbst und Ito, „können es Dir zeigen, Du hast ein sehr starkes Potential in Dir und solange Dir dieses bewußt ist, wird solch Erlebnis nicht noch einmal bahnbrechen.“ Bei diesen Worten blickte er Ito an. Dieser ließ kein weiteres Minenspiel erkennen. So fügte Chre‘Wad hinzu: „Du hast mich gehört oder besser gefühlt, das bedeutet, daß ich einen Weg gefunden habe!“ Und diese Worte klangen erleichtert. Shaniqua wandte sich zu Chre‘Wad um, doch ohne eine weitere Erklärung ließ sich Chre‘Wad wieder auf seine Schlafmatte sinken und breitete seine wärmespendenden Umhänge über sich aus.
    >>
    >>“Wehe Du machst das noch einmal!“ zwinkerte Shaniqua Ariane zu. Dann wurde sie wieder ernst. „Ich hoffe, dass es nicht wieder passiert. Wenn es Dich beruhigt und Du noch ein bißchen schlafen möchtest, setze ich mich zu Dir und passe auf Dich auf. Dann kann ich Dich wecken, wenn Du wieder etwas Schlechtes träumst.“
    >>“Aber bist Du nicht auch noch müde?“ fragte Ariane zweifelnd.
    >>“Nein, ich habe genug geschlafen“ erwiderte Shaniqua. „außerdem“ sie warf einen bezeichnenden kurzen Blick über die Schulter „könnte ich wohl im Moment sowieso nicht wieder einschlafen.“
    >>Ariane nickte. Sie konnte verstehen, dass sich Shaniqua mit dem unbekannten Ordensmagier im Raum nicht ganz wohlfühlte.
    >
    >Ito schien Shaniquas Aussagen nicht gehört zu haben, oder er ignorierte sie einfach. Seine Gedanken waren bei Chr‘wads Worten. Er war sich darüber bewußt, daß Chre‘wad ein Magier war, aber anscheinend war er auch nicht schlecht im Gedankenlesen. Ito ging eine ähnliche Idee durch den Kopf. Zwar hatte er vorgehabt, sich als Lehrer für Ariane anzubieten, aber warum nur ein Lehrer, wenn man zwei haben kann? Ist auf jeden Fall effektiver. Allerdings mußte er vorher noch mehr über den Fremden herausfinden. Dieser war bisher noch eine Unbekannte für ihn in dieser Gruppe, genauso wie die Frau, die auf Ariane einredete. Seine Neugier wurde geweckt, es galt Geheimnisse zu lüften. Wieder zeichnete sich auf seinem Gesicht dieses schelmische Lächeln ab…

    Dialae drehte sich um und bemerkte, das Tagros sie anstarrte. Auf ihren fragenden Blick schüttelte er fassungslos den Kopf. „Ist es jetzt bald genug?“ fragte er mit leichter Verzweiflung. „Oder wirst Du bald anfangen, Blitze zu schleudern??“ Er schloß seufzend die Augen, dann stand er auf. Zu Ito gewandt sagte er: „Es ist bald Morgengrauen. Habt Ihr schon für die anderen…?“ Ito schüttelte den Kopf. „Es soll heute morgen geschehen.“ Tagros seufzte. „Dann werde ich mich dazugesellen.“ und stapfte ohne weitere Worte aus dem Raum. Dialae sah Ito an. „Was hat er vor?“ Ito setzte zu einer Antwort an, dann schüttelte er den Kopf. „Ich denke, es könnte helfen, wenn Ihr das selbst erlebt.“
    Ito führte Dialae und die von den anderen, die Lust hatten, sie zu begleiten, durch die langen steinernen Korridore tief in die Feste. Schlußendlich gelangten sie an einen großen Saal, über dem in der Wand ein glasloses Fenster in Form einer großen Sanduhr eingelassen war. Ito bedeutete den anderen zu schweigen, dann zeigte er ihnen eine Art Galerie im oberen Teil des Raumes. Über eine enge steinerne Wendeltreppe führte er sie dort hinauf, dann verließ er sie so lautlos, wie er sie geführt hatte.
    In dem Saal waren die Ordenskrieger, Dutzende von ihnen, allesamt in voller Rüstung und bewaffnet. Sie trugen ihre Äxte und Breitschwerter in der linken Hand vor sich. Als ein Mann in einer schwarzweißen Robe den Raum betrat, schlugen sie wie ein Mann die rechte vor die Brust, das das metallene Geräusch wie ein Hammerschlag durch den Saal hallte. Der Mann stellte sich an eine Art gewundenes Rednerpult, das offenbar aus einem Stück Metall geschmiedet war. Zwei Frauen in einer ähnlichen Robe tauchten hinter ihm auf, sie trugen einen Kasten aus Metall zwischen sich und stellten ihn auf einen großen, wuchtigen Altar.
    Der Mann schien ein Priester zu sein, allerdings kein Khardin. Nicht nur war er anders gekleidet, auch wirkte er viel ruhiger, friedlicher und vertrauenswürdiger als der rotgewandete Fanatiker. In einer kehligen Sprache begann er eine Art Predigt, sie dauerte nur wenige Minuten, dann wandte er sich dem Metallkasten zu. Aus einem Gefäß ließ er Asche in den Kasten rieseln, dann rührte er eine Flüssigkeit hinzu.
    Durch das Fenster fiel der Schimmer der Morgendämmerung und ließ die Feuerschalen langsam verblassen. Dialae war sehr kalt, und sie fühlte sich sehr verloren. In der Menge der Ordenskrieger entdeckte sie Tagros, und er schien ihr Ewigkeiten entfernt in diesem Moment.
    Die Kathul des Ordens verneigten sich auf eine leise Anweisung des Priesters, dann begannen sie plötzlich zu singen. Mit einer langsamen und traurigen Melodie trugen sie ihr Lied vor.

    „In all der Zeit, die er gelebt,
    war er dem Erbauer treu.
    In all der Zeit, die er gekämpft,
    fand er stets den Glauben neu.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er getan,
    die Wahrheit seine Werke fand.
    In all der Zeit, die er gelernt,
    tat er‘s mit Herz und mit Verstand.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er geglaubt,
    sein Glaube strahlte wie ein Licht.
    In all der Zeit, die er gedient,
    kannte er stets seine Pflicht.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er verlor,
    was wären seine Werke hier?
    All die Zeit ist nun dahin,
    die Werke schmieden nun auch wir.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und bringt der Tag uns Leid und Schmerz,
    so steht uns der Erbauer bei.“

    Danach herrschte Stille in der Kapelle. Stumm trugen zwei Ordenskrieger mit beherrschten Mienen den Kasten heraus, nachdem sie sich vor dem Priester verneigt hatten. Die anderen Ordenskrieger verließen ebenfalls stumm den Saal. Tagros blickte auf und sah Dialae an. Tränen standen in seinen Augen, und Dialae erkannte, das er ihr alles andere als fern war. Im Gegenteil.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 5th 2002
     permalink

    Ito schien Shaniquas Aussagen nicht gehört zu haben, oder er ignorierte sie einfach. Seine Gedanken waren bei Chr‘wads Worten. Er war sich darüber bewußt, daß Chre‘wad ein Magier war, aber anscheinend war er auch nicht schlecht im Gedankenlesen. Ito ging eine ähnliche Idee durch den Kopf. Zwar hatte er vorgehabt, sich als Lehrer für Ariane anzubieten, aber warum nur ein Lehrer, wenn man zwei haben kann? Ist auf jeden Fall effektiver. Allerdings mußte er vorher noch mehr über den Fremden herausfinden. Dieser war bisher noch eine Unbekannte für ihn in dieser Gruppe, genauso wie die Frau, die auf Ariane einredete. Seine Neugier wurde geweckt, es galt Geheimnisse zu lüften. Wieder zeichnete sich auf seinem Gesicht dieses schelmische Lächeln ab…

    Dialae drehte sich um und bemerkte, das Tagros sie anstarrte. Auf ihren fragenden Blick schüttelte er fassungslos den Kopf. „Ist es jetzt bald genug?“ fragte er mit leichter Verzweiflung. „Oder wirst Du bald anfangen, Blitze zu schleudern??“ Er schloß seufzend die Augen, dann stand er auf. Zu Ito gewandt sagte er: „Es ist bald Morgengrauen. Habt Ihr schon für die anderen…?“ Ito schüttelte den Kopf. „Es soll heute morgen geschehen.“ Tagros seufzte. „Dann werde ich mich dazugesellen.“ und stapfte ohne weitere Worte aus dem Raum. Dialae sah Ito an. „Was hat er vor?“ Ito setzte zu einer Antwort an, dann schüttelte er den Kopf. „Ich denke, es könnte helfen, wenn Ihr das selbst erlebt.“
    Ito führte Dialae und die von den anderen, die Lust hatten, sie zu begleiten, durch die langen steinernen Korridore tief in die Feste. Schlußendlich gelangten sie an einen großen Saal, über dem in der Wand ein glasloses Fenster in Form einer großen Sanduhr eingelassen war. Ito bedeutete den anderen zu schweigen, dann zeigte er ihnen eine Art Galerie im oberen Teil des Raumes. Über eine enge steinerne Wendeltreppe führte er sie dort hinauf, dann verließ er sie so lautlos, wie er sie geführt hatte.
    In dem Saal waren die Ordenskrieger, Dutzende von ihnen, allesamt in voller Rüstung und bewaffnet. Sie trugen ihre Äxte und Breitschwerter in der linken Hand vor sich. Als ein Mann in einer schwarzweißen Robe den Raum betrat, schlugen sie wie ein Mann die rechte vor die Brust, das das metallene Geräusch wie ein Hammerschlag durch den Saal hallte. Der Mann stellte sich an eine Art gewundenes Rednerpult, das offenbar aus einem Stück Metall geschmiedet war. Zwei Frauen in einer ähnlichen Robe tauchten hinter ihm auf, sie trugen einen Kasten aus Metall zwischen sich und stellten ihn auf einen großen, wuchtigen Altar.
    Der Mann schien ein Priester zu sein, allerdings kein Khardin. Nicht nur war er anders gekleidet, auch wirkte er viel ruhiger, friedlicher und vertrauenswürdiger als der rotgewandete Fanatiker. In einer kehligen Sprache begann er eine Art Predigt, sie dauerte nur wenige Minuten, dann wandte er sich dem Metallkasten zu. Aus einem Gefäß ließ er Asche in den Kasten rieseln, dann rührte er eine Flüssigkeit hinzu.
    Durch das Fenster fiel der Schimmer der Morgendämmerung und ließ die Feuerschalen langsam verblassen. Dialae war sehr kalt, und sie fühlte sich sehr verloren. In der Menge der Ordenskrieger entdeckte sie Tagros, und er schien ihr Ewigkeiten entfernt in diesem Moment.
    Die Kathul des Ordens verneigten sich auf eine leise Anweisung des Priesters, dann begannen sie plötzlich zu singen. Mit einer langsamen und traurigen Melodie trugen sie ihr Lied vor.

    „In all der Zeit, die er gelebt,
    war er dem Erbauer treu.
    In all der Zeit, die er gekämpft,
    fand er stets den Glauben neu.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er getan,
    die Wahrheit seine Werke fand.
    In all der Zeit, die er gelernt,
    tat er‘s mit Herz und mit Verstand.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er geglaubt,
    sein Glaube strahlte wie ein Licht.
    In all der Zeit, die er gedient,
    kannte er stets seine Pflicht.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er verlor,
    was wären seine Werke hier?
    All die Zeit ist nun dahin,
    die Werke schmieden nun auch wir.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und bringt der Tag uns Leid und Schmerz,
    so steht uns der Erbauer bei.“

    Danach herrschte Stille in der Kapelle. Stumm trugen zwei Ordenskrieger mit beherrschten Mienen den Kasten heraus, nachdem sie sich vor dem Priester verneigt hatten. Die anderen Ordenskrieger verließen ebenfalls stumm den Saal. Tagros blickte auf und sah Dialae an. Tränen standen in seinen Augen, und Dialae erkannte, das er ihr alles andere als fern war. Im Gegenteil.
    Neben ihr zitterte Ariane leicht und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Dann fasste sie sich wieder und blickte traurig hinab zu Tagros.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 5th 2002
     permalink

    kT

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 5th 2002
     permalink

    Ito schien Shaniquas Aussagen nicht gehört zu haben, oder er ignorierte sie einfach. Seine Gedanken waren bei Chr‘wads Worten. Er war sich darüber bewußt, daß Chre‘wad ein Magier war, aber anscheinend war er auch nicht schlecht im Gedankenlesen. Ito ging eine ähnliche Idee durch den Kopf. Zwar hatte er vorgehabt, sich als Lehrer für Ariane anzubieten, aber warum nur ein Lehrer, wenn man zwei haben kann? Ist auf jeden Fall effektiver. Allerdings mußte er vorher noch mehr über den Fremden herausfinden. Dieser war bisher noch eine Unbekannte für ihn in dieser Gruppe, genauso wie die Frau, die auf Ariane einredete. Seine Neugier wurde geweckt, es galt Geheimnisse zu lüften. Wieder zeichnete sich auf seinem Gesicht dieses schelmische Lächeln ab…

    Dialae drehte sich um und bemerkte, das Tagros sie anstarrte. Auf ihren fragenden Blick schüttelte er fassungslos den Kopf. „Ist es jetzt bald genug?“ fragte er mit leichter Verzweiflung. „Oder wirst Du bald anfangen, Blitze zu schleudern??“ Er schloß seufzend die Augen, dann stand er auf. Zu Ito gewandt sagte er: „Es ist bald Morgengrauen. Habt Ihr schon für die anderen…?“ Ito schüttelte den Kopf. „Es soll heute morgen geschehen.“ Tagros seufzte. „Dann werde ich mich dazugesellen.“ und stapfte ohne weitere Worte aus dem Raum. Dialae sah Ito an. „Was hat er vor?“ Ito setzte zu einer Antwort an, dann schüttelte er den Kopf. „Ich denke, es könnte helfen, wenn Ihr das selbst erlebt.“
    Ito führte Dialae und die von den anderen, die Lust hatten, sie zu begleiten, durch die langen steinernen Korridore tief in die Feste. Schlußendlich gelangten sie an einen großen Saal, über dem in der Wand ein glasloses Fenster in Form einer großen Sanduhr eingelassen war. Ito bedeutete den anderen zu schweigen, dann zeigte er ihnen eine Art Galerie im oberen Teil des Raumes. Über eine enge steinerne Wendeltreppe führte er sie dort hinauf, dann verließ er sie so lautlos, wie er sie geführt hatte.
    In dem Saal waren die Ordenskrieger, Dutzende von ihnen, allesamt in voller Rüstung und bewaffnet. Sie trugen ihre Äxte und Breitschwerter in der linken Hand vor sich. Als ein Mann in einer schwarzweißen Robe den Raum betrat, schlugen sie wie ein Mann die rechte vor die Brust, das das metallene Geräusch wie ein Hammerschlag durch den Saal hallte. Der Mann stellte sich an eine Art gewundenes Rednerpult, das offenbar aus einem Stück Metall geschmiedet war. Zwei Frauen in einer ähnlichen Robe tauchten hinter ihm auf, sie trugen einen Kasten aus Metall zwischen sich und stellten ihn auf einen großen, wuchtigen Altar.
    Der Mann schien ein Priester zu sein, allerdings kein Khardin. Nicht nur war er anders gekleidet, auch wirkte er viel ruhiger, friedlicher und vertrauenswürdiger als der rotgewandete Fanatiker. In einer kehligen Sprache begann er eine Art Predigt, sie dauerte nur wenige Minuten, dann wandte er sich dem Metallkasten zu. Aus einem Gefäß ließ er Asche in den Kasten rieseln, dann rührte er eine Flüssigkeit hinzu.
    Durch das Fenster fiel der Schimmer der Morgendämmerung und ließ die Feuerschalen langsam verblassen. Dialae war sehr kalt, und sie fühlte sich sehr verloren. In der Menge der Ordenskrieger entdeckte sie Tagros, und er schien ihr Ewigkeiten entfernt in diesem Moment.
    Die Kathul des Ordens verneigten sich auf eine leise Anweisung des Priesters, dann begannen sie plötzlich zu singen. Mit einer langsamen und traurigen Melodie trugen sie ihr Lied vor.

    „In all der Zeit, die er gelebt,
    war er dem Erbauer treu.
    In all der Zeit, die er gekämpft,
    fand er stets den Glauben neu.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er getan,
    die Wahrheit seine Werke fand.
    In all der Zeit, die er gelernt,
    tat er‘s mit Herz und mit Verstand.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er geglaubt,
    sein Glaube strahlte wie ein Licht.
    In all der Zeit, die er gedient,
    kannte er stets seine Pflicht.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und ist der Tod uns auch gewiß,
    so sterben wir doch froh und frei.

    In all der Zeit, die er verlor,
    was wären seine Werke hier?
    All die Zeit ist nun dahin,
    die Werke schmieden nun auch wir.

    Halt mit mir die letzte Wacht,
    denn bald schon ist die Nacht vorbei.
    Und bringt der Tag uns Leid und Schmerz,
    so steht uns der Erbauer bei.“

    Danach herrschte Stille in der Kapelle. Stumm trugen zwei Ordenskrieger mit beherrschten Mienen den Kasten heraus, nachdem sie sich vor dem Priester verneigt hatten. Die anderen Ordenskrieger verließen ebenfalls stumm den Saal. Tagros blickte auf und sah Dialae an. Tränen standen in seinen Augen, und Dialae erkannte, das er ihr alles andere als fern war. Im Gegenteil.

    Neben ihr zitterte Ariane leicht und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Dann fasste sie sich wieder und blickte traurig hinab zu Tagros.

    Shaniqua hatte sich erst geweigert, mitzukommen, doch auf Arianes Drängen hin war sie schließlich doch der Gruppe gefolgt. Sie zwang sich, nicht ständig wie eine Verfolgte hierhin und dorthin zu blicken, aber es gelang ihr nicht immer. Auch noch, als sie alleine auf der Galerie standen, hielt sie sich im Hintergrund.
    Sie spürte die Trauer und den Verlust, und wurde schmerzlich an das erinnert, was sie einst verloren hatte. Doch ihre Tränen waren längst versiegt.
    Mit leiser Stimme, mehr zu sich selbst, fing sie selber an zu singen:

    „Hörst Du sanft die Flöte klagen
    Der Abendwind bringt Dir ihr Lied
    Kündet von vergangnen Tagen
    Und Orten, die es nicht mehr gibt

    Wie einst das verfolgte Volk
    Schwindet sacht das Abendrot
    Den Andren brachten sie Erfolg
    Doch ihr Schicksal war der Tod

    Von denen die einst Lieder sangen
    Die Erben leben heut noch fort
    Müssen um ihr Leben bangen
    Träumen von ein‘m bess‘ren Ort“

    Sie wollte gerade zur leztet Strophe ansetzen, als Tagros und Ito die Treppe hinaufkamen. Abrupt verstummte sie. Doch im Geiste hörte sie die Stimme ihrer Mutter, die ihr das Wandlerlied einst vorgesungen hatte:

    „Schlafe gut und träume sacht
    S‘ist Wandlerzeit, mein Kind
    Denn Wandler streifen durch die Nacht
    Und Wandlerlied singt leis‘ der Wind“

    •  
      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 6th 2002
     permalink

    Danach herrschte Stille in der Kapelle. Stumm trugen zwei Ordenskrieger mit beherrschten Mienen den Kasten heraus, nachdem sie sich vor dem Priester verneigt hatten. Die anderen Ordenskrieger verließen ebenfalls stumm den Saal. Tagros blickte auf und sah Dialae an. Tränen standen in seinen Augen, und Dialae erkannte, das er ihr alles andere als fern war. Im Gegenteil.

    Neben ihr zitterte Ariane leicht und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Dann fasste sie sich wieder und blickte traurig hinab zu Tagros.

    Shaniqua hatte sich erst geweigert, mitzukommen, doch auf Arianes Drängen hin war sie schließlich doch der Gruppe gefolgt. Sie zwang sich, nicht ständig wie eine Verfolgte hierhin und dorthin zu blicken, aber es gelang ihr nicht immer. Auch noch, als sie alleine auf der Galerie standen, hielt sie sich im Hintergrund.
    Sie spürte die Trauer und den Verlust, und wurde schmerzlich an das erinnert, was sie einst verloren hatte. Doch ihre Tränen waren längst versiegt.
    Mit leiser Stimme, mehr zu sich selbst, fing sie selber an zu singen:

    „Hörst Du sanft die Flöte klagen
    Der Abendwind bringt Dir ihr Lied
    Kündet von vergangnen Tagen
    Und Orten, die es nicht mehr gibt

    Wie einst das verfolgte Volk
    Schwindet sacht das Abendrot
    Den Andren brachten sie Erfolg
    Doch ihr Schicksal war der Tod

    Von denen die einst Lieder sangen
    Die Erben leben heut noch fort
    Müssen um ihr Leben bangen
    Träumen von ein‘m bess‘ren Ort“

    Sie wollte gerade zur leztet Strophe ansetzen, als Tagros und Ito die Treppe hinaufkamen. Abrupt verstummte sie. Doch im Geiste hörte sie die Stimme ihrer Mutter, die ihr das Wandlerlied einst vorgesungen hatte:

    „Schlafe gut und träume sacht
    S‘ist Wandlerzeit, mein Kind
    Denn Wandler streifen durch die Nacht
    Und Wandlerlied singt leis‘ der Wind“

    Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.

    •  
      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeMar 6th 2002
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    >Shaniqua hatte sich erst geweigert, mitzukommen, doch auf Arianes Drängen hin war sie schließlich doch der Gruppe gefolgt. Sie zwang sich, nicht ständig wie eine Verfolgte hierhin und dorthin zu blicken, aber es gelang ihr nicht immer. Auch noch, als sie alleine auf der Galerie standen, hielt sie sich im Hintergrund.
    >Sie spürte die Trauer und den Verlust, und wurde schmerzlich an das erinnert, was sie einst verloren hatte. Doch ihre Tränen waren längst versiegt.
    >Mit leiser Stimme, mehr zu sich selbst, fing sie selber an zu singen:
    >
    >“Hörst Du sanft die Flöte klagen
    >Der Abendwind bringt Dir ihr Lied
    >Kündet von vergangnen Tagen
    >Und Orten, die es nicht mehr gibt
    >
    >Wie einst das verfolgte Volk
    >Schwindet sacht das Abendrot
    >Den Andren brachten sie Erfolg
    >Doch ihr Schicksal war der Tod
    >
    >Von denen die einst Lieder sangen
    >Die Erben leben heut noch fort
    >Müssen um ihr Leben bangen
    >Träumen von ein‘m bess‘ren Ort“
    >
    >Sie wollte gerade zur leztet Strophe ansetzen, als Tagros und Ito die Treppe hinaufkamen. Abrupt verstummte sie. Doch im Geiste hörte sie die Stimme ihrer Mutter, die ihr das Wandlerlied einst vorgesungen hatte:
    >
    >“Schlafe gut und träume sacht
    >S‘ist Wandlerzeit, mein Kind
    >Denn Wandler streifen durch die Nacht
    >Und Wandlerlied singt leis‘ der Wind“
    >
    >Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.

    Ito sah ein wenig überrascht aus. „Wir…“ er machte machte eine kurze Pause und setzte ein ernstes Gesicht auf und flüsterte: „Die ‚Hohen Herren‘ möchten Euch sehen.“ Ariane hatte das Gefühl, ein wenig Verachtung in Itos Stimme zu erkennen. „Er legte seine Hand auf Arianes Schulter und sagte fast unhörbar:“Überlaßt Tagros das Reden und wenn Ihr gefragt werdet, achtet auf Eure Worte. Ich werde dafür Sorgen, daß sie nichts erfahren, was sie nicht erfahren sollen.“ Danach ging er, als wäre nichts gewesen, ganz normal neben ihr her. Shaniquas skeptischen Blick ignorierte er.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 6th 2002
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    Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.

    Ito sah ein wenig überrascht aus. „Wir…“ er machte machte eine kurze Pause und setzte ein ernstes Gesicht auf und flüsterte: „Die ‚Hohen Herren‘ möchten Euch sehen.“ Ariane hatte das Gefühl, ein wenig Verachtung in Itos Stimme zu erkennen. „Er legte seine Hand auf Arianes Schulter und sagte fast unhörbar:“Überlaßt Tagros das Reden und wenn Ihr gefragt werdet, achtet auf Eure Worte. Ich werde dafür Sorgen, daß sie nichts erfahren, was sie nicht erfahren sollen.“ Danach ging er, als wäre nichts gewesen, ganz normal neben ihr her. Shaniquas skeptischen Blick ignorierte er.

    Sie schwankte zwischen heilloser Panik, die ihr riet schnellstmöglich abzuhauen, und nicht minder großer Wut, dass sie das nicht konnte. Verzweifelt grübelte sie, wieviel Tagros Ito über sie erzählt haben mochte. Für einen Moment erwog sie, Tagros zu bitten, nicht gehen zu müssen. Aber sie sah ein, dass das wohl nicht weniger Aufmerksamkeit erregen würde. Es schien, als hätte sie keine große Wahl…
    Seufzend ließ sie sich zurückfallen bis sie das Schlußlicht der Gruppe bildete. Sie würde versuchen, sich im Hintergrund zu halten. ‚Schließlich habe ich nicht all die Jahre überlebt, um in dieser Ordensfeste zu krepieren!‘ dachte sie.

    •  
      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 7th 2002
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    Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.

    Ito sah ein wenig überrascht aus. „Wir…“ er machte machte eine kurze Pause und setzte ein ernstes Gesicht auf und flüsterte: „Die ‚Hohen Herren‘ möchten Euch sehen.“ Ariane hatte das Gefühl, ein wenig Verachtung in Itos Stimme zu erkennen. „Er legte seine Hand auf Arianes Schulter und sagte fast unhörbar:“Überlaßt Tagros das Reden und wenn Ihr gefragt werdet, achtet auf Eure Worte. Ich werde dafür Sorgen, daß sie nichts erfahren, was sie nicht erfahren sollen.“ Danach ging er, als wäre nichts gewesen, ganz normal neben ihr her. Shaniquas skeptischen Blick ignorierte er.

    Sie schwankte zwischen heilloser Panik, die ihr riet schnellstmöglich abzuhauen, und nicht minder großer Wut, dass sie das nicht konnte. Verzweifelt grübelte sie, wieviel Tagros Ito über sie erzählt haben mochte. Für einen Moment erwog sie, Tagros zu bitten, nicht gehen zu müssen. Aber sie sah ein, dass das wohl nicht weniger Aufmerksamkeit erregen würde. Es schien, als hätte sie keine große Wahl…
    Seufzend ließ sie sich zurückfallen bis sie das Schlußlicht der Gruppe bildete. Sie würde versuchen, sich im Hintergrund zu halten. ‚Schließlich habe ich nicht all die Jahre überlebt, um in dieser Ordensfeste zu krepieren!‘ dachte sie.

    Itos Worte hatten Ariane bald mehr verunsichert als beruhigt. Wenn sie sich erst so fühlte, wie ging es dann Shaniqua? Als sie sich nach ihr umblickte, sah sie gar nicht glücklich aus. Ariane hatte ein schlechtes Gewissen. Vielleicht hätte sie Shaniqua doch nicht so drängen sollen mitzukommen. Aber Chre´wad war ja noch im Schlafraum. Sie hatte eine Idee. „Chre´wad ist doch noch im Schlafraum. Vielleicht sollte Shaniqua ihn auch holen gehen?“ fragte sie Ito. Aber der schüttelte nur den Kopf „Er wird auch da sein.“ war seine schlichte Antwort. Missmutig lies sie ein wenig den Kopf hängen. Sie würde sich an seinen Rat halten ganz still zu sein und auch niemanden direkt anblicken. So würde man sie bestimmt nichts fragen. Sie schaute zu Dialae, die mit ruhigen, leichten Schritten neben Tagros ging. Wenn es so wie vor der Feste war, würde wahrscheinlich wieder sie für alle sprechen müssen. Ariane wollte ganz bestimmt nicht mit ihr tauschen, aber wahrscheinlich war sie für solche offiziellen Anlässe von klein auf unterrichtet worden und wusste wie sie sich zu verhalten hatte. Sie kamen an eine Tür vor der zwei Ordenskrieger Wache standen. Etwas weiter an der Seite stand Chre´wad und hatte anscheinend auf sie gewartet. Er schloß zu ihnen auf. Als die Tür sich öffnete hatte Ariane ein sehr mulmiges Gefühl, was sich ein wenig beruhigte als sie an Ito dachte. Er würde versuchen auf sie aufzupassen, hatte er gesagt. Sie wusste nicht genau warum, aber sie vertraute ihm.

    •  
      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeMar 7th 2002
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    >Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.
    >
    >Ito sah ein wenig überrascht aus. „Wir…“ er machte machte eine kurze Pause und setzte ein ernstes Gesicht auf und flüsterte: „Die ‚Hohen Herren‘ möchten Euch sehen.“ Ariane hatte das Gefühl, ein wenig Verachtung in Itos Stimme zu erkennen. „Er legte seine Hand auf Arianes Schulter und sagte fast unhörbar:“Überlaßt Tagros das Reden und wenn Ihr gefragt werdet, achtet auf Eure Worte. Ich werde dafür Sorgen, daß sie nichts erfahren, was sie nicht erfahren sollen.“ Danach ging er, als wäre nichts gewesen, ganz normal neben ihr her. Shaniquas skeptischen Blick ignorierte er.
    >
    >Sie schwankte zwischen heilloser Panik, die ihr riet schnellstmöglich abzuhauen, und nicht minder großer Wut, dass sie das nicht konnte. Verzweifelt grübelte sie, wieviel Tagros Ito über sie erzählt haben mochte. Für einen Moment erwog sie, Tagros zu bitten, nicht gehen zu müssen. Aber sie sah ein, dass das wohl nicht weniger Aufmerksamkeit erregen würde. Es schien, als hätte sie keine große Wahl…
    >Seufzend ließ sie sich zurückfallen bis sie das Schlußlicht der Gruppe bildete. Sie würde versuchen, sich im Hintergrund zu halten. ‚Schließlich habe ich nicht all die Jahre überlebt, um in dieser Ordensfeste zu krepieren!‘ dachte sie.
    >
    >Itos Worte hatten Ariane bald mehr verunsichert als beruhigt. Wenn sie sich erst so fühlte, wie ging es dann Shaniqua? Als sie sich nach ihr umblickte, sah sie gar nicht glücklich aus. Ariane hatte ein schlechtes Gewissen. Vielleicht hätte sie Shaniqua doch nicht so drängen sollen mitzukommen. Aber Chre´wad war ja noch im Schlafraum. Sie hatte eine Idee. „Chre´wad ist doch noch im Schlafraum. Vielleicht sollte Shaniqua ihn auch holen gehen?“ fragte sie Ito. Aber der schüttelte nur den Kopf „Er wird auch da sein.“ war seine schlichte Antwort. Missmutig lies sie ein wenig den Kopf hängen. Sie würde sich an seinen Rat halten ganz still zu sein und auch niemanden direkt anblicken. So würde man sie bestimmt nichts fragen. Sie schaute zu Dialae, die mit ruhigen, leichten Schritten neben Tagros ging. Wenn es so wie vor der Feste war, würde wahrscheinlich wieder sie für alle sprechen müssen. Ariane wollte ganz bestimmt nicht mit ihr tauschen, aber wahrscheinlich war sie für solche offiziellen Anlässe von klein auf unterrichtet worden und wusste wie sie sich zu verhalten hatte. Sie kamen an eine Tür vor der zwei Ordenskrieger Wache standen. Etwas weiter an der Seite stand Chre´wad und hatte anscheinend auf sie gewartet. Er schloß zu ihnen auf. Als die Tür sich öffnete hatte Ariane ein sehr mulmiges Gefühl, was sich ein wenig beruhigte als sie an Ito dachte. Er würde versuchen auf sie aufzupassen, hatte er gesagt. Sie wusste nicht genau warum, aber sie vertraute ihm.

    Die große Tür öffnete sich. Sie betraten einen hohen, kalt wirkenden Raum, in dem ein breiter Tisch aus seltsam dunklem Holz stand. Dahinter saßen auf hochlehnigen Stühlen die drei Männer, die sie schon am Eingang der Feste begrüßt hatten. Die Freunde schlichen sich eher gedrückt in den großen Raum, nur Tagros und Dialae gingen mit erhobenem Kopf vorneweg. Ein Ordenskrieger, gekleidet wie Ito, schmetterte würdevoll Dialaes kompletten Titel in den Raum, woraufhin die zehn anwesenden Kathul sich in einer Geste der Ehrerbietung die Faust vor die Brust schlugen. Nach dem hallenden Geräusch war wieder Stille in dem Raum - unheilvolle Stille.

    Jetzt erst bemerkte Dialae, das hinter dem Stuhl des Oradin noch eine weitere Gestalt stand. Sie war in ein weißes Gewand gekleidet, trug darüber aber einen schwarzen Kapuzenmantel. Eine Stola mit Sensen auf beiden Seiten rundete das Bild ab. Im Verlauf der Besprechung sollte sie noch den Eindruck gewinnen, das es sich um eine Art Lehrling des Oradin handelte. Alle anderen aber benahmen sich mehr oder weniger, als gäbe es ihn nicht.
    Hinter dem Sitz des Khardin aber stand eine in grau gehüllte Gestalt, deren Gesicht nicht zu erkennen war. Sie trug nicht nur eine graue Kapuze, sondern auch ein Stück schweren grauen Stoff wie einen Schal oder eine Halsberge, so das nur seine Augen hervorfunkelten. Dialae konnte ihn nicht ganz einordnen, ihre Augen blieben aber auf einem Schlüssel hängen, den der Mann an einem Band um den Hals trug.
    Der Khardin ergriff nach den begrüßenden Formeln das Wort.
    „Werte Prinzessin. Zu gern heißen wir Euch hier willkommen. Zwar lassen unsere Regeln ein eingehendes… Gespräch mit Euren Begleitern und eine Untersuchung auf ihren… Gesundheitszustand als unabdingbar erscheinen…“
    Shaniqua wurde blaß, Dialae öffnete den Mund, um energisch zu widersprechen - der Khardin aber ließ sich nicht unterbrechen. Er fuhr fort: „… in Anbetracht der Umstände bleibt uns dazu aber leider keine Zeit.“
    Tagros und Ito hatten Mühe, ihre überraschten Mienen im Zaum zu halten. Shaniqua und Ariane fiel im ersten Moment ein Stein vom Herzen, unter dem durchdringenden Blick des Khardin wurde ihnen aber rasch wieder unbehaglich. Der Khardin ließ seine Worte kurz wirken, dann sprach er weiter.
    „Der Sharagor hier hat mir berichtet, das ein großer Trupp Reiter auf dem Weg hierher ist. Militärisch bedeutet er keine Gefahr für die Feste, wie mir der Fachmann für derartige Fragen…“ er neigte sein Haupt zum Oradin, „…versichert hat. Dennoch bietet er Grund zur Besorgnis.
    Besagter Sharagor hier…“ diesmal neigte er sich zu dem Mann in grau, „… berichtet außerdem, das er gestern nacht Kontakt zu einem Boten Eures Rates hatte. Die Nachrichten von dort sind beunruhigend genug. Hinzu kommen Einzelheiten aus dem Verhör des leider verstorbenen Ungläubigen, den unser Kathul zur Vernehmung gefangennahm. Ziehen wir Kraft aus der Tatsache, das die Ingredienzen aus seinem Körper einigen unserer Verwundeten das Leben retten werden.“
    Ariane wurde nur langsam bewußt, was der Khardin da gesagt hatte. Ihr wurde leicht übel.
    „Zumindest haben uns diese Informationen zwei Erkenntnisse beschert. Zum einen hat der Feind, wer immer er auch sein mag, erhebliche Mittel zur Verfügung. Warum er diese geradezu verschwendet, um einige wenige Feinde auszumerzen, erscheint schleierhaft, bis man sich diese wenigen ansieht. Der Schlüssel seid in diesem Fall IHR!“ Ein knochiger Finger stieß wie ein Dolch auf Ariane zu. Eine Sekunde erschien es ihr, als blicke die ganze Welt schlagartig auf sie, und sie schwankte.
    „Ich?? Aber… wieso-…?“
    „Es muß in Euren noch nicht entdeckten Fähigkeiten liegen. Ihr begeht offensichtlich den Weg, oder steht zumindest am Anfang. Offenbar liegt in Euch ein Potential, das dem Feind grenzenlosen Schaden zufügen kann. Noch wissen wir es nicht sicher… es erscheint aber derzeit so. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen.
    Erstens: Eure Gabe muß geschult werden. Ihr habt einen Begleiter, der sich offenbar darauf verstehen könnte. Einen weiteren füge ich hinzu - Ito derer von Tarn wird Euch begleiten und unterrichten. Er ist tüchtig dazu. Um seinen und Euren Schutz zu gewährleisten, stelle ich Euch im Einverständnis mit Vas-Kathul Arken van Roth den Kathul Tagros Erzfeuer an die Seite. Er wird für Euren und Itos Schutz sorgen.“ Sowohl Tagros wie auch Ito schien diese Vorstellung für einen Moment zu erheitern, sie tauschten einen schnellen Blick, blieben aber still.
    „Zweitens: Ihr müßt in Bewegung bleiben. Bliebet Ihr hier, würde der Feind über kurz oder lang seine Macht hier konzentrieren, und dann fiele auch diese Feste. Nicht zu finden zu sein, bleibt Euer bester Schutz. Aus diesen beiden Konsequenzen ergibt sich eine weitere Konsequenz.“
    Der Khardin machte eine kurze Pause, alle starrten ihn gebannt an.
    „Ihr brecht morgen früh auf.“

    •  
      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeMar 7th 2002
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    >Das Lied von Shaniqua hatte Ariane erneut Tränen in die Augen getrieben. Sie wischte sie fort und berührte diese kurz am Arm, damit sie merkte das sie nicht ganz allein war. Dialae wollte Tagros zuerst umarmen um ihm Trost zu spenden, denn der Schmerz in seinen Augen schien unermesslich zu sein. Aber sie hielt sich doch zurück, denn sie wusste nicht ob sie damit gegen die Vorschriften des Ordens verstoßen würde. Es konnten leicht noch irgendwo anders Ordensleute sein, die sie beobachteten. Wortlos bedeutete Tagros ihnen, dass sie ihm folgen sollten und ging voraus. Schnell schloss sie zu ihm auf und fasste unauffällig seine Hand. Sie drückte sie und hoffte ihm so ein wenig Trost zu geben und ihr Mitgefühl ausdrücken zu können. Hinter den beiden ging Ito, der sich ein wenig zurückfallen lassen hatte, als Dialae an ihm vorbeigegangen war. Den Schluß bildeten Ariane und Shaniqua. Von Shaniquas Umherschauen angesteckt, achtete Ariane auch mehr auf die Gänge durch die sie gingen und war sich nach einiger Zeit relativ sicher, dass sie hätten links in den anderen Gang hätten einbiegen müssen um zu dem Raum zu kommen, wo sie geschlafen hatten. Sie könnte sich ja auch täuschen, aber sie wollte doch lieber fragen. Vorsichtig zupfte sie von hinten an Itos Ärmel. Als dieser sich umdrehte sah er sie entschuldigend Lächeln. „Wo gehen wir hin?“ fragte sie ihn leise.
    >
    >Ito sah ein wenig überrascht aus. „Wir…“ er machte machte eine kurze Pause und setzte ein ernstes Gesicht auf und flüsterte: „Die ‚Hohen Herren‘ möchten Euch sehen.“ Ariane hatte das Gefühl, ein wenig Verachtung in Itos Stimme zu erkennen. „Er legte seine Hand auf Arianes Schulter und sagte fast unhörbar:“Überlaßt Tagros das Reden und wenn Ihr gefragt werdet, achtet auf Eure Worte. Ich werde dafür Sorgen, daß sie nichts erfahren, was sie nicht erfahren sollen.“ Danach ging er, als wäre nichts gewesen, ganz normal neben ihr her. Shaniquas skeptischen Blick ignorierte er.
    >
    >Sie schwankte zwischen heilloser Panik, die ihr riet schnellstmöglich abzuhauen, und nicht minder großer Wut, dass sie das nicht konnte. Verzweifelt grübelte sie, wieviel Tagros Ito über sie erzählt haben mochte. Für einen Moment erwog sie, Tagros zu bitten, nicht gehen zu müssen. Aber sie sah ein, dass das wohl nicht weniger Aufmerksamkeit erregen würde. Es schien, als hätte sie keine große Wahl…
    >Seufzend ließ sie sich zurückfallen bis sie das Schlußlicht der Gruppe bildete. Sie würde versuchen, sich im Hintergrund zu halten. ‚Schließlich habe ich nicht all die Jahre überlebt, um in dieser Ordensfeste zu krepieren!‘ dachte sie.
    >
    >Itos Worte hatten Ariane bald mehr verunsichert als beruhigt. Wenn sie sich erst so fühlte, wie ging es dann Shaniqua? Als sie sich nach ihr umblickte, sah sie gar nicht glücklich aus. Ariane hatte ein schlechtes Gewissen. Vielleicht hätte sie Shaniqua doch nicht so drängen sollen mitzukommen. Aber Chre´wad war ja noch im Schlafraum. Sie hatte eine Idee. „Chre´wad ist doch noch im Schlafraum. Vielleicht sollte Shaniqua ihn auch holen gehen?“ fragte sie Ito. Aber der schüttelte nur den Kopf „Er wird auch da sein.“ war seine schlichte Antwort. Missmutig lies sie ein wenig den Kopf hängen. Sie würde sich an seinen Rat halten ganz still zu sein und auch niemanden direkt anblicken. So würde man sie bestimmt nichts fragen. Sie schaute zu Dialae, die mit ruhigen, leichten Schritten neben Tagros ging. Wenn es so wie vor der Feste war, würde wahrscheinlich wieder sie für alle sprechen müssen. Ariane wollte ganz bestimmt nicht mit ihr tauschen, aber wahrscheinlich war sie für solche offiziellen Anlässe von klein auf unterrichtet worden und wusste wie sie sich zu verhalten hatte. Sie kamen an eine Tür vor der zwei Ordenskrieger Wache standen. Etwas weiter an der Seite stand Chre´wad und hatte anscheinend auf sie gewartet. Er schloß zu ihnen auf. Als die Tür sich öffnete hatte Ariane ein sehr mulmiges Gefühl, was sich ein wenig beruhigte als sie an Ito dachte. Er würde versuchen auf sie aufzupassen, hatte er gesagt. Sie wusste nicht genau warum, aber sie vertraute ihm.

    Die große Tür öffnete sich. Sie betraten einen hohen, kalt wirkenden Raum, in dem ein breiter Tisch aus seltsam dunklem Holz stand. Dahinter saßen auf hochlehnigen Stühlen die drei Männer, die sie schon am Eingang der Feste begrüßt hatten. Die Freunde schlichen sich eher gedrückt in den großen Raum, nur Tagros und Dialae gingen mit erhobenem Kopf vorneweg. Ein Ordenskrieger, gekleidet wie Ito, schmetterte würdevoll Dialaes kompletten Titel in den Raum, woraufhin die zehn anwesenden Kathul sich in einer Geste der Ehrerbietung die Faust vor die Brust schlugen. Nach dem hallenden Geräusch war wieder Stille in dem Raum - unheilvolle Stille.

    Jetzt erst bemerkte Dialae, das hinter dem Stuhl des Oradin noch eine weitere Gestalt stand. Sie war in ein weißes Gewand gekleidet, trug darüber aber einen schwarzen Kapuzenmantel. Eine Stola mit Sensen auf beiden Seiten rundete das Bild ab. Im Verlauf der Besprechung sollte sie noch den Eindruck gewinnen, das es sich um eine Art Lehrling des Oradin handelte. Alle anderen aber benahmen sich mehr oder weniger, als gäbe es ihn nicht.
    Hinter dem Sitz des Khardin aber stand eine in grau gehüllte Gestalt, deren Gesicht nicht zu erkennen war. Sie trug nicht nur eine graue Kapuze, sondern auch ein Stück schweren grauen Stoff wie einen Schal oder eine Halsberge, so das nur seine Augen hervorfunkelten. Dialae konnte ihn nicht ganz einordnen, ihre Augen blieben aber auf einem Schlüssel hängen, den der Mann an einem Band um den Hals trug.
    Der Khardin ergriff nach den begrüßenden Formeln das Wort.
    „Werte Prinzessin. Zu gern heißen wir Euch hier willkommen. Zwar lassen unsere Regeln ein eingehendes… Gespräch mit Euren Begleitern und eine Untersuchung auf ihren… Gesundheitszustand als unabdingbar erscheinen…“
    Shaniqua wurde blaß, Dialae öffnete den Mund, um energisch zu widersprechen - der Khardin aber ließ sich nicht unterbrechen. Er fuhr fort: „… in Anbetracht der Umstände bleibt uns dazu aber leider keine Zeit.“
    Tagros und Ito hatten Mühe, ihre überraschten Mienen im Zaum zu halten. Shaniqua und Ariane fiel im ersten Moment ein Stein vom Herzen, unter dem durchdringenden Blick des Khardin wurde ihnen aber rasch wieder unbehaglich. Der Khardin ließ seine Worte kurz wirken, dann sprach er weiter.
    „Der Sharagor hier hat mir berichtet, das ein großer Trupp Reiter auf dem Weg hierher ist. Militärisch bedeutet er keine Gefahr für die Feste, wie mir der Fachmann für derartige Fragen…“ er neigte sein Haupt zum Oradin, „…versichert hat. Dennoch bietet er Grund zur Besorgnis.
    Besagter Sharagor hier…“ diesmal neigte er sich zu dem Mann in grau, „… berichtet außerdem, das er gestern nacht Kontakt zu einem Boten Eures Rates hatte. Die Nachrichten von dort sind beunruhigend genug. Hinzu kommen Einzelheiten aus dem Verhör des leider verstorbenen Ungläubigen, den unser Kathul zur Vernehmung gefangennahm. Ziehen wir Kraft aus der Tatsache, das die Ingredienzen aus seinem Körper einigen unserer Verwundeten das Leben retten werden.“
    Ariane wurde nur langsam bewußt, was der Khardin da gesagt hatte. Ihr wurde leicht übel.
    „Zumindest haben uns diese Informationen zwei Erkenntnisse beschert. Zum einen hat der Feind, wer immer er auch sein mag, erhebliche Mittel zur Verfügung. Warum er diese geradezu verschwendet, um einige wenige Feinde auszumerzen, erscheint schleierhaft, bis man sich diese wenigen ansieht. Der Schlüssel seid in diesem Fall IHR!“ Ein knochiger Finger stieß wie ein Dolch auf Ariane zu. Eine Sekunde erschien es ihr, als blicke die ganze Welt schlagartig auf sie, und sie schwankte.
    „Ich?? Aber… wieso-…?“
    „Es muß in Euren noch nicht entdeckten Fähigkeiten liegen. Ihr begeht offensichtlich den Weg, oder steht zumindest am Anfang. Offenbar liegt in Euch ein Potential, das dem Feind grenzenlosen Schaden zufügen kann. Noch wissen wir es nicht sicher… es erscheint aber derzeit so. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen.
    Erstens: Eure Gabe muß geschult werden. Ihr habt einen Begleiter, der sich offenbar darauf verstehen könnte. Einen weiteren füge ich hinzu - Ito derer von Tarn wird Euch begleiten und unterrichten. Er ist tüchtig dazu. Um seinen und Euren Schutz zu gewährleisten, stelle ich Euch im Einverständnis mit Vas-Kathul Arken van Roth den Kathul Tagros Erzfeuer an die Seite. Er wird für Euren und Itos Schutz sorgen.“ Sowohl Tagros wie auch Ito schien diese Vorstellung für einen Moment zu erheitern, sie tauschten einen schnellen Blick, blieben aber still.
    „Zweitens: Ihr müßt in Bewegung bleiben. Bliebet Ihr hier, würde der Feind über kurz oder lang seine Macht hier konzentrieren, und dann fiele auch diese Feste. Nicht zu finden zu sein, bleibt Euer bester Schutz. Aus diesen beiden Konsequenzen ergibt sich eine weitere Konsequenz.“
    Der Khardin machte eine kurze Pause, alle starrten ihn gebannt an.
    „Ihr brecht morgen früh auf.“

    Bei der Enthüllung der taktischen Lage, konnte Dialae sich das Lachen fast nicht verkneifen. Es war fast so, als wiederhole der Khardin nur ihre eigenen Gedankengänge. Dann jedoch fiel ihr die beunruhigende Kunde ein, von der gesprochen worden war. „Ehrenwerter Ordensmeister, Ihr habt von einem Boten des Rates Kunde erhalten. Ich bitte Euch ehrerbietig, uns seine Botschaft zuteil werden zu lassen.“ Die Elfe versuchte sich zu fassen, aber die Sorge war ihr dennoch deutlich anzusehen. Auch wenn der Feind den Rat nicht direkt angreifen mochte, konnte er doch die Zugänge sperren und ihn vielleicht auf diese Weise von ihrer kleinen Gruppe fernhalten. Auf jeden Fall würde er sie daran hindern wollen, dorthin zu gelangen. Er mußte um die Weisheit und die Macht des Rates wissen. Dialae rätselte darüber, was denn nun der eigentliche Grund für ihre andauernde Verfolgung war. Ariane allein konnte es nicht sein, da Arulatus sie zu Ihm hätte bringen können, als sie noch eine seiner Begleiter gewesen war. Aus irgendeinem Grund wollte er sie als Gruppe. Das war nicht zu leugnen, aber warum hatte er dann Arne von ihnen getrennt? Die junge Elfe wurde aus ihren Überlegungen gerissen, als der Khardin anhob, um ihr zu antworten.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 10th 2002
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    Die große Tür öffnete sich. Sie betraten einen hohen, kalt wirkenden Raum, in dem ein breiter Tisch aus seltsam dunklem Holz stand. Dahinter saßen auf hochlehnigen Stühlen die drei Männer, die sie schon am Eingang der Feste begrüßt hatten. Die Freunde schlichen sich eher gedrückt in den großen Raum, nur Tagros und Dialae gingen mit erhobenem Kopf vorneweg. Ein Ordenskrieger, gekleidet wie Ito, schmetterte würdevoll Dialaes kompletten Titel in den Raum, woraufhin die zehn anwesenden Kathul sich in einer Geste der Ehrerbietung die Faust vor die Brust schlugen. Nach dem hallenden Geräusch war wieder Stille in dem Raum - unheilvolle Stille.

    Jetzt erst bemerkte Dialae, das hinter dem Stuhl des Oradin noch eine weitere Gestalt stand. Sie war in ein weißes Gewand gekleidet, trug darüber aber einen schwarzen Kapuzenmantel. Eine Stola mit Sensen auf beiden Seiten rundete das Bild ab. Im Verlauf der Besprechung sollte sie noch den Eindruck gewinnen, das es sich um eine Art Lehrling des Oradin handelte. Alle anderen aber benahmen sich mehr oder weniger, als gäbe es ihn nicht.
    Hinter dem Sitz des Khardin aber stand eine in grau gehüllte Gestalt, deren Gesicht nicht zu erkennen war. Sie trug nicht nur eine graue Kapuze, sondern auch ein Stück schweren grauen Stoff wie einen Schal oder eine Halsberge, so das nur seine Augen hervorfunkelten. Dialae konnte ihn nicht ganz einordnen, ihre Augen blieben aber auf einem Schlüssel hängen, den der Mann an einem Band um den Hals trug.
    Der Khardin ergriff nach den begrüßenden Formeln das Wort.
    „Werte Prinzessin. Zu gern heißen wir Euch hier willkommen. Zwar lassen unsere Regeln ein eingehendes… Gespräch mit Euren Begleitern und eine Untersuchung auf ihren… Gesundheitszustand als unabdingbar erscheinen…“
    Shaniqua wurde blaß, Dialae öffnete den Mund, um energisch zu widersprechen - der Khardin aber ließ sich nicht unterbrechen. Er fuhr fort: „… in Anbetracht der Umstände bleibt uns dazu aber leider keine Zeit.“
    Tagros und Ito hatten Mühe, ihre überraschten Mienen im Zaum zu halten. Shaniqua und Ariane fiel im ersten Moment ein Stein vom Herzen, unter dem durchdringenden Blick des Khardin wurde ihnen aber rasch wieder unbehaglich. Der Khardin ließ seine Worte kurz wirken, dann sprach er weiter.
    „Der Sharagor hier hat mir berichtet, das ein großer Trupp Reiter auf dem Weg hierher ist. Militärisch bedeutet er keine Gefahr für die Feste, wie mir der Fachmann für derartige Fragen…“ er neigte sein Haupt zum Oradin, „…versichert hat. Dennoch bietet er Grund zur Besorgnis.
    Besagter Sharagor hier…“ diesmal neigte er sich zu dem Mann in grau, „… berichtet außerdem, das er gestern nacht Kontakt zu einem Boten Eures Rates hatte. Die Nachrichten von dort sind beunruhigend genug. Hinzu kommen Einzelheiten aus dem Verhör des leider verstorbenen Ungläubigen, den unser Kathul zur Vernehmung gefangennahm. Ziehen wir Kraft aus der Tatsache, das die Ingredienzen aus seinem Körper einigen unserer Verwundeten das Leben retten werden.“
    Ariane wurde nur langsam bewußt, was der Khardin da gesagt hatte. Ihr wurde leicht übel.
    „Zumindest haben uns diese Informationen zwei Erkenntnisse beschert. Zum einen hat der Feind, wer immer er auch sein mag, erhebliche Mittel zur Verfügung. Warum er diese geradezu verschwendet, um einige wenige Feinde auszumerzen, erscheint schleierhaft, bis man sich diese wenigen ansieht. Der Schlüssel seid in diesem Fall IHR!“ Ein knochiger Finger stieß wie ein Dolch auf Ariane zu. Eine Sekunde erschien es ihr, als blicke die ganze Welt schlagartig auf sie, und sie schwankte.
    „Ich?? Aber… wieso-…?“
    „Es muß in Euren noch nicht entdeckten Fähigkeiten liegen. Ihr begeht offensichtlich den Weg, oder steht zumindest am Anfang. Offenbar liegt in Euch ein Potential, das dem Feind grenzenlosen Schaden zufügen kann. Noch wissen wir es nicht sicher… es erscheint aber derzeit so. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen.
    Erstens: Eure Gabe muß geschult werden. Ihr habt einen Begleiter, der sich offenbar darauf verstehen könnte. Einen weiteren füge ich hinzu - Ito derer von Tarn wird Euch begleiten und unterrichten. Er ist tüchtig dazu. Um seinen und Euren Schutz zu gewährleisten, stelle ich Euch im Einverständnis mit Vas-Kathul Arken van Roth den Kathul Tagros Erzfeuer an die Seite. Er wird für Euren und Itos Schutz sorgen.“ Sowohl Tagros wie auch Ito schien diese Vorstellung für einen Moment zu erheitern, sie tauschten einen schnellen Blick, blieben aber still.
    „Zweitens: Ihr müßt in Bewegung bleiben. Bliebet Ihr hier, würde der Feind über kurz oder lang seine Macht hier konzentrieren, und dann fiele auch diese Feste. Nicht zu finden zu sein, bleibt Euer bester Schutz. Aus diesen beiden Konsequenzen ergibt sich eine weitere Konsequenz.“
    Der Khardin machte eine kurze Pause, alle starrten ihn gebannt an.
    „Ihr brecht morgen früh auf.“

    Bei der Enthüllung der taktischen Lage, konnte Dialae sich das Lachen fast nicht verkneifen. Es war fast so, als wiederhole der Khardin nur ihre eigenen Gedankengänge. Dann jedoch fiel ihr die beunruhigende Kunde ein, von der gesprochen worden war. „Ehrenwerter Ordensmeister, Ihr habt von einem Boten des Rates Kunde erhalten. Ich bitte Euch ehrerbietig, uns seine Botschaft zuteil werden zu lassen.“ Die Elfe versuchte sich zu fassen, aber die Sorge war ihr dennoch deutlich anzusehen. Auch wenn der Feind den Rat nicht direkt angreifen mochte, konnte er doch die Zugänge sperren und ihn vielleicht auf diese Weise von ihrer kleinen Gruppe fernhalten. Auf jeden Fall würde er sie daran hindern wollen, dorthin zu gelangen. Er mußte um die Weisheit und die Macht des Rates wissen. Dialae rätselte darüber, was denn nun der eigentliche Grund für ihre andauernde Verfolgung war. Ariane allein konnte es nicht sein, da Arulatus sie zu Ihm hätte bringen können, als sie noch eine seiner Begleiter gewesen war. Aus irgendeinem Grund wollte er sie als Gruppe. Das war nicht zu leugnen, aber warum hatte er dann Arne von ihnen getrennt? Die junge Elfe wurde aus ihren Überlegungen gerissen, als der Khardin anhob, um ihr zu antworten.

    „Es sind mehrere Boten des Rates nicht angekommen oder nicht zurückgekommen. Lediglich einer von ihnen ist mehr tot als lebendig beim Rat wieder eingetroffen. Seine letzten Worte waren `etwas Großes aus der Luft`. Mehr konnte er leider nicht mehr berichten. Falls Ihr Euch zum Rat begeben wollt, nutzt die verschlungenen wenig benutzen Pfade.“ Mit dieser Antwort war für den Khardin das Treffen beendet. Sie wurden mit den offiziellen Formeln verabschiedet und gingen hinaus.

    Dialae ging neben Tagros und Ito. Sie machte sich Sorgen um den Rat und die Boten. Ito sagte zu Tagros „Du auch mich aufpassen. Aha. Etwa so wie damals in… „ er erzählte munter weiter, so dass auch Dialae aus ihren Gedanken gerissen wurde und ihm zuhörte. Als sie einmal einwarf „War das wirklich so?“ nickten beide und Tagros fuhr fort zu berichten. Hinter ihnen gingen die anderen. Chre´wad in der Gleichmut mit der er auch dem Empfang beigewohnt hatte. Shaniqua hingegen grübelte über ihren Bruder. `Es war schon recht lange her das der Magier sie angesprochen hatte und sie seit dem verfolgte. Was mochte nur mit ihrem Bruder alles geschehen sein?` Ariane ging bleich daneben. Bis sie unbemerkt von den anderen auf einmal stehen blieb. Sie hielt sich die Ohren zu, sie wollte es nicht mehr hören. Aber sie sah immer noch den Finger das Khardin auf sich zukommen und seine Worte `Du bist daran Schuld. Wegen Dir sind viele gute Männer umgekommen. Nur wegen Dir ist Arne jetzt in Gefangenschaft. Ganz allein Du bist daran Schuld.` Sie wollte es nicht mehr hören. Kopflos lief sie einfach den nächsten Gang hinein und rannte immer weiter. An mehreren Gruppen mit Ordenleuten kam sie vorbei, aber sie ignorierte sie einfach. Ganz außer Atem kam sie schließlich in einer großen Halle an. Es war der Ort des Totengedenkens im Morgengrauen gewesen. Sie verkroch sich in das Dunkel unter der Treppe.

    •  
      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeMar 10th 2002
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    >Die große Tür öffnete sich. Sie betraten einen hohen, kalt wirkenden Raum, in dem ein breiter Tisch aus seltsam dunklem Holz stand. Dahinter saßen auf hochlehnigen Stühlen die drei Männer, die sie schon am Eingang der Feste begrüßt hatten. Die Freunde schlichen sich eher gedrückt in den großen Raum, nur Tagros und Dialae gingen mit erhobenem Kopf vorneweg. Ein Ordenskrieger, gekleidet wie Ito, schmetterte würdevoll Dialaes kompletten Titel in den Raum, woraufhin die zehn anwesenden Kathul sich in einer Geste der Ehrerbietung die Faust vor die Brust schlugen. Nach dem hallenden Geräusch war wieder Stille in dem Raum - unheilvolle Stille.
    >
    >Jetzt erst bemerkte Dialae, das hinter dem Stuhl des Oradin noch eine weitere Gestalt stand. Sie war in ein weißes Gewand gekleidet, trug darüber aber einen schwarzen Kapuzenmantel. Eine Stola mit Sensen auf beiden Seiten rundete das Bild ab. Im Verlauf der Besprechung sollte sie noch den Eindruck gewinnen, das es sich um eine Art Lehrling des Oradin handelte. Alle anderen aber benahmen sich mehr oder weniger, als gäbe es ihn nicht.
    >Hinter dem Sitz des Khardin aber stand eine in grau gehüllte Gestalt, deren Gesicht nicht zu erkennen war. Sie trug nicht nur eine graue Kapuze, sondern auch ein Stück schweren grauen Stoff wie einen Schal oder eine Halsberge, so das nur seine Augen hervorfunkelten. Dialae konnte ihn nicht ganz einordnen, ihre Augen blieben aber auf einem Schlüssel hängen, den der Mann an einem Band um den Hals trug.
    >Der Khardin ergriff nach den begrüßenden Formeln das Wort.
    >“Werte Prinzessin. Zu gern heißen wir Euch hier willkommen. Zwar lassen unsere Regeln ein eingehendes… Gespräch mit Euren Begleitern und eine Untersuchung auf ihren… Gesundheitszustand als unabdingbar erscheinen…“
    >Shaniqua wurde blaß, Dialae öffnete den Mund, um energisch zu widersprechen - der Khardin aber ließ sich nicht unterbrechen. Er fuhr fort: „… in Anbetracht der Umstände bleibt uns dazu aber leider keine Zeit.“
    >Tagros und Ito hatten Mühe, ihre überraschten Mienen im Zaum zu halten. Shaniqua und Ariane fiel im ersten Moment ein Stein vom Herzen, unter dem durchdringenden Blick des Khardin wurde ihnen aber rasch wieder unbehaglich. Der Khardin ließ seine Worte kurz wirken, dann sprach er weiter.
    >“Der Sharagor hier hat mir berichtet, das ein großer Trupp Reiter auf dem Weg hierher ist. Militärisch bedeutet er keine Gefahr für die Feste, wie mir der Fachmann für derartige Fragen…“ er neigte sein Haupt zum Oradin, „…versichert hat. Dennoch bietet er Grund zur Besorgnis.
    >Besagter Sharagor hier…“ diesmal neigte er sich zu dem Mann in grau, „… berichtet außerdem, das er gestern nacht Kontakt zu einem Boten Eures Rates hatte. Die Nachrichten von dort sind beunruhigend genug. Hinzu kommen Einzelheiten aus dem Verhör des leider verstorbenen Ungläubigen, den unser Kathul zur Vernehmung gefangennahm. Ziehen wir Kraft aus der Tatsache, das die Ingredienzen aus seinem Körper einigen unserer Verwundeten das Leben retten werden.“
    >Ariane wurde nur langsam bewußt, was der Khardin da gesagt hatte. Ihr wurde leicht übel.
    >“Zumindest haben uns diese Informationen zwei Erkenntnisse beschert. Zum einen hat der Feind, wer immer er auch sein mag, erhebliche Mittel zur Verfügung. Warum er diese geradezu verschwendet, um einige wenige Feinde auszumerzen, erscheint schleierhaft, bis man sich diese wenigen ansieht. Der Schlüssel seid in diesem Fall IHR!“ Ein knochiger Finger stieß wie ein Dolch auf Ariane zu. Eine Sekunde erschien es ihr, als blicke die ganze Welt schlagartig auf sie, und sie schwankte.
    >“Ich?? Aber… wieso-…?“
    >“Es muß in Euren noch nicht entdeckten Fähigkeiten liegen. Ihr begeht offensichtlich den Weg, oder steht zumindest am Anfang. Offenbar liegt in Euch ein Potential, das dem Feind grenzenlosen Schaden zufügen kann. Noch wissen wir es nicht sicher… es erscheint aber derzeit so. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen.
    >Erstens: Eure Gabe muß geschult werden. Ihr habt einen Begleiter, der sich offenbar darauf verstehen könnte. Einen weiteren füge ich hinzu - Ito derer von Tarn wird Euch begleiten und unterrichten. Er ist tüchtig dazu. Um seinen und Euren Schutz zu gewährleisten, stelle ich Euch im Einverständnis mit Vas-Kathul Arken van Roth den Kathul Tagros Erzfeuer an die Seite. Er wird für Euren und Itos Schutz sorgen.“ Sowohl Tagros wie auch Ito schien diese Vorstellung für einen Moment zu erheitern, sie tauschten einen schnellen Blick, blieben aber still.
    >“Zweitens: Ihr müßt in Bewegung bleiben. Bliebet Ihr hier, würde der Feind über kurz oder lang seine Macht hier konzentrieren, und dann fiele auch diese Feste. Nicht zu finden zu sein, bleibt Euer bester Schutz. Aus diesen beiden Konsequenzen ergibt sich eine weitere Konsequenz.“
    >Der Khardin machte eine kurze Pause, alle starrten ihn gebannt an.
    >“Ihr brecht morgen früh auf.“
    >
    >Bei der Enthüllung der taktischen Lage, konnte Dialae sich das Lachen fast nicht verkneifen. Es war fast so, als wiederhole der Khardin nur ihre eigenen Gedankengänge. Dann jedoch fiel ihr die beunruhigende Kunde ein, von der gesprochen worden war. „Ehrenwerter Ordensmeister, Ihr habt von einem Boten des Rates Kunde erhalten. Ich bitte Euch ehrerbietig, uns seine Botschaft zuteil werden zu lassen.“ Die Elfe versuchte sich zu fassen, aber die Sorge war ihr dennoch deutlich anzusehen. Auch wenn der Feind den Rat nicht direkt angreifen mochte, konnte er doch die Zugänge sperren und ihn vielleicht auf diese Weise von ihrer kleinen Gruppe fernhalten. Auf jeden Fall würde er sie daran hindern wollen, dorthin zu gelangen. Er mußte um die Weisheit und die Macht des Rates wissen. Dialae rätselte darüber, was denn nun der eigentliche Grund für ihre andauernde Verfolgung war. Ariane allein konnte es nicht sein, da Arulatus sie zu Ihm hätte bringen können, als sie noch eine seiner Begleiter gewesen war. Aus irgendeinem Grund wollte er sie als Gruppe. Das war nicht zu leugnen, aber warum hatte er dann Arne von ihnen getrennt? Die junge Elfe wurde aus ihren Überlegungen gerissen, als der Khardin anhob, um ihr zu antworten.
    >
    >„Es sind mehrere Boten des Rates nicht angekommen oder nicht zurückgekommen. Lediglich einer von ihnen ist mehr tot als lebendig beim Rat wieder eingetroffen. Seine letzten Worte waren `etwas Großes aus der Luft`. Mehr konnte er leider nicht mehr berichten. Falls Ihr Euch zum Rat begeben wollt, nutzt die verschlungenen wenig benutzen Pfade.“ Mit dieser Antwort war für den Khardin das Treffen beendet. Sie wurden mit den offiziellen Formeln verabschiedet und gingen hinaus.
    >
    >Dialae ging neben Tagros und Ito. Sie machte sich Sorgen um den Rat und die Boten. Ito sagte zu Tagros „Du auch mich aufpassen. Aha. Etwa so wie damals in… „ er erzählte munter weiter, so dass auch Dialae aus ihren Gedanken gerissen wurde und ihm zuhörte. Als sie einmal einwarf „War das wirklich so?“ nickten beide und Tagros fuhr fort zu berichten. Hinter ihnen gingen die anderen. Chre´wad in der Gleichmut mit der er auch dem Empfang beigewohnt hatte. Shaniqua hingegen grübelte über ihren Bruder. `Es war schon recht lange her das der Magier sie angesprochen hatte und sie seit dem verfolgte. Was mochte nur mit ihrem Bruder alles geschehen sein? Ariane ging bleich daneben. Bis sie unbemerkt von den anderen auf einmal stehen blieb. Sie hielt sich die Ohren zu, sie wollte es nicht mehr hören. Aber sie sah immer noch den Finger das Khardin auf sich zukommen und seine Worte `Du bist daran Schuld. Wegen Dir sind viele gute Männer umgekommen. Nur wegen Dir ist Arne jetzt in Gefangenschaft. Ganz allein Du bist daran Schuld.` Sie wollte es nicht mehr hören. Kopflos lief sie einfach den nächsten Gang hinein und rannte immer weiter. An mehreren Gruppen mit Ordenleuten kam sie vorbei, aber sie ignorierte sie einfach. Ganz außer Atem kam sie schließlich in einer großen Halle an. Es war der Ort des Totengedenkens im Morgengrauen gewesen. Sie verkroch sich in das Dunkel unter der Treppe.

    Nach einer Ewigkeit einsamer Trauer, wie ihr schien, hörte sie Schritte. Tagros betrat den Saal, mit besorgtem Gesicht. Suchend blickte er sich um, und Ariane wußte nicht, ob sie sich wünschen sollte, das er sie bemerkte, oder nicht. Schließlich aber entdeckte er sie, und ein wenig erleichtert sah sie ihm entgegen.
    Er lehnte sich neben sie an die Wand und rutschte an ihr herunter, bis er neben ihr saß. Schweigend sah er sie an und wartete. Eine Weile war es still, dran brachen schluchzend alle Sorgen aus Ariane heraus. Lange erzählte sie, was sie bedrückte, und danach schwiegen sie wieder. Ein Preardin, durch ihr Schluchzen aufmerksam geworden, betrat den Saal, ging aber wortlos, als er die beiden sah. Sie saßen lange wortlos da, während die Sonne einen x-förmigen Lichtfleck auf die nackten Steine warf.
    Schließlich sprach Tagros.
    „Unfug.“ war das erste, was er sagte. Ariane blickte ihn überrascht an. „Unfug!“ wiederholte Tagros mit Nachdruck. „Aus gleich zwei Gründen.
    Erstens waren die Schlußfolgerungen des Khardin logisch, aber sie gingen von falschen Vorraussetzungen aus. Dialaes Einwand war richtig: Ginge es dem Feind um Dich, dann hätte er Dich früher haben können. Man könnte denken, das er sich Deiner Wichtigkeit nicht bewußt war, aber das ist es nicht, denke ich.
    Dialae lag aber auch nicht ganz richtig. Er will uns nicht als Gruppe haben, wir sind einfach nur eine Gruppe. Es geht ihm schon um einen von uns, aber nicht um Dich.“
    Sie sah ihn fassungslos an.
    „Denk doch mal nach: Wen habt Ihr gejagt, als Arulatus Dich zur Mitreise überredet habt? Um wen ging es offensichtlich zuerst? Und wer von uns hat eine ganz besondere Eigenschaft, über die der Khardin nicht informiert ist?“
    Langsam dämmerte es Ariane. „Du meinst…?“
    „Genau. Es muß das Wandeln sein, was ihn interessiert. Eine interessante und seltene Eigenschaft… wer weiß, was er vorhat. Gab es da nicht auch irgendwas mit ihrer Familie…? Nun, es ist gleich. Wenn wir das jetzt wissen, haben wir schon viel erreicht. Ich habe nämlich keine Lust mehr, davonzulaufen.“ Er lächelte grimmig. „Auch, wenn wir uns jetzt davonschleichen, habe ich einige Ideen für ein paar nette Überraschungen für unseren geflügelten Freund. Aber all das ist nur ein Grund, weshalb Deine Sorgen Unfug sind.“
    Er wurde wieder ernst.
    „Der zweite Grund ist nämlich, das all diese Dinge doch nicht deinetwegen geschehen wären, selbst wenn Du die Ursache wärst. Das Ungeheuer, das hinter all dem steckt, hat das getan. Gib Dir nicht die Schuld an Dingen, die andere Deinetwegen tun. Denn Du hättest es nicht verhindern können.“
    Für Tagros schien die Sache damit schlichtweg erledigt. Ariane wurde die Zweifel zwar nicht so leicht los, aber Tagros glaubte offenbar, nach dieser kleinen Beweisführung müßten sich all ihre Sorgen in Luft aufgelöst haben. Ächzend stand er auf und strich seinen Überwurf glatt. Dann rückte er seine Stola gerade und reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. „Komm schon. Die anderen machen sich bestimmt Sorgen. Es gibt noch viel vorzubereiten.“

    •  
      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 10th 2002
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    Dialae ging neben Tagros und Ito. Sie machte sich Sorgen um den Rat und die Boten. Ito sagte zu Tagros „Du auch mich aufpassen. Aha. Etwa so wie damals in… „ er erzählte munter weiter, so dass auch Dialae aus ihren Gedanken gerissen wurde und ihm zuhörte. Als sie einmal einwarf „War das wirklich so?“ nickten beide und Tagros fuhr fort zu berichten. Hinter ihnen gingen die anderen. Chre´wad in der Gleichmut mit der er auch dem Empfang beigewohnt hatte. Shaniqua hingegen grübelte über ihren Bruder. `Es war schon recht lange her das der Magier sie angesprochen hatte und sie seit dem verfolgte. Was mochte nur mit ihrem Bruder alles geschehen sein? Ariane ging bleich daneben. Bis sie unbemerkt von den anderen auf einmal stehen blieb. Sie hielt sich die Ohren zu, sie wollte es nicht mehr hören. Aber sie sah immer noch den Finger das Khardin auf sich zukommen und seine Worte `Du bist daran Schuld. Wegen Dir sind viele gute Männer umgekommen. Nur wegen Dir ist Arne jetzt in Gefangenschaft. Ganz allein Du bist daran Schuld.` Sie wollte es nicht mehr hören. Kopflos lief sie einfach den nächsten Gang hinein und rannte immer weiter. An mehreren Gruppen mit Ordenleuten kam sie vorbei, aber sie ignorierte sie einfach. Ganz außer Atem kam sie schließlich in einer großen Halle an. Es war der Ort des Totengedenkens im Morgengrauen gewesen. Sie verkroch sich in das Dunkel unter der Treppe.

    Nach einer Ewigkeit einsamer Trauer, wie ihr schien, hörte sie Schritte. Tagros betrat den Saal, mit besorgtem Gesicht. Suchend blickte er sich um, und Ariane wußte nicht, ob sie sich wünschen sollte, das er sie bemerkte, oder nicht. Schließlich aber entdeckte er sie, und ein wenig erleichtert sah sie ihm entgegen.
    Er lehnte sich neben sie an die Wand und rutschte an ihr herunter, bis er neben ihr saß. Schweigend sah er sie an und wartete. Eine Weile war es still, dran brachen schluchzend alle Sorgen aus Ariane heraus. Lange erzählte sie, was sie bedrückte, und danach schwiegen sie wieder. Ein Preardin, durch ihr Schluchzen aufmerksam geworden, betrat den Saal, ging aber wortlos, als er die beiden sah. Sie saßen lange wortlos da, während die Sonne einen x-förmigen Lichtfleck auf die nackten Steine warf.
    Schließlich sprach Tagros.
    „Unfug.“ war das erste, was er sagte. Ariane blickte ihn überrascht an. „Unfug!“ wiederholte Tagros mit Nachdruck. „Aus gleich zwei Gründen.
    Erstens waren die Schlußfolgerungen des Khardin logisch, aber sie gingen von falschen Vorraussetzungen aus. Dialaes Einwand war richtig: Ginge es dem Feind um Dich, dann hätte er Dich früher haben können. Man könnte denken, das er sich Deiner Wichtigkeit nicht bewußt war, aber das ist es nicht, denke ich.
    Dialae lag aber auch nicht ganz richtig. Er will uns nicht als Gruppe haben, wir sind einfach nur eine Gruppe. Es geht ihm schon um einen von uns, aber nicht um Dich.“
    Sie sah ihn fassungslos an.
    „Denk doch mal nach: Wen habt Ihr gejagt, als Arulatus Dich zur Mitreise überredet habt? Um wen ging es offensichtlich zuerst? Und wer von uns hat eine ganz besondere Eigenschaft, über die der Khardin nicht informiert ist?“
    Langsam dämmerte es Ariane. „Du meinst…?“
    „Genau. Es muß das Wandeln sein, was ihn interessiert. Eine interessante und seltene Eigenschaft… wer weiß, was er vorhat. Gab es da nicht auch irgendwas mit ihrer Familie…? Nun, es ist gleich. Wenn wir das jetzt wissen, haben wir schon viel erreicht. Ich habe nämlich keine Lust mehr, davonzulaufen.“ Er lächelte grimmig. „Auch, wenn wir uns jetzt davonschleichen, habe ich einige Ideen für ein paar nette Überraschungen für unseren geflügelten Freund. Aber all das ist nur ein Grund, weshalb Deine Sorgen Unfug sind.“
    Er wurde wieder ernst.
    „Der zweite Grund ist nämlich, das all diese Dinge doch nicht deinetwegen geschehen wären, selbst wenn Du die Ursache wärst. Das Ungeheuer, das hinter all dem steckt, hat das getan. Gib Dir nicht die Schuld an Dingen, die andere Deinetwegen tun. Denn Du hättest es nicht verhindern können.“
    Für Tagros schien die Sache damit schlichtweg erledigt. Ariane wurde die Zweifel zwar nicht so leicht los, aber Tagros glaubte offenbar, nach dieser kleinen Beweisführung müßten sich all ihre Sorgen in Luft aufgelöst haben. Ächzend stand er auf und strich seinen Überwurf glatt. Dann rückte er seine Stola gerade und reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. „Komm schon. Die anderen machen sich bestimmt Sorgen. Es gibt noch viel vorzubereiten.“

    Shaniqua war in ihre eigenen Gedanken versunken gewesen, als Ariane losrannte. Sie sah, wie Tagros ihr folgte und wollte ebenfalls losstürmen, doch irgendjemand hielt sie zurück. Shaniqua fuhr herum um ihn anzufauchen. Es war Ito. Das Fauchen konnte sie sich noch gerade verkneifen, aber sie warf ihm einen wütenden Blick aus ihren funkelnden gelben Augen zu. Doch er schien nichts zu bemerken. Völlig ungerührt sagte er: „Lass sie. Tagros wird sich um sie kümmern.“
    Mit diesen Worten ging er weiter, und die anderen folgten ihm. Sie gelangten zu dem Raum, in dem man sie einquartiert hatte, und machten es sich dort gemütlich, um auf Ariane und Tagros zu warten.
    Schweigen breitete aus, es wollte kein rechtes Gespräch aufkommen. Nach einer Weile stand Shaniqua, die sich auf ein Bett gesetzt hatte, wieder auf und begann, im Raum herumzutigern.

    •  
      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 11th 2002
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    Dialae ging neben Tagros und Ito. Sie machte sich Sorgen um den Rat und die Boten. Ito sagte zu Tagros „Du auch mich aufpassen. Aha. Etwa so wie damals in… „ er erzählte munter weiter, so dass auch Dialae aus ihren Gedanken gerissen wurde und ihm zuhörte. Als sie einmal einwarf „War das wirklich so?“ nickten beide und Tagros fuhr fort zu berichten. Hinter ihnen gingen die anderen. Chre´wad in der Gleichmut mit der er auch dem Empfang beigewohnt hatte. Shaniqua hingegen grübelte über ihren Bruder. `Es war schon recht lange her das der Magier sie angesprochen hatte und sie seit dem verfolgte. Was mochte nur mit ihrem Bruder alles geschehen sein? Ariane ging bleich daneben. Bis sie unbemerkt von den anderen auf einmal stehen blieb. Sie hielt sich die Ohren zu, sie wollte es nicht mehr hören. Aber sie sah immer noch den Finger das Khardin auf sich zukommen und seine Worte `Du bist daran Schuld. Wegen Dir sind viele gute Männer umgekommen. Nur wegen Dir ist Arne jetzt in Gefangenschaft. Ganz allein Du bist daran Schuld.` Sie wollte es nicht mehr hören. Kopflos lief sie einfach den nächsten Gang hinein und rannte immer weiter. An mehreren Gruppen mit Ordenleuten kam sie vorbei, aber sie ignorierte sie einfach. Ganz außer Atem kam sie schließlich in einer großen Halle an. Es war der Ort des Totengedenkens im Morgengrauen gewesen. Sie verkroch sich in das Dunkel unter der Treppe.

    Nach einer Ewigkeit einsamer Trauer, wie ihr schien, hörte sie Schritte. Tagros betrat den Saal, mit besorgtem Gesicht. Suchend blickte er sich um, und Ariane wußte nicht, ob sie sich wünschen sollte, das er sie bemerkte, oder nicht. Schließlich aber entdeckte er sie, und ein wenig erleichtert sah sie ihm entgegen.
    Er lehnte sich neben sie an die Wand und rutschte an ihr herunter, bis er neben ihr saß. Schweigend sah er sie an und wartete. Eine Weile war es still, dran brachen schluchzend alle Sorgen aus Ariane heraus. Lange erzählte sie, was sie bedrückte, und danach schwiegen sie wieder. Ein Preardin, durch ihr Schluchzen aufmerksam geworden, betrat den Saal, ging aber wortlos, als er die beiden sah. Sie saßen lange wortlos da, während die Sonne einen x-förmigen Lichtfleck auf die nackten Steine warf.
    Schließlich sprach Tagros.
    „Unfug.“ war das erste, was er sagte. Ariane blickte ihn überrascht an. „Unfug!“ wiederholte Tagros mit Nachdruck. „Aus gleich zwei Gründen.
    Erstens waren die Schlußfolgerungen des Khardin logisch, aber sie gingen von falschen Vorraussetzungen aus. Dialaes Einwand war richtig: Ginge es dem Feind um Dich, dann hätte er Dich früher haben können. Man könnte denken, das er sich Deiner Wichtigkeit nicht bewußt war, aber das ist es nicht, denke ich.
    Dialae lag aber auch nicht ganz richtig. Er will uns nicht als Gruppe haben, wir sind einfach nur eine Gruppe. Es geht ihm schon um einen von uns, aber nicht um Dich.“
    Sie sah ihn fassungslos an.
    „Denk doch mal nach: Wen habt Ihr gejagt, als Arulatus Dich zur Mitreise überredet habt? Um wen ging es offensichtlich zuerst? Und wer von uns hat eine ganz besondere Eigenschaft, über die der Khardin nicht informiert ist?“
    Langsam dämmerte es Ariane. „Du meinst…?“
    „Genau. Es muß das Wandeln sein, was ihn interessiert. Eine interessante und seltene Eigenschaft… wer weiß, was er vorhat. Gab es da nicht auch irgendwas mit ihrer Familie…? Nun, es ist gleich. Wenn wir das jetzt wissen, haben wir schon viel erreicht. Ich habe nämlich keine Lust mehr, davonzulaufen.“ Er lächelte grimmig. „Auch, wenn wir uns jetzt davonschleichen, habe ich einige Ideen für ein paar nette Überraschungen für unseren geflügelten Freund. Aber all das ist nur ein Grund, weshalb Deine Sorgen Unfug sind.“
    Er wurde wieder ernst.
    „Der zweite Grund ist nämlich, das all diese Dinge doch nicht deinetwegen geschehen wären, selbst wenn Du die Ursache wärst. Das Ungeheuer, das hinter all dem steckt, hat das getan. Gib Dir nicht die Schuld an Dingen, die andere Deinetwegen tun. Denn Du hättest es nicht verhindern können.“
    Für Tagros schien die Sache damit schlichtweg erledigt. Ariane wurde die Zweifel zwar nicht so leicht los, aber Tagros glaubte offenbar, nach dieser kleinen Beweisführung müßten sich all ihre Sorgen in Luft aufgelöst haben. Ächzend stand er auf und strich seinen Überwurf glatt. Dann rückte er seine Stola gerade und reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. „Komm schon. Die anderen machen sich bestimmt Sorgen. Es gibt noch viel vorzubereiten.“

    Shaniqua war in ihre eigenen Gedanken versunken gewesen, als Ariane losrannte. Sie sah, wie Tagros ihr folgte und wollte ebenfalls losstürmen, doch irgendjemand hielt sie zurück. Shaniqua fuhr herum um ihn anzufauchen. Es war Ito. Das Fauchen konnte sie sich noch gerade verkneifen, aber sie warf ihm einen wütenden Blick aus ihren funkelnden gelben Augen zu. Doch er schien nichts zu bemerken. Völlig ungerührt sagte er: „Lass sie. Tagros wird sich um sie kümmern.“
    Mit diesen Worten ging er weiter, und die anderen folgten ihm. Sie gelangten zu dem Raum, in dem man sie einquartiert hatte, und machten es sich dort gemütlich, um auf Ariane und Tagros zu warten.
    Schweigen breitete aus, es wollte kein rechtes Gespräch aufkommen. Nach einer Weile stand Shaniqua, die sich auf ein Bett gesetzt hatte, wieder auf und begann, im Raum herumzutigern.

    Ariane griff nach der Hand und lies sich von Tagros hochziehen. Sie rieb sich ein wenig die verquollenen Augen und versuchte sich in einem Lächeln, was aber noch ein wenig gequält ausfiel. Zusammen gingen sie los. Dann fragte sie ihn „Wie hast Du mich überhaupt gefunden?“ Er verkniff sich das Lachen und meinte nur „Bei den vielen Leuten die Du fast über den Haufen gerannt hast, war es kein Problem Dir zu folgen.“ „Oh ja, stimmt, ja. Die werden jetzt aber bestimmt böse auf mich sein?“ zweifelnd schaute sie ihn an. Er schüttelte nur den Kopf „Sie werden eher denken, Du wirst bestimmt einen guten Grund gehabt haben, es so eilig zu haben, glaube ich.“ Sacht stieß er sie aufmunternd an und sie musste schon ein wenig Grinsen. Die dunklen Gedanken waren erst mal verflogen, während sie und Tagros zum Schlafraum gingen.

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      CommentAuthorErestor
    • CommentTimeMar 11th 2002
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    Langsam näherte sich die Karawane den Mienen. Die Sonne sank tiefer, verwandelte den Himmel in ein flammendes Inferno. Bedrohlich und kalt ragten die Berge in den Himmel hinauf, als bestünden sie aus schwarzem Glas, mit Ausnahme einiger scharfkantiger Ecken und Kanten auf denen die letzten Strahlen der Sonne über das Gestein tanzten und es blutig rot färbten. Ein grausamer Wind fegte von den mit blutrotem Schnee bedeckten Gipfeln herab, heulte in Felsschluchten und rieß mit seinen kalten Klauen unbarmherzig an Reitern und Pferden. Wundgescheuert ob der Fesseln und der für ihn ungewohnten Fortbewegungsweise wusste Blaue Kehle nicht ob der betrübt oder froh, ob der Tatsache, dass sie die Mienen erreichten hatten, sein sollte. Ailith schien immernoch bewußtlos, hing schlaff über den Sattel des Pferdes auf das man sie gebunden hatte. Als sie schließlich von einem großen in die Tiefe führenden Tunnel anhielten. Brennende Fackeln beleuchteten ihn, flackerndes Licht vollführte ein grausam anmutendes Schattenspiel an den Wänden, aus der Tiefe konnte man hin und wieder Schreie vernehmen, die dem Heulen des Windes kurz trotzen konnte, bevor sie von ihm zerrissen wurden. Blaue Kehle schauderte. Einer der Wächter trat neben ihn und löste jene seiner Fesseln, die ihm auf dem Pferd gehalten hatten. Blaue Kehle wollte vom Pferd klettern, aber seine durch den Ritt und die Unbeweglichkeit ob der bindenden Seile geschundenen Muskeln gehorchten nicht. Mit einem leisen, erschreckten Krächzen rutschte er ab und fiel vom Pferd. Hart schlug er auf den Boden auf. Die Wächter hielten dies wohl für einen möglich Fluchtversuch. Sofort umringten sie ihn mit gezückten Waffen. Blaue Kehle verharrte. Die Wächter beobachten ihn noch einen Moment angespannt, doch da er keinerlei Anstalten machte sich auch nur zur erheben, steckten sie ihre Waffen wieder zurück. Zwei packten Blaue Kehle und zogen ihn grob auf die Beine, sein empörtes Krächzen ignorierten sie schlichtweg. Ein anderer hatte inzwischen Ailith von ihrem Pferd gehoben und sie sich wie einen nassen Sack über die Schulter geworfen, ihre großen schwarzen Schwingen hingen schlaff herab und schleiften über den Boden. Geschwind trug er sie auf den Tunnel zu, umringt von einigen Wachen und zwei Magiern, welche Ailith nicht aus den Augen ließen. Auch Blaue Kehle wurde von Wachen umringt und grob auf den Tunnel zugestoßen. Ein letztes Mal wandte er sich krächzend um, erhaschte einen kurzen Blick auf den rotglühenden Abendhimmel, dann ging es hinab, hinab in das kalte, glühende Herz des Berges, von flackerndem Fackellicht gespenstisch erhellt.

    Zunächst gingen sie einen breiten Weg entlang, von dem wenige Seitenarme abgingen und leicht abschüssig war. Dann bogen sie in einen engen Gang ab, in dem wohl mal vor langer Zeit ein Erz abgeschlagen worden war. Er folgte der ehemaligen Erzader und stieg an. Von dort nahmen sie einen geraden, gut bearbeiteten Gang, der mit verschließbaren Türen gesichert war und gelangten endlich in einige Räume einer wohl größeren Anordnung von Räumen.
    Blaue Kehle wurde in zwei verbundene Räume gebracht, deren Ausgang durch eine starke Metalltür verschlossen wurde. Dort wurden ihm auch die Fesseln abgenommen. Ailith wurde durch weitere Räume getragen, währenddessen eine Geweihte der Gottheit der Reisen und der Barieren hinzukam. Sie besah sich Ailith nachdenklich. In einem Raum mit exotischen Utensilien wurde Ailith in einen Sessel gesetzt und die Geweihte unterhielt sich mit den beiden Magiern, während die Wachen Ailith weiterhin genau beobachteten.
    Gesbewa, die Geweihte: „So, sie ist also eine Dämonin, die in Elfengestalt in die untere Stadt kam und die Mauer zur inneren Stadt überwunden hat? Hmmm… auf Anhieb kann ich sie nicht einordnen, es gibt der Dämonen so viele Arten.“
    Powlut, ein Magier: „Ja, was immer sie da wollte. Auch war Prinzessin Dialae mit einigen Begleitern am selben Tag einige Stunden zuvor eingetroffen. Die beiden Gefangenen waren eine Weile mit ihr gereist und haben dann die Gruppe verlassen, als einer der Gruppe diese Dämonin verletzt hatte. Sie gab sich als Kind einer Elfe und eines Dämons aus, doch hat sie kaum eine elfische Mutter. Sie sieht zwar etwas elfisch aus, doch dürfte sie nur weing elfisches in sich haben.“
    Gesbewa: „Sie hatte es wohl eilig, dass sie mit ihrer Schwäche durch die Verletzung den Weg über die Mauer wagte.“
    Powlut: „Laut Dialae hatte sie gemeinsamm mit den anderen gegen einen anderen Dämonen gekämpft. Entweder ist sie ihm gegenüber feindlich gesonnen oder sie sind sich in ihren Zielen in die Quere gekommen.“
    Vrend‘a‘Quj, der andere Magier: „Ob dies auch jener Dämon ist, der unsere Stadt seit einiger Zeit beläßtigt? Er hat ja gerade in dieser Nacht vor der Mauerkletterei Baralur bessesen. - Immerhin hat die Dämonin ihn zu einer Dummheit verleitet.“ Er lächelte schwach. „Er zeigte sich und war genug abgelenkt, dass wir etwas seiner Struktur erkennen konnten.“
    Gesbewa erwiederte erstaunt: „Ihr konntet seine Struktur nachziehen? Das ist frohe Kunde! - Und mit ihr“, sie nickte zu Ailith hin, „können wir auch versuchen, ihn wirkungsvoll zu bannen.“
    Powlut: „Ja, desshalb und wegen der Erzählung Dialeas ist sie auch noch am Leben bzw. nicht den harten Weg verbannt. Wir sind hierhergekommen, damit, falls er es bemerkt und uns stören will, nicht die ganze Stadt darunter leidet. Auch kann er sich hier, und noch weniger in den flachen Höhlen, nicht in voller Macht zeigen, was uns zugute kommt.“
    Vrend‘a‘Quj: „Ich schlage vor, bringen wir sie zunächst ins flache Pentagramm. Es wird zwar nicht für sie bequem werden, doch dort ist sie selbst am wenigsten in Gefahr, noch kann sie von dort aus viel Gefahr verbreiten. Dann werde ich sehen, wie ein wirkungsvoller Bann gegen diese Dämonen über die Stadt und die Mienen gewirkt werden kann.“
    Gesbewa: „Ja, laß uns dies tun.“
    Sie beugte sich über Ailith und kontrollierte den Sitz und die Festigkeit der Fesseln. Auch erneuerte sie den Segen, der auf ihnen lag. „Haben sich meine Fesseln also als nützlich erwiesen.“ meinte sie beiläufig. Zwei der Wachen nahmen Ailith nun an Schulter und Füßen und trugen sie einige Räume weiter, zu den flachen Höhlen. Diese waren nur so hoch, wie Ailiths Unterschenkel lang waren. Eine dieser Höhlen war in der Form eines Pentagramms geformt, in die Ailith nun geschoben wurde. Der Durchmesser des inneren Teils des Stern entsprach ungefähr der doppelten Länge Ailiths. Die Wände waren mit besonderen Platten bedeckt, die wohl magisch oder sonstwie wirkten. Während Gesbewa sie beobachtete, um sie bei Bedarf ruhig zu stellen, nahm ihr Vrend‘a‘Quj die Fesseln ab. Dann schloß sich eine Tür hinter Ailith.

    Blaue Kehle bekam zweimal täglich zu essen und trinken. Auch entdeckte er in einem der beiden Räume ein Loch für seine Ausscheidungen. Die Luft war für die Tiefe der Höhle erstaunlich frisch.
    So gingen die Tage dahin und er hörte und sah nichts mehr von Ailith.
    Eines Tages oder Nachts wachte er aus einem unruhigen Schlaf auf, als er aufgeregte Rufe und Umhereilen in der Höhle hörte. Nach den Worten zu urteilen, die er verstand, versuchten sich die Bewohner entweder gegen etwas zu verteidigen oder etwas zu verjagen. Er wollte sich gerade wieder hinlegen, als ihm sehr kalt wurde und er sich an die Gerüchte in der Stadt erinnerte.
    Kurze Zeit darauf kamen drei Wachen in seine Räume und und suchten sie mit einem Kristalsplitter ab. In einer Ecke fanden sie ein kleines Wesen, was wohl durch die Lüftung hineingekommen war und vertrieben es. „Na, das haben wir ja überstanden.“, meinte einer der Wachen, „zu dir konnte nur der kleine vordringen. Morgen kehrt auch Gesbewa aus Tar‘Karweth zurück. Dann ist deine Langeweile zuende.“

    Am folgenden Tag hörte Blaue Kehle geschäftiges Treiben in den Höhlen. Dann wurde er zu Gesbewa geführt, die an einem Art Schrein auf ihn wartete.
    „Ihr kommt von weit her, Reisender“, fing sie an zu sprechen, „und wurded auf Eure Reise vorbereitet. So erlaubt dieser Sack Euch euch mit uns zu unterhalten. So nehmt ihn wieder und nutzt ihn, da wir noch einiges wissen wollen.“
    Sie gab ihm den Lautsack.
    „Ihr wolltet in die Bibliothek, sagtet ihr. Daher haben wir mal selbst nachgesehen, was in der Bibliothek über Euch zu finden ist. Wir fanden tatsächlich einige Dokumente, die unter anderem Euer Volk beschreiben.“
    Sie trat an einen Tisch, auf dem einige Rollen lagen, und öffnete eine von ihnen.
    „Nur leider ist uns die Sprache unbekannt. Auch die Bilder, auf denen wir Euer Volk wiedererkannten, stellen es nicht sehr vorteilhaft dar, sondern als gräßlichen Feind. Kommt her und erläutert uns diese Schriften.“
    Blaue Kehle trat an den Tisch und besah sich die Rolle mit dem Text und einigen Bildern.
    Sie stammte von ihren Feinden, den Feuerwerfern. Die Schrift erkannte er wieder, doch war die Sprache auch ihm fremd. Doch immerhin war sie ähnlich genug einer Sprache, die er einmal in seiner Jugend gelernt hatte, dass er einige Worte und Zusammenhänge erraten konnte.
    So studierte er eine Weile den Text, insgeheim froh, dass etwas aus seiner Welt bereits vor ihm selbst hierher gekommen war. Und dass dieses auch noch in jener Stadt aufbewahrt wurde, in die ihn Dialae geführt hatte.
    Gesbewa hörte ihm interessiert zu, als er ihr zunächst von den Feuerwerfern berichtete, die Bilder deutete und jene Textteile beschrieb, bei denen er etwas erraten konnte.
    Die Feuerwerfer sind kleine, gedungene Wesen, mit feuchter Haut, die in den Sümpfen und an Ufern leben. Seit langer Zeit sind sie die Feinde. Sie kommen die Flüsse hinauf und fressen in Unmengen die roten heiligen Beeren. Die Feindschaft mag über die Beeren entstanden sein, doch inzwischen streiten sie um ihren Lebensraum und dessen Gestaltung. Die Vögel brauchen trockenen Boden für ihre Nester, die Feuerwerfer ziehen Sumpf und flache Gewässer vor.
    Die Bilder zeigen Szenen einer Schlacht, die vor längerer Zeit geschlagen wurde: Im Vordergrund kämpfen die Feuerwerfer vom Sumpf aus. An diesen schliet sich eine Uferzone an, in der die Vogelkrieger kmpfen und durch Feuer getroffen fallen. Weiter im Hintergrund können Meister der verborgenen Künste erkannt werden, die von dort den Kampf zu beeinflussen versuchen. Im Himmel waren große fliegende Vögel zu sehen, die mit den Vogelkriegern verbündet waren.
    In diesen Bildern waren viele Vögel brennend gemalt um den Erfolg der Feuerwerfer zu zeigen, und die wiedergekehrten Krieger als auch die Flieger waren besonders häßlich dargestellt. Bei den wiedergekehrten wurden die Verletzungen und die Straffheit der Haut über den Knochen besonders hervorgehoben. Die Flieger waren falsch proportioniert und mit betonten Schnabel und Krallen.

    „Ihr seid auf einer langen Reise und habt, so scheint es, den richtigen Weg gewählt. Ihr habt eine Gesellschaft gefunden, die Euch zu jenen Schriften Eurer Heimat wieß. Ihr habt die Beeren gefunden und einen großen Weg zu der Quelle. Der an Namen reiche muß Euch wohl gesonnen sein. Laßt uns ihn anrufen und um Hilfe bitten, dass die Reise von Erfolg gekrönt sein wird, dass die Bariere, die errichtet wurde, umgangen oder durchbrochen wird.“ sprach Gesbewa. „Komm mit zum Schrein.“ lächelte sie Blaue Kehle an.
    Blaue Kehle trat vor den Schrein, in dem Gesbewa zwei Kerzen anzündete, die ziemlich rauchten. Der Schrein bestand aus einem verschlossenem unteren Teil, der etwa bis zur Hüfte Gesbewas reichte, und einem offenen Teil, in dem unten die beiden Kerzen standen und der oben von einem auf zwei Säulen ruhendem Dach begrenzt wurde. Er war ungefähr eine Handlänge Gesbewas tief.
    Auf nicht erkennbare Weise sammelte sich bald Rauch in dem oberen Teil anstatt wie zuvor weiter aufzusteigen und durch einen Kamin abzuziehen. Er bildete dort Formen und zum Teil konnte man glauben, man sähe einen schnell durcheilten Weg.
    „Denkt an Euren Weg und Eure Aufgabe. Wir können hinweise auf Euren Weg und auf Hilfsmittel erlangen, sofern ER Euch wohlgesonnen ist.“
    Blaue Kehle dachte an die Quelle, an seine Freunde in seiner Heimat, die nun schon seit einiger Zeit nicht mehr wiederkehrten.
    Der Rauch änderte sich, dehnte sich in die Wand hinter dem Schrein aus und ließ vorne einen freien Platz, der ein klares Bild zeigte. Durch die Ausdehnung in die Wand hinein, war der freie Platz tiefer als eine Handlänge. Das „Bild“ zeigte ein Wesen, von einer Gestalt, die als dämonisch bezeichent werden konnte, das einen jungen Menschen an einem Gestell festband. Dann änderte sich die Art der Darstellung: die Farben verblaßten und neue Strukturen überlagerten sich bunt dem nun farblosen Bild. Waren dies mystische, magische Strukturen? Von dem Wesen liefen zuckende Bänder in grün in das Gestell mit dem Menschen. In diesem waren schwach rosa Wolken zu erkennen. Zu dem Wesen hin lief pulsierend ein Band, das farblich zwischen einem hellen rot und einem dunklem purpur schwankte. Nun folgte das Bild diesem Band und entfernte sich von dem Wesen. Das Band wurde von einer grünlich gelben Röhre eingefaßt, die wohl zu anderen Welten führte. Dann wurde ein großer roter See sichtbar, in dem die Röhre ihr anderes Ende hatte. Eine Seite des Sees wurde durch einen gelben Damm gebildet.
    Als Blaue Kehle das Wesen sah, dachte er an Arulatus, den Greifen und dessen Reiter als auch an die verlassen Gefährten. Diese Gedanken kehrten wieder, als er den Damm sah und dachte, dieser ist die zu überwindende Bariere.
    Nun traten Rauchschwaden in das Bild und verdeckten es kurzzeitig. Da sie nun weniger intensiv der Darstellung folgten, hörten sie von dem Gang mehrere schnelle Schritte, die jedoch an Gesbewas Räumen vorbeiliefen.
    Als der Blick wieder klar wurde, war eine Landschaft mit Wald zu sehen. Dann konnte man eine Burg erkennen, zu der ein Weg führte. Vor dem Tor der Burg war ein Teil der Erde verbrannt.
    „Die Burg erkenne ich.“, sagte Gesbewa, „es ist eine Burg des Ordens des Erbauers nicht weit von hier. Ein Bild des Inneren der Burg werden wir nicht zu sehen bekommen. Tagros mag von dort kommen und Dialae mag nun mit ihm und den anderen dort sein.“
    Das Bild änderte sich wieder und folgte einem Weg von der Burg fort. Doch ehe Blaue Kehle oder Gesbewa erkennen konnten, in welche Richtung, stieß etwas heftig von hinten an Blaue Kehle, dass er aufschrieh, seine Flügel etwas spreizte und einen Schritt nach vorne, zum Schrein hin, machte um nicht umzufallen. Dabei gerieten einige seiner Federn in eine der beiden Kerzen im Schrein und verkokelten mit starker Rauchbildung.
    Gesbewa blickte erschrocken auf Blaue Kehle und sah hinter ihm ein kleines scheinbar seit langem hungerndes Wesen, was wieder weglaufen wollte. Doch nun kamen zwei Wachen in den Raum, um es zu fangen. Das Wesen sah diese, machte nocheinmal kehrt und sprang auf den Schrein zu.
    Dort hatte sich der Rauch wieder gelichtet und ermöglichte den Blick auf ein neues Bild: Der Greif war zu sehen, wie er von zwei großen Krallen gehalten immer höher getragen wurde. Hinter/unter ihm war der Boden nur noch sehr weit weg zu erkennen. Der Greif versuchte verzweifelt sich zu befreien und atmete immer heftiger, doch schon bald wurde er zu schwach von der nicht mehr ausreichenden Luft.
    Das Wesen sah dieses und dachte wohl, dass dort eine Öffnung sei. Es sprang genau in dieses Bild hinein, prallte jedoch an der Wand, die zwar nicht zu sehen, aber dennoch vorhanden war, ab, und fiel zwischen die Kerzen.
    Das alles dauerte nur einige Sekunden. Gesbewa wollte gerade die Kerzen löschen und das Wesen den Wachen reichen, als sich der Rauch vom Schrein weg ausbreitete und ein immer größeren Bereich umgab, der völlig dunkel war bis auf zwei benachbarte rötliche Punkte in einiger Entfernung. Dieser Bereich hatte sich bereits auf die gesammte Wand ausgebreitet, der Schrein war nicht mehr zu sehen, und es strömte eine eisige Kälte aus diesem Bereich in den Raum.

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      CommentAuthorErestor
    • CommentTimeMar 11th 2002
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    Hallo,
    ich werde nun Blaue Kehle zur Hauptgruppe aufschließen lassen. Ailith mag wieder aufwachen und dann selbst handeln. Falls gewünscht, werde ich wieder die Leute der Mine agieren lassen.
    Zu den Neuen: Ein herzliches „Willkommen“! Nur warum hat sich denn keiner Blaue Kehle hinzugesellt?

    Liebe Grüße Andreas

    •  
      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 17th 2002
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    Shaniqua war in ihre eigenen Gedanken versunken gewesen, als Ariane losrannte. Sie sah, wie Tagros ihr folgte und wollte ebenfalls losstürmen, doch irgendjemand hielt sie zurück. Shaniqua fuhr herum um ihn anzufauchen. Es war Ito. Das Fauchen konnte sie sich noch gerade verkneifen, aber sie warf ihm einen wütenden Blick aus ihren funkelnden gelben Augen zu. Doch er schien nichts zu bemerken. Völlig ungerührt sagte er: „Lass sie. Tagros wird sich um sie kümmern.“
    Mit diesen Worten ging er weiter, und die anderen folgten ihm. Sie gelangten zu dem Raum, in dem man sie einquartiert hatte, und machten es sich dort gemütlich, um auf Ariane und Tagros zu warten.
    Schweigen breitete aus, es wollte kein rechtes Gespräch aufkommen. Nach einer Weile stand Shaniqua, die sich auf ein Bett gesetzt hatte, wieder auf und begann, im Raum herumzutigern.

    Ariane griff nach der Hand und lies sich von Tagros hochziehen. Sie rieb sich ein wenig die verquollenen Augen und versuchte sich in einem Lächeln, was aber noch ein wenig gequält ausfiel. Zusammen gingen sie los. Dann fragte sie ihn „Wie hast Du mich überhaupt gefunden?“ Er verkniff sich das Lachen und meinte nur „Bei den vielen Leuten die Du fast über den Haufen gerannt hast, war es kein Problem Dir zu folgen.“ „Oh ja, stimmt, ja. Die werden jetzt aber bestimmt böse auf mich sein?“ zweifelnd schaute sie ihn an. Er schüttelte nur den Kopf „Sie werden eher denken, Du wirst bestimmt einen guten Grund gehabt haben, es so eilig zu haben, glaube ich.“ Sacht stieß er sie aufmunternd an und sie musste schon ein wenig Grinsen. Die dunklen Gedanken waren erst mal verflogen, während sie und Tagros zum Schlafraum gingen.

    Shaniqua war schließlich ans Fenster geteten. sie blikte hinunter auf die steinernen Mauern der Feste und seufzte. Sie konnte es kaum erwarten, wieder aufzubrechen, sie fühlte sich hier immer noch mehr als unwohl. Ein wenig aber wurde ihre Freude getrübt durch die Tatsache, dass Ito sie begleiten sollte. Er war ihr irgendwie… suspekt, sie konnte ihm einfach nicht einschätzen.
    Auf einmal hörte sie Schritte sich der Tür nähern. Sie drehte sich um, und Ariane und Tagros traten ein. Ariane wirkte nocht etwas verheult, aber erleichtert, Tagros schien sehr zufriedenmit sich zu sein. Shaniqua ging zu Ariane und nahm sie in den Arm. Dann fragte sie: „Was war denn los?“
    Ariane war froh, dass Shaniqua sich um sie sorgte, aber sie mochte ihr auch nicht erzählen, worüber sie mit Tagros geredet hatte. „Ach es war nichts Schlimmes, ich war nur etwas durcheinander, nach allem was der Khardin gesagt hat und so.“ Sie schniefte noch einmal, dann sah sie die anderen an. „Sagt mal, habt ihr nicht auch Hunger? Ist nicht langsam Zeit fürs Frühstück?“

    •  
      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeMar 17th 2002
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    Shaniqua war in ihre eigenen Gedanken versunken gewesen, als Ariane losrannte. Sie sah, wie Tagros ihr folgte und wollte ebenfalls losstürmen, doch irgendjemand hielt sie zurück. Shaniqua fuhr herum um ihn anzufauchen. Es war Ito. Das Fauchen konnte sie sich noch gerade verkneifen, aber sie warf ihm einen wütenden Blick aus ihren funkelnden gelben Augen zu. Doch er schien nichts zu bemerken. Völlig ungerührt sagte er: „Lass sie. Tagros wird sich um sie kümmern.“
    Mit diesen Worten ging er weiter, und die anderen folgten ihm. Sie gelangten zu dem Raum, in dem man sie einquartiert hatte, und machten es sich dort gemütlich, um auf Ariane und Tagros zu warten.
    Schweigen breitete aus, es wollte kein rechtes Gespräch aufkommen. Nach einer Weile stand Shaniqua, die sich auf ein Bett gesetzt hatte, wieder auf und begann, im Raum herumzutigern.

    Ariane griff nach der Hand und lies sich von Tagros hochziehen. Sie rieb sich ein wenig die verquollenen Augen und versuchte sich in einem Lächeln, was aber noch ein wenig gequält ausfiel. Zusammen gingen sie los. Dann fragte sie ihn „Wie hast Du mich überhaupt gefunden?“ Er verkniff sich das Lachen und meinte nur „Bei den vielen Leuten die Du fast über den Haufen gerannt hast, war es kein Problem Dir zu folgen.“ „Oh ja, stimmt, ja. Die werden jetzt aber bestimmt böse auf mich sein?“ zweifelnd schaute sie ihn an. Er schüttelte nur den Kopf „Sie werden eher denken, Du wirst bestimmt einen guten Grund gehabt haben, es so eilig zu haben, glaube ich.“ Sacht stieß er sie aufmunternd an und sie musste schon ein wenig Grinsen. Die dunklen Gedanken waren erst mal verflogen, während sie und Tagros zum Schlafraum gingen.

    Shaniqua war schließlich ans Fenster geteten. sie blikte hinunter auf die steinernen Mauern der Feste und seufzte. Sie konnte es kaum erwarten, wieder aufzubrechen, sie fühlte sich hier immer noch mehr als unwohl. Ein wenig aber wurde ihre Freude getrübt durch die Tatsache, dass Ito sie begleiten sollte. Er war ihr irgendwie… suspekt, sie konnte ihm einfach nicht einschätzen.
    Auf einmal hörte sie Schritte sich der Tür nähern. Sie drehte sich um, und Ariane und Tagros traten ein. Ariane wirkte nocht etwas verheult, aber erleichtert, Tagros schien sehr zufriedenmit sich zu sein. Shaniqua ging zu Ariane und nahm sie in den Arm. Dann fragte sie: „Was war denn los?“
    Ariane war froh, dass Shaniqua sich um sie sorgte, aber sie mochte ihr auch nicht erzählen, worüber sie mit Tagros geredet hatte. „Ach es war nichts Schlimmes, ich war nur etwas durcheinander, nach allem was der Khardin gesagt hat und so.“ Sie schniefte noch einmal, dann sah sie die anderen an. „Sagt mal, habt ihr nicht auch Hunger? Ist nicht langsam Zeit fürs Frühstück?“

    Dialae stand erneut am Fenster und schaute in den Himmel, an dessen Horizont ein leichtes Leuchten anzeigte, daß der Tag nicht mehr fern war. Die Sterne funkelten noch hell und keine Wolke verdeckte die Aussicht. Die Elfe hatte sich nicht gerührt, als Tagros und Ariane eingetreten waren und reagierte auch nicht auf Arianes gut gemeinte Frage. Sie schloß nur kurz die Augen und seufzte leise. Der Wind blies leicht durch das offene Fenster und umspielte sanft ihr Haar, das den Schimmer der Sterne einzufangen schien. Dann lehnte sie sich mit den Armen auf die Fensterbank, die aus einem Block Stein gehauen war, und stützte das Kinn auf ihre Hand. Der Wind trug ein kaum vernehmbares „Ich komme“ von ihren Lippen hinaus bis in ihre Heimat.

    •  
      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeMar 18th 2002
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    At 17.03.0222:34, Juvienne wrote:
    >Shaniqua war in ihre eigenen Gedanken versunken gewesen, als Ariane losrannte. Sie sah, wie Tagros ihr folgte und wollte ebenfalls losstürmen, doch irgendjemand hielt sie zurück. Shaniqua fuhr herum um ihn anzufauchen. Es war Ito. Das Fauchen konnte sie sich noch gerade verkneifen, aber sie warf ihm einen wütenden Blick aus ihren funkelnden gelben Augen zu. Doch er schien nichts zu bemerken. Völlig ungerührt sagte er: „Lass sie. Tagros wird sich um sie kümmern.“
    >Mit diesen Worten ging er weiter, und die anderen folgten ihm. Sie gelangten zu dem Raum, in dem man sie einquartiert hatte, und machten es sich dort gemütlich, um auf Ariane und Tagros zu warten.
    >Schweigen breitete aus, es wollte kein rechtes Gespräch aufkommen. Nach einer Weile stand Shaniqua, die sich auf ein Bett gesetzt hatte, wieder auf und begann, im Raum herumzutigern.
    >
    >Ariane griff nach der Hand und lies sich von Tagros hochziehen. Sie rieb sich ein wenig die verquollenen Augen und versuchte sich in einem Lächeln, was aber noch ein wenig gequält ausfiel. Zusammen gingen sie los. Dann fragte sie ihn „Wie hast Du mich überhaupt gefunden?“ Er verkniff sich das Lachen und meinte nur „Bei den vielen Leuten die Du fast über den Haufen gerannt hast, war es kein Problem Dir zu folgen.“ „Oh ja, stimmt, ja. Die werden jetzt aber bestimmt böse auf mich sein?“ zweifelnd schaute sie ihn an. Er schüttelte nur den Kopf „Sie werden eher denken, Du wirst bestimmt einen guten Grund gehabt haben, es so eilig zu haben, glaube ich.“ Sacht stieß er sie aufmunternd an und sie musste schon ein wenig Grinsen. Die dunklen Gedanken waren erst mal verflogen, während sie und Tagros zum Schlafraum gingen.
    >
    >Shaniqua war schließlich ans Fenster geteten. sie blikte hinunter auf die steinernen Mauern der Feste und seufzte. Sie konnte es kaum erwarten, wieder aufzubrechen, sie fühlte sich hier immer noch mehr als unwohl. Ein wenig aber wurde ihre Freude getrübt durch die Tatsache, dass Ito sie begleiten sollte. Er war ihr irgendwie… suspekt, sie konnte ihm einfach nicht einschätzen.
    >Auf einmal hörte sie Schritte sich der Tür nähern. Sie drehte sich um, und Ariane und Tagros traten ein. Ariane wirkte nocht etwas verheult, aber erleichtert, Tagros schien sehr zufriedenmit sich zu sein. Shaniqua ging zu Ariane und nahm sie in den Arm. Dann fragte sie: „Was war denn los?“
    >Ariane war froh, dass Shaniqua sich um sie sorgte, aber sie mochte ihr auch nicht erzählen, worüber sie mit Tagros geredet hatte. „Ach es war nichts Schlimmes, ich war nur etwas durcheinander, nach allem was der Khardin gesagt hat und so.“ Sie schniefte noch einmal, dann sah sie die anderen an. „Sagt mal, habt ihr nicht auch Hunger? Ist nicht langsam Zeit fürs Frühstück?“
    >
    >Dialae stand erneut am Fenster und schaute in den Himmel, an dessen Horizont ein leichtes Leuchten anzeigte, daß der Tag nicht mehr fern war. Die Sterne funkelten noch hell und keine Wolke verdeckte die Aussicht. Die Elfe hatte sich nicht gerührt, als Tagros und Ariane eingetreten waren und reagierte auch nicht auf Arianes gut gemeinte Frage. Sie schloß nur kurz die Augen und seufzte leise. Der Wind blies leicht durch das offene Fenster und umspielte sanft ihr Haar, das den Schimmer der Sterne einzufangen schien. Dann lehnte sie sich mit den Armen auf die Fensterbank, die aus einem Block Stein gehauen war, und stützte das Kinn auf ihre Hand. Der Wind trug ein kaum vernehmbares „Ich komme“ von ihren Lippen hinaus bis in ihre Heimat.

    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    •  
      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 20th 2002
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    Dialae stand erneut am Fenster und schaute in den Himmel, an dessen Horizont ein leichtes Leuchten anzeigte, daß der Tag nicht mehr fern war. Die Sterne funkelten noch hell und keine Wolke verdeckte die Aussicht. Die Elfe hatte sich nicht gerührt, als Tagros und Ariane eingetreten waren und reagierte auch nicht auf Arianes gut gemeinte Frage. Sie schloß nur kurz die Augen und seufzte leise. Der Wind blies leicht durch das offene Fenster und umspielte sanft ihr Haar, das den Schimmer der Sterne einzufangen schien. Dann lehnte sie sich mit den Armen auf die Fensterbank, die aus einem Block Stein gehauen war, und stützte das Kinn auf ihre Hand. Der Wind trug ein kaum vernehmbares „Ich komme“ von ihren Lippen hinaus bis in ihre Heimat.

    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    Shaniqua war zu verblüfft, um zu antworten. Nun, gut zu wissen, dass es Ito mit ihr anscheinend eben so ging wie andersherum. Er war merkwürdig, aber Shaniqua konnte nicht leugnen, dass er sie interessierte… Aber die Angst, was er von ihrer Gabe halten mochte, verließ sie nicht. Dennoch beschloß sie, auf seinen Rat zu hören. Schaden konnte es nicht.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 20th 2002
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    Dialae stand erneut am Fenster und schaute in den Himmel, an dessen Horizont ein leichtes Leuchten anzeigte, daß der Tag nicht mehr fern war. Die Sterne funkelten noch hell und keine Wolke verdeckte die Aussicht. Die Elfe hatte sich nicht gerührt, als Tagros und Ariane eingetreten waren und reagierte auch nicht auf Arianes gut gemeinte Frage. Sie schloß nur kurz die Augen und seufzte leise. Der Wind blies leicht durch das offene Fenster und umspielte sanft ihr Haar, das den Schimmer der Sterne einzufangen schien. Dann lehnte sie sich mit den Armen auf die Fensterbank, die aus einem Block Stein gehauen war, und stützte das Kinn auf ihre Hand. Der Wind trug ein kaum vernehmbares „Ich komme“ von ihren Lippen hinaus bis in ihre Heimat.

    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    Shaniqua war zu verblüfft, um zu antworten. Nun, gut zu wissen, dass es Ito mit ihr anscheinend eben so ging wie andersherum. Er war merkwürdig, aber Shaniqua konnte nicht leugnen, dass er sie interessierte… Aber die Angst, was er von ihrer Gabe halten mochte, verließ sie nicht. Dennoch beschloß sie, auf seinen Rat zu hören. Schaden konnte es nicht.

    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, `vielleicht kommt meines ja auch wieder.`

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      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeMar 20th 2002
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    Dialae stand erneut am Fenster und schaute in den Himmel, an dessen Horizont ein leichtes Leuchten anzeigte, daß der Tag nicht mehr fern war. Die Sterne funkelten noch hell und keine Wolke verdeckte die Aussicht. Die Elfe hatte sich nicht gerührt, als Tagros und Ariane eingetreten waren und reagierte auch nicht auf Arianes gut gemeinte Frage. Sie schloß nur kurz die Augen und seufzte leise. Der Wind blies leicht durch das offene Fenster und umspielte sanft ihr Haar, das den Schimmer der Sterne einzufangen schien. Dann lehnte sie sich mit den Armen auf die Fensterbank, die aus einem Block Stein gehauen war, und stützte das Kinn auf ihre Hand. Der Wind trug ein kaum vernehmbares „Ich komme“ von ihren Lippen hinaus bis in ihre Heimat.

    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    Shaniqua war zu verblüfft, um zu antworten. Nun, gut zu wissen, dass es Ito mit ihr anscheinend eben so ging wie andersherum. Er war merkwürdig, aber Shaniqua konnte nicht leugnen, dass er sie interessierte… Aber die Angst, was er von ihrer Gabe halten mochte, verließ sie nicht. Dennoch beschloß sie, auf seinen Rat zu hören. Schaden konnte es nicht.

    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘

    „Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeMar 20th 2002
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    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    Shaniqua war zu verblüfft, um zu antworten. Nun, gut zu wissen, dass es Ito mit ihr anscheinend eben so ging wie andersherum. Er war merkwürdig, aber Shaniqua konnte nicht leugnen, dass er sie interessierte… Aber die Angst, was er von ihrer Gabe halten mochte, verließ sie nicht. Dennoch beschloß sie, auf seinen Rat zu hören. Schaden konnte es nicht.

    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘

    „Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.

    „Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“

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      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeMar 21st 2002
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    Nach einiger Zeit machte sich die kleine Gruppe unter Tagros‘ Führung auf, Arianes Vorschlag nachzukommen und zu frühstücken. Wieder durchstreiften sie die endlosen steinernen Gänge der Feste. Ito ließ sich während des Gehens ans Ende der Gruppe zu Shaniqua zurückfallen. Zuerst ging er stumm neben ihr her, dann begann er, ohne sie anzuschauen, kaum hörbar zu sprechen: „Es ist offensichtlich, daß Ihr mir nicht traut, wehrte Shaniqua, und das ist nur recht so. Ihr habt keinen Grund dazu, außer vielleicht Tagros‘ Wort. Und um ehrlich zu sein, ich traue Euch ebenso wenig, bisher zumindest. Ihr verbergt etwas, und man braucht keinen scharfen Blick, um das zu erkennen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll Euch gegenüber. Welchen Grund sollte ich auch haben? Und Ihr seid auch nicht die einzige in dieser Gruppe, die mir suspekt ist. Aber wie gesagt, ich bin nicht Euer Feind, genauso wie ich hoffe, daß Ihr nicht meiner seid. Nehmt nur folgenden Rat von mir, ob Ihr ihn befolgt ist natürlich Eure Angelegenheit: Was immer Ihr zu verbergen habt, mit Eurem momentanen Verhalten macht Ihr mehr Leute darauf aufmerksam, als daß Ihr sie davon ablenkt. Wenn Ihr meint, etwas verstecken zu wollen, schließt es vollständig ein und laßt nicht die Hälfte offen liegen. Es gibt Menschen mit einem schärferen Blick und einem schärferen Verstand als die Khardin. Denkt an meine Worte.“ Dann ging er weiter neben ihr, als wäre nie ein Wort über seine Lippen gekommen. Keiner der anderen schien etwas gehört zu haben. Seine Miene schien wie aus Stein gemeißelt.

    Shaniqua war zu verblüfft, um zu antworten. Nun, gut zu wissen, dass es Ito mit ihr anscheinend eben so ging wie andersherum. Er war merkwürdig, aber Shaniqua konnte nicht leugnen, dass er sie interessierte… Aber die Angst, was er von ihrer Gabe halten mochte, verließ sie nicht. Dennoch beschloß sie, auf seinen Rat zu hören. Schaden konnte es nicht.

    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘

    „Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.

    „Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“

    Die Elfe überlegte kurz und strich sich das braune Haar hinter das Ohr. „Hmm… Es ist schwierig, zu schätzen, wie lange wir von hier aus brauchen werden. Dazu kommt, daß der Khardin und angeraten hat, Schleichwege zu nehmen, damit wir nicht entdeckt werden.“ Sie tippte sich mit einem Finger an die Lippe. „Außerdem müssen wir noch den Varnil Althrat überqueren. Das ist ein großer Gebirgszug. …Ob die pässe wohl frei sind? Ich hoffe es, sonst müssen wir lange warten, oder versuchen um die Berge herum zu laufen. Du siehst, ich kann unmöglich eindeutig sagen wie lange unsere Reise dauern wird.“ Shaniqua sah sie etwas verstört an. Das alles klang als läge ihr Ziel auf der anderen Seite des Kontinents. Dialae bemerkte ihren Unmut und fügte hastig hinzu: „Ein Monat, wenn wir schnell sind. Vielleicht zwei, wenn wir nur schlecht vorankommen.“

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      CommentAuthorErestor
    • CommentTimeMar 22nd 2002
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    Langsam näherte sich die Karawane den Mienen. Die Sonne sank tiefer, verwandelte den Himmel in ein flammendes Inferno. Bedrohlich und kalt ragten die Berge in den Himmel hinauf, als bestünden sie aus schwarzem Glas, mit Ausnahme einiger scharfkantiger Ecken und Kanten auf denen die letzten Strahlen der Sonne über das Gestein tanzten und es blutig rot färbten. Ein grausamer Wind fegte von den mit blutrotem Schnee bedeckten Gipfeln herab, heulte in Felsschluchten und rieß mit seinen kalten Klauen unbarmherzig an Reitern und Pferden. Wundgescheuert ob der Fesseln und der für ihn ungewohnten Fortbewegungsweise wusste Blaue Kehle nicht ob der betrübt oder froh, ob der Tatsache, dass sie die Mienen erreichten hatten, sein sollte. Ailith schien immernoch bewußtlos, hing schlaff über den Sattel des Pferdes auf das man sie gebunden hatte. Als sie schließlich von einem großen in die Tiefe führenden Tunnel anhielten. Brennende Fackeln beleuchteten ihn, flackerndes Licht vollführte ein grausam anmutendes Schattenspiel an den Wänden, aus der Tiefe konnte man hin und wieder Schreie vernehmen, die dem Heulen des Windes kurz trotzen konnte, bevor sie von ihm zerrissen wurden. Blaue Kehle schauderte. Einer der Wächter trat neben ihn und löste jene seiner Fesseln, die ihm auf dem Pferd gehalten hatten. Blaue Kehle wollte vom Pferd klettern, aber seine durch den Ritt und die Unbeweglichkeit ob der bindenden Seile geschundenen Muskeln gehorchten nicht. Mit einem leisen, erschreckten Krächzen rutschte er ab und fiel vom Pferd. Hart schlug er auf den Boden auf. Die Wächter hielten dies wohl für einen möglich Fluchtversuch. Sofort umringten sie ihn mit gezückten Waffen. Blaue Kehle verharrte. Die Wächter beobachten ihn noch einen Moment angespannt, doch da er keinerlei Anstalten machte sich auch nur zur erheben, steckten sie ihre Waffen wieder zurück. Zwei packten Blaue Kehle und zogen ihn grob auf die Beine, sein empörtes Krächzen ignorierten sie schlichtweg. Ein anderer hatte inzwischen Ailith von ihrem Pferd gehoben und sie sich wie einen nassen Sack über die Schulter geworfen, ihre großen schwarzen Schwingen hingen schlaff herab und schleiften über den Boden. Geschwind trug er sie auf den Tunnel zu, umringt von einigen Wachen und zwei Magiern, welche Ailith nicht aus den Augen ließen. Auch Blaue Kehle wurde von Wachen umringt und grob auf den Tunnel zugestoßen. Ein letztes Mal wandte er sich krächzend um, erhaschte einen kurzen Blick auf den rotglühenden Abendhimmel, dann ging es hinab, hinab in das kalte, glühende Herz des Berges, von flackerndem Fackellicht gespenstisch erhellt.

    Zunächst gingen sie einen breiten Weg entlang, von dem wenige Seitenarme abgingen und leicht abschüssig war. Dann bogen sie in einen engen Gang ab, in dem wohl mal vor langer Zeit ein Erz abgeschlagen worden war. Er folgte der ehemaligen Erzader und stieg an. Von dort nahmen sie einen geraden, gut bearbeiteten Gang, der mit verschließbaren Türen gesichert war und gelangten endlich in einige Räume einer wohl größeren Anordnung von Räumen.
    Blaue Kehle wurde in zwei verbundene Räume gebracht, deren Ausgang durch eine starke Metalltür verschlossen wurde. Dort wurden ihm auch die Fesseln abgenommen. Ailith wurde durch weitere Räume getragen, währenddessen eine Geweihte der Gottheit der Reisen und der Barieren hinzukam. Sie besah sich Ailith nachdenklich. In einem Raum mit exotischen Utensilien wurde Ailith in einen Sessel gesetzt und die Geweihte unterhielt sich mit den beiden Magiern, während die Wachen Ailith weiterhin genau beobachteten.
    Gesbewa, die Geweihte: „So, sie ist also eine Dämonin, die in Elfengestalt in die untere Stadt kam und die Mauer zur inneren Stadt überwunden hat? Hmmm… auf Anhieb kann ich sie nicht einordnen, es gibt der Dämonen so viele Arten.“
    Powlut, ein Magier: „Ja, was immer sie da wollte. Auch war Prinzessin Dialae mit einigen Begleitern am selben Tag einige Stunden zuvor eingetroffen. Die beiden Gefangenen waren eine Weile mit ihr gereist und haben dann die Gruppe verlassen, als einer der Gruppe diese Dämonin verletzt hatte. Sie gab sich als Kind einer Elfe und eines Dämons aus, doch hat sie kaum eine elfische Mutter. Sie sieht zwar etwas elfisch aus, doch dürfte sie nur weing elfisches in sich haben.“
    Gesbewa: „Sie hatte es wohl eilig, dass sie mit ihrer Schwäche durch die Verletzung den Weg über die Mauer wagte.“
    Powlut: „Laut Dialae hatte sie gemeinsamm mit den anderen gegen einen anderen Dämonen gekämpft. Entweder ist sie ihm gegenüber feindlich gesonnen oder sie sind sich in ihren Zielen in die Quere gekommen.“
    Vrend‘a‘Quj, der andere Magier: „Ob dies auch jener Dämon ist, der unsere Stadt seit einiger Zeit beläßtigt? Er hat ja gerade in dieser Nacht vor der Mauerkletterei Baralur bessesen. - Immerhin hat die Dämonin ihn zu einer Dummheit verleitet.“ Er lächelte schwach. „Er zeigte sich und war genug abgelenkt, dass wir etwas seiner Struktur erkennen konnten.“
    Gesbewa erwiederte erstaunt: „Ihr konntet seine Struktur nachziehen? Das ist frohe Kunde! - Und mit ihr“, sie nickte zu Ailith hin, „können wir auch versuchen, ihn wirkungsvoll zu bannen.“
    Powlut: „Ja, desshalb und wegen der Erzählung Dialeas ist sie auch noch am Leben bzw. nicht den harten Weg verbannt. Wir sind hierhergekommen, damit, falls er es bemerkt und uns stören will, nicht die ganze Stadt darunter leidet. Auch kann er sich hier, und noch weniger in den flachen Höhlen, nicht in voller Macht zeigen, was uns zugute kommt.“
    Vrend‘a‘Quj: „Ich schlage vor, bringen wir sie zunächst ins flache Pentagramm. Es wird zwar nicht für sie bequem werden, doch dort ist sie selbst am wenigsten in Gefahr, noch kann sie von dort aus viel Gefahr verbreiten. Dann werde ich sehen, wie ein wirkungsvoller Bann gegen diese Dämonen über die Stadt und die Mienen gewirkt werden kann.“
    Gesbewa: „Ja, laß uns dies tun.“
    Sie beugte sich über Ailith und kontrollierte den Sitz und die Festigkeit der Fesseln. Auch erneuerte sie den Segen, der auf ihnen lag. „Haben sich meine Fesseln also als nützlich erwiesen.“ meinte sie beiläufig. Zwei der Wachen nahmen Ailith nun an Schulter und Füßen und trugen sie einige Räume weiter, zu den flachen Höhlen. Diese waren nur so hoch, wie Ailiths Unterschenkel lang waren. Eine dieser Höhlen war in der Form eines Pentagramms geformt, in die Ailith nun geschoben wurde. Der Durchmesser des inneren Teils des Stern entsprach ungefähr der doppelten Länge Ailiths. Die Wände waren mit besonderen Platten bedeckt, die wohl magisch oder sonstwie wirkten. Während Gesbewa sie beobachtete, um sie bei Bedarf ruhig zu stellen, nahm ihr Vrend‘a‘Quj die Fesseln ab. Dann schloß sich eine Tür hinter Ailith.

    Blaue Kehle bekam zweimal täglich zu essen und trinken. Auch entdeckte er in einem der beiden Räume ein Loch für seine Ausscheidungen. Die Luft war für die Tiefe der Höhle erstaunlich frisch.
    So gingen die Tage dahin und er hörte und sah nichts mehr von Ailith.
    Eines Tages oder Nachts wachte er aus einem unruhigen Schlaf auf, als er aufgeregte Rufe und Umhereilen in der Höhle hörte. Nach den Worten zu urteilen, die er verstand, versuchten sich die Bewohner entweder gegen etwas zu verteidigen oder etwas zu verjagen. Er wollte sich gerade wieder hinlegen, als ihm sehr kalt wurde und er sich an die Gerüchte in der Stadt erinnerte.
    Kurze Zeit darauf kamen drei Wachen in seine Räume und und suchten sie mit einem Kristalsplitter ab. In einer Ecke fanden sie ein kleines Wesen, was wohl durch die Lüftung hineingekommen war und vertrieben es. „Na, das haben wir ja überstanden.“, meinte einer der Wachen, „zu dir konnte nur der kleine vordringen. Morgen kehrt auch Gesbewa aus Tar‘Karweth zurück. Dann ist deine Langeweile zuende.“

    Am folgenden Tag hörte Blaue Kehle geschäftiges Treiben in den Höhlen. Dann wurde er zu Gesbewa geführt, die an einem Art Schrein auf ihn wartete.
    „Ihr kommt von weit her, Reisender“, fing sie an zu sprechen, „und wurded auf Eure Reise vorbereitet. So erlaubt dieser Sack Euch euch mit uns zu unterhalten. So nehmt ihn wieder und nutzt ihn, da wir noch einiges wissen wollen.“
    Sie gab ihm den Lautsack.
    „Ihr wolltet in die Bibliothek, sagtet ihr. Daher haben wir mal selbst nachgesehen, was in der Bibliothek über Euch zu finden ist. Wir fanden tatsächlich einige Dokumente, die unter anderem Euer Volk beschreiben.“
    Sie trat an einen Tisch, auf dem einige Rollen lagen, und öffnete eine von ihnen.
    „Nur leider ist uns die Sprache unbekannt. Auch die Bilder, auf denen wir Euer Volk wiedererkannten, stellen es nicht sehr vorteilhaft dar, sondern als gräßlichen Feind. Kommt her und erläutert uns diese Schriften.“
    Blaue Kehle trat an den Tisch und besah sich die Rolle mit dem Text und einigen Bildern.
    Sie stammte von ihren Feinden, den Feuerwerfern. Die Schrift erkannte er wieder, doch war die Sprache auch ihm fremd. Doch immerhin war sie ähnlich genug einer Sprache, die er einmal in seiner Jugend gelernt hatte, dass er einige Worte und Zusammenhänge erraten konnte.
    So studierte er eine Weile den Text, insgeheim froh, dass etwas aus seiner Welt bereits vor ihm selbst hierher gekommen war. Und dass dieses auch noch in jener Stadt aufbewahrt wurde, in die ihn Dialae geführt hatte.
    Gesbewa hörte ihm interessiert zu, als er ihr zunächst von den Feuerwerfern berichtete, die Bilder deutete und jene Textteile beschrieb, bei denen er etwas erraten konnte.
    Die Feuerwerfer sind kleine, gedungene Wesen, mit feuchter Haut, die in den Sümpfen und an Ufern leben. Seit langer Zeit sind sie die Feinde. Sie kommen die Flüsse hinauf und fressen in Unmengen die roten heiligen Beeren. Die Feindschaft mag über die Beeren entstanden sein, doch inzwischen streiten sie um ihren Lebensraum und dessen Gestaltung. Die Vögel brauchen trockenen Boden für ihre Nester, die Feuerwerfer ziehen Sumpf und flache Gewässer vor.
    Die Bilder zeigen Szenen einer Schlacht, die vor längerer Zeit geschlagen wurde: Im Vordergrund kämpfen die Feuerwerfer vom Sumpf aus. An diesen schliet sich eine Uferzone an, in der die Vogelkrieger kmpfen und durch Feuer getroffen fallen. Weiter im Hintergrund können Meister der verborgenen Künste erkannt werden, die von dort den Kampf zu beeinflussen versuchen. Im Himmel waren große fliegende Vögel zu sehen, die mit den Vogelkriegern verbündet waren.
    In diesen Bildern waren viele Vögel brennend gemalt um den Erfolg der Feuerwerfer zu zeigen, und die wiedergekehrten Krieger als auch die Flieger waren besonders häßlich dargestellt. Bei den wiedergekehrten wurden die Verletzungen und die Straffheit der Haut über den Knochen besonders hervorgehoben. Die Flieger waren falsch proportioniert und mit betonten Schnabel und Krallen.

    „Ihr seid auf einer langen Reise und habt, so scheint es, den richtigen Weg gewählt. Ihr habt eine Gesellschaft gefunden, die Euch zu jenen Schriften Eurer Heimat wieß. Ihr habt die Beeren gefunden und einen großen Weg zu der Quelle. Der an Namen reiche muß Euch wohl gesonnen sein. Laßt uns ihn anrufen und um Hilfe bitten, dass die Reise von Erfolg gekrönt sein wird, dass die Bariere, die errichtet wurde, umgangen oder durchbrochen wird.“ sprach Gesbewa. „Komm mit zum Schrein.“ lächelte sie Blaue Kehle an.
    Blaue Kehle trat vor den Schrein, in dem Gesbewa zwei Kerzen anzündete, die ziemlich rauchten. Der Schrein bestand aus einem verschlossenem unteren Teil, der etwa bis zur Hüfte Gesbewas reichte, und einem offenen Teil, in dem unten die beiden Kerzen standen und der oben von einem auf zwei Säulen ruhendem Dach begrenzt wurde. Er war ungefähr eine Handlänge Gesbewas tief.
    Auf nicht erkennbare Weise sammelte sich bald Rauch in dem oberen Teil anstatt wie zuvor weiter aufzusteigen und durch einen Kamin abzuziehen. Er bildete dort Formen und zum Teil konnte man glauben, man sähe einen schnell durcheilten Weg.
    „Denkt an Euren Weg und Eure Aufgabe. Wir können hinweise auf Euren Weg und auf Hilfsmittel erlangen, sofern ER Euch wohlgesonnen ist.“
    Blaue Kehle dachte an die Quelle, an seine Freunde in seiner Heimat, die nun schon seit einiger Zeit nicht mehr wiederkehrten.
    Der Rauch änderte sich, dehnte sich in die Wand hinter dem Schrein aus und ließ vorne einen freien Platz, der ein klares Bild zeigte. Durch die Ausdehnung in die Wand hinein, war der freie Platz tiefer als eine Handlänge. Das „Bild“ zeigte ein Wesen, von einer Gestalt, die als dämonisch bezeichent werden konnte, das einen jungen Menschen an einem Gestell festband. Dann änderte sich die Art der Darstellung: die Farben verblaßten und neue Strukturen überlagerten sich bunt dem nun farblosen Bild. Waren dies mystische, magische Strukturen? Von dem Wesen liefen zuckende Bänder in grün in das Gestell mit dem Menschen. In diesem waren schwach rosa Wolken zu erkennen. Zu dem Wesen hin lief pulsierend ein Band, das farblich zwischen einem hellen rot und einem dunklem purpur schwankte. Nun folgte das Bild diesem Band und entfernte sich von dem Wesen. Das Band wurde von einer grünlich gelben Röhre eingefaßt, die wohl zu anderen Welten führte. Dann wurde ein großer roter See sichtbar, in dem die Röhre ihr anderes Ende hatte. Eine Seite des Sees wurde durch einen gelben Damm gebildet.
    Als Blaue Kehle das Wesen sah, dachte er an Arulatus, den Greifen und dessen Reiter als auch an die verlassen Gefährten. Diese Gedanken kehrten wieder, als er den Damm sah und dachte, dieser ist die zu überwindende Bariere.
    Nun traten Rauchschwaden in das Bild und verdeckten es kurzzeitig. Da sie nun weniger intensiv der Darstellung folgten, hörten sie von dem Gang mehrere schnelle Schritte, die jedoch an Gesbewas Räumen vorbeiliefen.
    Als der Blick wieder klar wurde, war eine Landschaft mit Wald zu sehen. Dann konnte man eine Burg erkennen, zu der ein Weg führte. Vor dem Tor der Burg war ein Teil der Erde verbrannt.
    „Die Burg erkenne ich.“, sagte Gesbewa, „es ist eine Burg des Ordens des Erbauers nicht weit von hier. Ein Bild des Inneren der Burg werden wir nicht zu sehen bekommen. Tagros mag von dort kommen und Dialae mag nun mit ihm und den anderen dort sein.“
    Das Bild änderte sich wieder und folgte einem Weg von der Burg fort. Doch ehe Blaue Kehle oder Gesbewa erkennen konnten, in welche Richtung, stieß etwas heftig von hinten an Blaue Kehle, dass er aufschrieh, seine Flügel etwas spreizte und einen Schritt nach vorne, zum Schrein hin, machte um nicht umzufallen. Dabei gerieten einige seiner Federn in eine der beiden Kerzen im Schrein und verkokelten mit starker Rauchbildung.
    Gesbewa blickte erschrocken auf Blaue Kehle und sah hinter ihm ein kleines scheinbar seit langem hungerndes Wesen, was wieder weglaufen wollte. Doch nun kamen zwei Wachen in den Raum, um es zu fangen. Das Wesen sah diese, machte nocheinmal kehrt und sprang auf den Schrein zu.
    Dort hatte sich der Rauch wieder gelichtet und ermöglichte den Blick auf ein neues Bild: Der Greif war zu sehen, wie er von zwei großen Krallen gehalten immer höher getragen wurde. Hinter/unter ihm war der Boden nur noch sehr weit weg zu erkennen. Der Greif versuchte verzweifelt sich zu befreien und atmete immer heftiger, doch schon bald wurde er zu schwach von der nicht mehr ausreichenden Luft.
    Das Wesen sah dieses und dachte wohl, dass dort eine Öffnung sei. Es sprang genau in dieses Bild hinein, prallte jedoch an der Wand, die zwar nicht zu sehen, aber dennoch vorhanden war, ab, und fiel zwischen die Kerzen.
    Das alles dauerte nur einige Sekunden. Gesbewa wollte gerade die Kerzen löschen und das Wesen den Wachen reichen, als sich der Rauch vom Schrein weg ausbreitete und ein immer größeren Bereich umgab, der völlig dunkel war bis auf zwei benachbarte rötliche Punkte in einiger Entfernung. Dieser Bereich hatte sich bereits auf die gesammte Wand ausgebreitet, der Schrein war nicht mehr zu sehen, und es strömte eine eisige Kälte aus diesem Bereich in den Raum.

    Gesbewa sah erschrocken auf den Schrein und zu Blaue Kehle. Beide und die Wachen wichen zurück. „Sowas habe ich noch nicht erlebt!“ flüsterte Gesbewa. Zu den Wachen gewandt: „Verlaßt dieses Gemach. Sagt den anderen, was ihr mitbekamt.“ Die Wachen verließen den Raum und liefen in entgegengesetzten Richtungen auseinander.
    Gesbewa und Blaue Kehle zogen sich zum Eingang des Raumes zurück und beobachteten, wie sich der Rauch immer weiter ausdehnte und nun sowohl den Boden, die Decke und die beiden angrenzenden Wände bedeckte. Und dabei wurde der von ihm umschlossene Bereich immer größer, selbst die Wände , die Decke und der Boden schienen Platz zu schaffen.
    Die roten Punkte bewegten sich. Auch war mal einer kurzzeitig nicht mehr zu sehen. Doch nun kamen sie näher und wurden größer. Als sie näher kamen, konnte auch ein leichter Lichtschimmer um sie herum gesehen werden: Das schwache Licht der Höhle fiel auf etwas, was die Punkte umgab. So nahmen die beiden immer besser die Kontur eines Wesens wahr, das auf sie zu kam. Nach der gleitenden Bewegung zu urteilen, fliegend oder schwebend, ohne rhythmische Bewegungen, wie sie beim Gehen oder Flügelschlagen entstehen würden.
    Inzwischen war der Bereich etwa 18mal so groß wie der Raum mit dem Schrein zuvor. Gesbewa und Blaue Kehle standen im Gang und sahen durch die Tür das Wesen näher kommen und konnten immer mehr von ihm erkennen. Blaue Kehle schauderte es: Es war eines der Hüter der Quelle, die vor Äonen entdeckten, wie sie wiederkehren konnten und dies auch taten. Sie waren gefürchtet und wurden verehrt.
    „Das ist ein Hüter der Quelle! Ein uraltes Wesen, das die Quelle entdeckte und zu nutzen herausfand. Hoffentlich ist es nicht verärgert!.“

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeMar 28th 2002
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    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘

    „Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.

    „Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“

    Die Elfe überlegte kurz und strich sich das braune Haar hinter das Ohr. „Hmm… Es ist schwierig, zu schätzen, wie lange wir von hier aus brauchen werden. Dazu kommt, daß der Khardin und angeraten hat, Schleichwege zu nehmen, damit wir nicht entdeckt werden.“ Sie tippte sich mit einem Finger an die Lippe. „Außerdem müssen wir noch den Varnil Althrat überqueren. Das ist ein großer Gebirgszug. …Ob die pässe wohl frei sind? Ich hoffe es, sonst müssen wir lange warten, oder versuchen um die Berge herum zu laufen. Du siehst, ich kann unmöglich eindeutig sagen wie lange unsere Reise dauern wird.“ Shaniqua sah sie etwas verstört an. Das alles klang als läge ihr Ziel auf der anderen Seite des Kontinents. Dialae bemerkte ihren Unmut und fügte hastig hinzu: „Ein Monat, wenn wir schnell sind. Vielleicht zwei, wenn wir nur schlecht vorankommen.“

    Nach der Eröffnung wie lange die Reise noch dauern würde, aßen alle schweigend weiter. Ariane hätte im Angesicht der lange Reise gerne noch einen Tag in der Feste ausgeruht, sie sich noch weiter angeschaut und mehr von Tagros Freunden kennen gelernt, aber wenn sie an den Khardin dachte, war ihr der schnelle Abreisetermin doch nur recht. Ihm wollte sie nicht noch einmal gegenübertreten müssen. Sie dachte an den Mann neben und den Mann hinter ihm. Dann fragte sie einfach in Richtung Tagros und Ito „Warum sind der Mann, der uns empfangen hat und der Schara, ähm, der mit dem Schlüssel um den Hals denn maskiert? Sind sie so sehr entstellt?“

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeMar 28th 2002
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    >Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘
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    >“Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.
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    >“Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“
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    >Die Elfe überlegte kurz und strich sich das braune Haar hinter das Ohr. „Hmm… Es ist schwierig, zu schätzen, wie lange wir von hier aus brauchen werden. Dazu kommt, daß der Khardin und angeraten hat, Schleichwege zu nehmen, damit wir nicht entdeckt werden.“ Sie tippte sich mit einem Finger an die Lippe. „Außerdem müssen wir noch den Varnil Althrat überqueren. Das ist ein großer Gebirgszug. …Ob die pässe wohl frei sind? Ich hoffe es, sonst müssen wir lange warten, oder versuchen um die Berge herum zu laufen. Du siehst, ich kann unmöglich eindeutig sagen wie lange unsere Reise dauern wird.“ Shaniqua sah sie etwas verstört an. Das alles klang als läge ihr Ziel auf der anderen Seite des Kontinents. Dialae bemerkte ihren Unmut und fügte hastig hinzu: „Ein Monat, wenn wir schnell sind. Vielleicht zwei, wenn wir nur schlecht vorankommen.“
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    >Nach der Eröffnung wie lange die Reise noch dauern würde, aßen alle schweigend weiter. Ariane hätte im Angesicht der lange Reise gerne noch einen Tag in der Feste ausgeruht, sie sich noch weiter angeschaut und mehr von Tagros Freunden kennen gelernt, aber wenn sie an den Khardin dachte, war ihr der schnelle Abreisetermin doch nur recht. Ihm wollte sie nicht noch einmal gegenübertreten müssen. Sie dachte an den Mann neben und den Mann hinter ihm. Dann fragte sie einfach in Richtung Tagros und Ito „Warum sind der Mann, der uns empfangen hat und der Schara, ähm, der mit dem Schlüssel um den Hals denn maskiert? Sind sie so sehr entstellt?“

    Tagros lächelte. „Nein, das nun nicht… obwohl, bei dem Sharagor… wer weiß? Also, der Oradin gehört zu den höchsten Vertreter des Ordens auf dieser Welt, und er lebt für den Schutz der Preadin. Sein Antlitz ist nicht mehr für diese Welt bestimmt, also verhüllt er es, solange es um Ordensangelegenheiten geht. Bei dem Sharagor, nun ja… die Späher des Ordens sind die Elite. In anderen Armeen beginnt man wohl bei denen, die nach vorne geschickt werden - im Orden dagegen kommt man nach langen Jahren erst dorthin. Die Sharagor gehen allein in die Wälder, in denen der Waldfürst herrscht, und kundschaften die wunden Punkte des Flechtwerkes aus. Mit diesen Informationen können wir dann zuschlagen. Sharagor überleben oft tagelang in Feindesland und kennen Dutzende Arten, einen Gegner auszuschalten.
    Leider werden fast alle Sharagor mit der Zeit etwas seltsam, und die meisten haben eine Art Verfolgungswahn… also zeigen viele ihr Gesicht nicht mehr.“ Er zuckte mit den Schultern. „So sind sie halt.“
    Plötzlich lächelte er. „Es gibt bei den Ordenskriegern einen alten Witz über die Sharagor.“ Er sah sich kurz um, dann fuhr er fort. „Ein Kathulan entsendet zwei Sharagor. Nach zwei Tagen kommt einer zurück, und der Kathulan fragt: ‚Was ist passiert?“ Der Sharagor entgegnet: „Auf dem Weg aus dem Feindesland trafen wir auf das Lager einer Horde Yrch - es waren bestimmt zwanzig oder fünfundzwanzig Stück. Sie haben meinen Gefährten entdeckt und in einen Kampf verwickelt.“ „Und? Du hast ihn zurückgelassen?“ fragt der Kathulan erstaunt. „Ja,“ sagt der Sharagor, „er sagte, er hätte sie getötet, jetzt müsse er auch die Leichen verbrennen!“ Tagros lachte schallend.

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      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeMar 31st 2002
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    Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘
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    >“Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.
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    >“Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“
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    >Die Elfe überlegte kurz und strich sich das braune Haar hinter das Ohr. „Hmm… Es ist schwierig, zu schätzen, wie lange wir von hier aus brauchen werden. Dazu kommt, daß der Khardin und angeraten hat, Schleichwege zu nehmen, damit wir nicht entdeckt werden.“ Sie tippte sich mit einem Finger an die Lippe. „Außerdem müssen wir noch den Varnil Althrat überqueren. Das ist ein großer Gebirgszug. …Ob die pässe wohl frei sind? Ich hoffe es, sonst müssen wir lange warten, oder versuchen um die Berge herum zu laufen. Du siehst, ich kann unmöglich eindeutig sagen wie lange unsere Reise dauern wird.“ Shaniqua sah sie etwas verstört an. Das alles klang als läge ihr Ziel auf der anderen Seite des Kontinents. Dialae bemerkte ihren Unmut und fügte hastig hinzu: „Ein Monat, wenn wir schnell sind. Vielleicht zwei, wenn wir nur schlecht vorankommen.“
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    >Nach der Eröffnung wie lange die Reise noch dauern würde, aßen alle schweigend weiter. Ariane hätte im Angesicht der lange Reise gerne noch einen Tag in der Feste ausgeruht, sie sich noch weiter angeschaut und mehr von Tagros Freunden kennen gelernt, aber wenn sie an den Khardin dachte, war ihr der schnelle Abreisetermin doch nur recht. Ihm wollte sie nicht noch einmal gegenübertreten müssen. Sie dachte an den Mann neben und den Mann hinter ihm. Dann fragte sie einfach in Richtung Tagros und Ito „Warum sind der Mann, der uns empfangen hat und der Schara, ähm, der mit dem Schlüssel um den Hals denn maskiert? Sind sie so sehr entstellt?“

    Tagros lächelte. „Nein, das nun nicht… obwohl, bei dem Sharagor… wer weiß? Also, der Oradin gehört zu den höchsten Vertreter des Ordens auf dieser Welt, und er lebt für den Schutz der Preadin. Sein Antlitz ist nicht mehr für diese Welt bestimmt, also verhüllt er es, solange es um Ordensangelegenheiten geht. Bei dem Sharagor, nun ja… die Späher des Ordens sind die Elite. In anderen Armeen beginnt man wohl bei denen, die nach vorne geschickt werden - im Orden dagegen kommt man nach langen Jahren erst dorthin. Die Sharagor gehen allein in die Wälder, in denen der Waldfürst herrscht, und kundschaften die wunden Punkte des Flechtwerkes aus. Mit diesen Informationen können wir dann zuschlagen. Sharagor überleben oft tagelang in Feindesland und kennen Dutzende Arten, einen Gegner auszuschalten.
    Leider werden fast alle Sharagor mit der Zeit etwas seltsam, und die meisten haben eine Art Verfolgungswahn… also zeigen viele ihr Gesicht nicht mehr.“ Er zuckte mit den Schultern. „So sind sie halt.“
    Plötzlich lächelte er. „Es gibt bei den Ordenskriegern einen alten Witz über die Sharagor.“ Er sah sich kurz um, dann fuhr er fort. „Ein Kathulan entsendet zwei Sharagor. Nach zwei Tagen kommt einer zurück, und der Kathulan fragt: ‚Was ist passiert?“ Der Sharagor entgegnet: „Auf dem Weg aus dem Feindesland trafen wir auf das Lager einer Horde Yrch - es waren bestimmt zwanzig oder fünfundzwanzig Stück. Sie haben meinen Gefährten entdeckt und in einen Kampf verwickelt.“ „Und? Du hast ihn zurückgelassen?“ fragt der Kathulan erstaunt. „Ja,“ sagt der Sharagor, „er sagte, er hätte sie getötet, jetzt müsse er auch die Leichen verbrennen!“ Tagros lachte schallend.

    Daraufhin musterte Dialae Tagros eindringlich. Es war ihr schon aufgefallen, daß er sich deutlich anders verhielt, hier in seiner Ordensfestung. Aber sie mochte Tagros, den Weggefährten, lieber. Sicher, es hatte hin und wieder Unstimmigkeiten mit ihm gegeben, aber jetzt, in diesem Moment, war er weiter von ihr entfernt, als zu Beginn ihrer Reise. Diese Mauern und seine Ordensbrüder hatten einen be- und entfremdenden Einfluß auf Tagros. Dialae seufzte. Sie war sehr froh, daß sie noch heute aufbrechen würden. Sie spürte auch die Blicke der Ordensbrüder unangenehm auf ihr ruhen. Nachdem sie die letzen Happen ihres Frühstücks gegessen hatte, stand sie auf. „Ich brauche ein wenig frische Luft. Tagros, zeigst Du mir den Weg auf einen der Türme?“

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeMar 31st 2002
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    >Schweigend ging die Gruppe weiter, bis sie einen großen Raum erreichten. In ihm standen einfache Holztische und Bänke. Tagros führte sie an einen und während sie sich setzten, kehrte Ito schon aus einem der Nebenräume zurück und setzte sich auch. Kurz darauf wurde einen ein einfaches aber reichliches Mahl gebracht. Mit mehr oder weniger Appetit aßen die Gefährten schweigend. Bis Ariane an Dialae gewandt fragte „Werden wir zum Rat gehen? Kennst Du denn den Weg?“ und allgemein in die Runde fragte „Was können wir denn noch heute vorbereiten, wenn wir morgen früh aufbrechen werden? Vielleicht können Shaniqua und ich ja nach den Pferden suchen? Sie hat ihre Stute ja schon mal mit Pfiffen zu sich gelockt.“ In Gedanken fügte sie hinzu, ‚vielleicht kommt meines ja auch wieder.‘
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    >>“Ja, wir werden zum Rat der Weisen gehen. Und ich kenne den Weg.“ Antwortete die Elfe schlicht. „Aber für Vorbereitungen werden wir nicht mehr viel Zeit haben, denn es ist bereits morgen.“ Als hätte sie nur auf diese Worte gewartet, schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte den eben noch durch Fackelschein erleuchteten Raum in ein rötlich, goldgelbes Licht. „Es wird Zeit, die letzten Sachen zu packen. Aber wir haben bestimmt noch genug Zeit, um kurz nach den Pferden zu suchen.“ Dialae lächelte Ariane zu.
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    >>“Das hoffe ich doch sehr, das wir dafür noch Zeit finden“ bemerkte Shaniqua ein wenig sarkastisch „schließlich habe ich von meiner Ausrüstung nicht viel mehr als meinen Bogen und die Pfeile retten können. Und ich glaube, auch Chre‘wad musste einiges zurücklassen.“ Schweigend aß sie weiter. Dann fiel ihr noch etwas ein: „Dialae, weißt Du, wie lange wir für die Reise ungefähr brauchen werden?“
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    >>Die Elfe überlegte kurz und strich sich das braune Haar hinter das Ohr. „Hmm… Es ist schwierig, zu schätzen, wie lange wir von hier aus brauchen werden. Dazu kommt, daß der Khardin und angeraten hat, Schleichwege zu nehmen, damit wir nicht entdeckt werden.“ Sie tippte sich mit einem Finger an die Lippe. „Außerdem müssen wir noch den Varnil Althrat überqueren. Das ist ein großer Gebirgszug. …Ob die pässe wohl frei sind? Ich hoffe es, sonst müssen wir lange warten, oder versuchen um die Berge herum zu laufen. Du siehst, ich kann unmöglich eindeutig sagen wie lange unsere Reise dauern wird.“ Shaniqua sah sie etwas verstört an. Das alles klang als läge ihr Ziel auf der anderen Seite des Kontinents. Dialae bemerkte ihren Unmut und fügte hastig hinzu: „Ein Monat, wenn wir schnell sind. Vielleicht zwei, wenn wir nur schlecht vorankommen.“
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    >>Nach der Eröffnung wie lange die Reise noch dauern würde, aßen alle schweigend weiter. Ariane hätte im Angesicht der lange Reise gerne noch einen Tag in der Feste ausgeruht, sie sich noch weiter angeschaut und mehr von Tagros Freunden kennen gelernt, aber wenn sie an den Khardin dachte, war ihr der schnelle Abreisetermin doch nur recht. Ihm wollte sie nicht noch einmal gegenübertreten müssen. Sie dachte an den Mann neben und den Mann hinter ihm. Dann fragte sie einfach in Richtung Tagros und Ito „Warum sind der Mann, der uns empfangen hat und der Schara, ähm, der mit dem Schlüssel um den Hals denn maskiert? Sind sie so sehr entstellt?“
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    >Tagros lächelte. „Nein, das nun nicht… obwohl, bei dem Sharagor… wer weiß? Also, der Oradin gehört zu den höchsten Vertreter des Ordens auf dieser Welt, und er lebt für den Schutz der Preadin. Sein Antlitz ist nicht mehr für diese Welt bestimmt, also verhüllt er es, solange es um Ordensangelegenheiten geht. Bei dem Sharagor, nun ja… die Späher des Ordens sind die Elite. In anderen Armeen beginnt man wohl bei denen, die nach vorne geschickt werden - im Orden dagegen kommt man nach langen Jahren erst dorthin. Die Sharagor gehen allein in die Wälder, in denen der Waldfürst herrscht, und kundschaften die wunden Punkte des Flechtwerkes aus. Mit diesen Informationen können wir dann zuschlagen. Sharagor überleben oft tagelang in Feindesland und kennen Dutzende Arten, einen Gegner auszuschalten.
    >Leider werden fast alle Sharagor mit der Zeit etwas seltsam, und die meisten haben eine Art Verfolgungswahn… also zeigen viele ihr Gesicht nicht mehr.“ Er zuckte mit den Schultern. „So sind sie halt.“
    >Plötzlich lächelte er. „Es gibt bei den Ordenskriegern einen alten Witz über die Sharagor.“ Er sah sich kurz um, dann fuhr er fort. „Ein Kathulan entsendet zwei Sharagor. Nach zwei Tagen kommt einer zurück, und der Kathulan fragt: ‚Was ist passiert?“ Der Sharagor entgegnet: „Auf dem Weg aus dem Feindesland trafen wir auf das Lager einer Horde Yrch - es waren bestimmt zwanzig oder fünfundzwanzig Stück. Sie haben meinen Gefährten entdeckt und in einen Kampf verwickelt.“ „Und? Du hast ihn zurückgelassen?“ fragt der Kathulan erstaunt. „Ja,“ sagt der Sharagor, „er sagte, er hätte sie getötet, jetzt müsse er auch die Leichen verbrennen!“ Tagros lachte schallend.
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    >Daraufhin musterte Dialae Tagros eindringlich. Es war ihr schon aufgefallen, daß er sich deutlich anders verhielt, hier in seiner Ordensfestung. Aber sie mochte Tagros, den Weggefährten, lieber. Sicher, es hatte hin und wieder Unstimmigkeiten mit ihm gegeben, aber jetzt, in diesem Moment, war er weiter von ihr entfernt, als zu Beginn ihrer Reise. Diese Mauern und seine Ordensbrüder hatten einen be- und entfremdenden Einfluß auf Tagros. Dialae seufzte. Sie war sehr froh, daß sie noch heute aufbrechen würden. Sie spürte auch die Blicke der Ordensbrüder unangenehm auf ihr ruhen. Nachdem sie die letzen Happen ihres Frühstücks gegessen hatte, stand sie auf. „Ich brauche ein wenig frische Luft. Tagros, zeigst Du mir den Weg auf einen der Türme?“

    Tagros blickte ein wenig verwundert auf seinen halbvollen Teller, zuckte dann aber mit den Achseln und sagte schlicht: „Natürlich.“ Er stand auf und strich seine Stola glatt. Er deutete auf einen der Gänge, die aus dem Saal führten, und sie ging voran. Auf dem Weg durch die Festung kamen ihnen immer wieder Ordenskrieger entgegen, die wenig Rücksicht auf die Elfe nahmen und die volle Breite der Gänge benutzten. Zunächst wich sie geschmeidig aus, irgendwann aber wurde es ihr zu dumm, und als sie schon leicht wütend wurde, ging Tagros plötzlich an ihr vorbei und voraus. Das Problem hatte sich daraufhin erledigt - Dialae fragte sich aber, ob er es überhaupt wahrgenommen hatte und nicht vielleicht aus reiner Neigung vor ihr ging.
    Wieder erklommen sie steile Wendeltreppen und durchschritten lange, niedrige Steingänge. Es war kalt, und Dialae, die kein Wetter fürchtete, fröstelte doch. Schließlich kamen sie durch einen steinernen Aufgang auf das Dach eines der Türme.
    Weit ging ihr Blick in das Land. Dialae zwang sich, die zerstörte Natur in der Nähe der Festung zu ignorieren. Auch die schweren Kriegsmaschinen auf dem Dach des Hauptgebäudes würdigte sie keines Blickes. Auf dem Turm standen nur wenige Krieger Wache, und sie trat in die größte Lücke zwischen zweien, blickte hinaus und verbannte die steinerne Festung aus ihren Gedanken.
    Tagros stand ruhig und bewegungslos neben dem Treppenaufgang. Der Wind strich hart über das Dach, und in Dialaes Haar fing er sich, spielte mit ihm und ließ es in anmutigen Wellen ihren schlanken Leib umwehen. Gebannt sah Tagros die aufgehende Sonne auf ihr Haar fallen, und seine Gedanken versanken in der Ewigkeit ihres Anblicks. Und eine große Menge Zeit begann ernstlich zu verstreichen.
    Viele Jahrhunderte später brachte Tagros es schließlich über sich, sich verlegen zu räuspern. Er trat zwei Schritte vor und sagte leise zu ihr: „Habt Ihr noch einen Wunsch, Hoheit?“

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      CommentAuthorJuvienne
    • CommentTimeApr 1st 2002
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    Nach der Eröffnung wie lange die Reise noch dauern würde, aßen alle schweigend weiter. Ariane hätte im Angesicht der lange Reise gerne noch einen Tag in der Feste ausgeruht, sie sich noch weiter angeschaut und mehr von Tagros Freunden kennen gelernt, aber wenn sie an den Khardin dachte, war ihr der schnelle Abreisetermin doch nur recht. Ihm wollte sie nicht noch einmal gegenübertreten müssen. Sie dachte an den Mann neben und den Mann hinter ihm. Dann fragte sie einfach in Richtung Tagros und Ito „Warum sind der Mann, der uns empfangen hat und der Schara, ähm, der mit dem Schlüssel um den Hals denn maskiert? Sind sie so sehr entstellt?“
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    >Tagros lächelte. „Nein, das nun nicht… obwohl, bei dem Sharagor… wer weiß? Also, der Oradin gehört zu den höchsten Vertreter des Ordens auf dieser Welt, und er lebt für den Schutz der Preadin. Sein Antlitz ist nicht mehr für diese Welt bestimmt, also verhüllt er es, solange es um Ordensangelegenheiten geht. Bei dem Sharagor, nun ja… die Späher des Ordens sind die Elite. In anderen Armeen beginnt man wohl bei denen, die nach vorne geschickt werden - im Orden dagegen kommt man nach langen Jahren erst dorthin. Die Sharagor gehen allein in die Wälder, in denen der Waldfürst herrscht, und kundschaften die wunden Punkte des Flechtwerkes aus. Mit diesen Informationen können wir dann zuschlagen. Sharagor überleben oft tagelang in Feindesland und kennen Dutzende Arten, einen Gegner auszuschalten.
    >Leider werden fast alle Sharagor mit der Zeit etwas seltsam, und die meisten haben eine Art Verfolgungswahn… also zeigen viele ihr Gesicht nicht mehr.“ Er zuckte mit den Schultern. „So sind sie halt.“
    >Plötzlich lächelte er. „Es gibt bei den Ordenskriegern einen alten Witz über die Sharagor.“ Er sah sich kurz um, dann fuhr er fort. „Ein Kathulan entsendet zwei Sharagor. Nach zwei Tagen kommt einer zurück, und der Kathulan fragt: ‚Was ist passiert?“ Der Sharagor entgegnet: „Auf dem Weg aus dem Feindesland trafen wir auf das Lager einer Horde Yrch - es waren bestimmt zwanzig oder fünfundzwanzig Stück. Sie haben meinen Gefährten entdeckt und in einen Kampf verwickelt.“ „Und? Du hast ihn zurückgelassen?“ fragt der Kathulan erstaunt. „Ja,“ sagt der Sharagor, „er sagte, er hätte sie getötet, jetzt müsse er auch die Leichen verbrennen!“ Tagros lachte schallend.
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    >Daraufhin musterte Dialae Tagros eindringlich. Es war ihr schon aufgefallen, daß er sich deutlich anders verhielt, hier in seiner Ordensfestung. Aber sie mochte Tagros, den Weggefährten, lieber. Sicher, es hatte hin und wieder Unstimmigkeiten mit ihm gegeben, aber jetzt, in diesem Moment, war er weiter von ihr entfernt, als zu Beginn ihrer Reise. Diese Mauern und seine Ordensbrüder hatten einen be- und entfremdenden Einfluß auf Tagros. Dialae seufzte. Sie war sehr froh, daß sie noch heute aufbrechen würden. Sie spürte auch die Blicke der Ordensbrüder unangenehm auf ihr ruhen. Nachdem sie die letzen Happen ihres Frühstücks gegessen hatte, stand sie auf. „Ich brauche ein wenig frische Luft. Tagros, zeigst Du mir den Weg auf einen der Türme?“

    Tagros blickte ein wenig verwundert auf seinen halbvollen Teller, zuckte dann aber mit den Achseln und sagte schlicht: „Natürlich.“ Er stand auf und strich seine Stola glatt. Er deutete auf einen der Gänge, die aus dem Saal führten, und sie ging voran. Auf dem Weg durch die Festung kamen ihnen immer wieder Ordenskrieger entgegen, die wenig Rücksicht auf die Elfe nahmen und die volle Breite der Gänge benutzten. Zunächst wich sie geschmeidig aus, irgendwann aber wurde es ihr zu dumm, und als sie schon leicht wütend wurde, ging Tagros plötzlich an ihr vorbei und voraus. Das Problem hatte sich daraufhin erledigt - Dialae fragte sich aber, ob er es überhaupt wahrgenommen hatte und nicht vielleicht aus reiner Neigung vor ihr ging.
    Wieder erklommen sie steile Wendeltreppen und durchschritten lange, niedrige Steingänge. Es war kalt, und Dialae, die kein Wetter fürchtete, fröstelte doch. Schließlich kamen sie durch einen steinernen Aufgang auf das Dach eines der Türme.
    Weit ging ihr Blick in das Land. Dialae zwang sich, die zerstörte Natur in der Nähe der Festung zu ignorieren. Auch die schweren Kriegsmaschinen auf dem Dach des Hauptgebäudes würdigte sie keines Blickes. Auf dem Turm standen nur wenige Krieger Wache, und sie trat in die größte Lücke zwischen zweien, blickte hinaus und verbannte die steinerne Festung aus ihren Gedanken.
    Tagros stand ruhig und bewegungslos neben dem Treppenaufgang. Der Wind strich hart über das Dach, und in Dialaes Haar fing er sich, spielte mit ihm und ließ es in anmutigen Wellen ihren schlanken Leib umwehen. Gebannt sah Tagros die aufgehende Sonne auf ihr Haar fallen, und seine Gedanken versanken in der Ewigkeit ihres Anblicks. Und eine große Menge Zeit begann ernstlich zu verstreichen.
    Viele Jahrhunderte später brachte Tagros es schließlich über sich, sich verlegen zu räuspern. Er trat zwei Schritte vor und sagte leise zu ihr: „Habt Ihr noch einen Wunsch, Hoheit?“

    Seine förmliche Anrede rief ihr wieder ins Gedächtnis, daß sie nicht allein mit dem großen Ordenskrieger war. Sie streifte kurz die Wachen mit einem Blick zur Seite. „Ich hege den Wunsch nach Freiheit und Glück, Tagros Erzfeuer“, sagte sie und blickte ihm in die Augen. „…für mein Volk, meine Freunde und mich…“ Er hielt ihrem Blick stand, doch sie ließ schließlich die Augen sinken. „Ich glaube, wir sollten aufbrechen, solange der Tag noch jung ist. Auf, auf edler Krieger, dem Ziel entgegen!“ Sie hatte auf diesen Augenblick gewartet, denn die Wachen sahen gerade über die Brüstung, als sie kurz über Tagros‘ Wange strich und mit einem silberhellen Lachen den Weg nach unten antrat. Jetzt blickte sich auch der Ordenskrieger nocheinmal nach seinen Kameraden um. Diese jedoch hatten anscheinend nichts bemerkt. Dann folgte er der Elfe die Treppe hinunter.
    Wenig später standen die Gefährten im Innenhof der Festung, die ihnen nur für kurze Zeit die Möglichkeit zum Ausruhen gewährt hatte. Dennoch fühlten sie sich frisch und bereit, die Reise, die nun vor ihnen lag, zu bewältigen. Sie hatten sich mit ein wenig Wegzehrung versorgt und in ihren Satteltaschen verstaut. Jetzt öffnete sich langsam das große Tor und sie schritten hindurch, die Pferde an den Zügeln führend.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeApr 2nd 2002
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    Daraufhin musterte Dialae Tagros eindringlich. Es war ihr schon aufgefallen, daß er sich deutlich anders verhielt, hier in seiner Ordensfestung. Aber sie mochte Tagros, den Weggefährten, lieber. Sicher, es hatte hin und wieder Unstimmigkeiten mit ihm gegeben, aber jetzt, in diesem Moment, war er weiter von ihr entfernt, als zu Beginn ihrer Reise. Diese Mauern und seine Ordensbrüder hatten einen be- und entfremdenden Einfluß auf Tagros. Dialae seufzte. Sie war sehr froh, daß sie noch heute aufbrechen würden. Sie spürte auch die Blicke der Ordensbrüder unangenehm auf ihr ruhen. Nachdem sie die letzen Happen ihres Frühstücks gegessen hatte, stand sie auf. „Ich brauche ein wenig frische Luft. Tagros, zeigst Du mir den Weg auf einen der Türme?“

    Tagros blickte ein wenig verwundert auf seinen halbvollen Teller, zuckte dann aber mit den Achseln und sagte schlicht: „Natürlich.“ Er stand auf und strich seine Stola glatt. Er deutete auf einen der Gänge, die aus dem Saal führten, und sie ging voran. Auf dem Weg durch die Festung kamen ihnen immer wieder Ordenskrieger entgegen, die wenig Rücksicht auf die Elfe nahmen und die volle Breite der Gänge benutzten. Zunächst wich sie geschmeidig aus, irgendwann aber wurde es ihr zu dumm, und als sie schon leicht wütend wurde, ging Tagros plötzlich an ihr vorbei und voraus. Das Problem hatte sich daraufhin erledigt - Dialae fragte sich aber, ob er es überhaupt wahrgenommen hatte und nicht vielleicht aus reiner Neigung vor ihr ging.
    Wieder erklommen sie steile Wendeltreppen und durchschritten lange, niedrige Steingänge. Es war kalt, und Dialae, die kein Wetter fürchtete, fröstelte doch. Schließlich kamen sie durch einen steinernen Aufgang auf das Dach eines der Türme.
    Weit ging ihr Blick in das Land. Dialae zwang sich, die zerstörte Natur in der Nähe der Festung zu ignorieren. Auch die schweren Kriegsmaschinen auf dem Dach des Hauptgebäudes würdigte sie keines Blickes. Auf dem Turm standen nur wenige Krieger Wache, und sie trat in die größte Lücke zwischen zweien, blickte hinaus und verbannte die steinerne Festung aus ihren Gedanken.
    Tagros stand ruhig und bewegungslos neben dem Treppenaufgang. Der Wind strich hart über das Dach, und in Dialaes Haar fing er sich, spielte mit ihm und ließ es in anmutigen Wellen ihren schlanken Leib umwehen. Gebannt sah Tagros die aufgehende Sonne auf ihr Haar fallen, und seine Gedanken versanken in der Ewigkeit ihres Anblicks. Und eine große Menge Zeit begann ernstlich zu verstreichen.
    Viele Jahrhunderte später brachte Tagros es schließlich über sich, sich verlegen zu räuspern. Er trat zwei Schritte vor und sagte leise zu ihr: „Habt Ihr noch einen Wunsch, Hoheit?“

    Seine förmliche Anrede rief ihr wieder ins Gedächtnis, daß sie nicht allein mit dem großen Ordenskrieger war. Sie streifte kurz die Wachen mit einem Blick zur Seite. „Ich hege den Wunsch nach Freiheit und Glück, Tagros Erzfeuer“, sagte sie und blickte ihm in die Augen. „…für mein Volk, meine Freunde und mich…“ Er hielt ihrem Blick stand, doch sie ließ schließlich die Augen sinken. „Ich glaube, wir sollten aufbrechen, solange der Tag noch jung ist. Auf, auf edler Krieger, dem Ziel entgegen!“ Sie hatte auf diesen Augenblick gewartet, denn die Wachen sahen gerade über die Brüstung, als sie kurz über Tagros‘ Wange strich und mit einem silberhellen Lachen den Weg nach unten antrat. Jetzt blickte sich auch der Ordenskrieger nocheinmal nach seinen Kameraden um. Diese jedoch hatten anscheinend nichts bemerkt. Dann folgte er der Elfe die Treppe hinunter.
    Wenig später standen die Gefährten im Innenhof der Festung, die ihnen nur für kurze Zeit die Möglichkeit zum Ausruhen gewährt hatte. Dennoch fühlten sie sich frisch und bereit, die Reise, die nun vor ihnen lag, zu bewältigen. Sie hatten sich mit ein wenig Wegzehrung versorgt und in ihren Satteltaschen verstaut. Jetzt öffnete sich langsam das große Tor und sie schritten hindurch, die Pferde an den Zügeln führend.

    Während Dialae und Tagros auf den Zinnen gestanden hatten, waren Shaniqua und Ariane mit den anderen vor den Toren gewesen und hatten nach den Pferden gepfiffen und gerufen. Und nach einiger Zeit kamen sie hinter der Feste hervorgetrabt. Überglücklich schloß Ariane ihres in die Arme, während Shaniqua ihre Stute freudig klopfend willkommen hieß. Zusammen brachten sie die Pferde in den Innenhof und machten sie bereit zum Aufbruch. Ito lies sie allein um auch seine Reisesachen zu packen. Er kam fast zeitgleich mit Dialae und Tagros wieder. Ariane lächelte als sie hinter dem Tor aufsaß, den sanften Wind spürte und das Grün der Wiese und das dahinterliegenden Waldes sah. Irgendwie hatte sie es vermisst in den steinernen Mauern. Ihr Pferd schnaubte unruhig und langsam setzten sie sich in Bewegung.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeApr 3rd 2002
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    Seine förmliche Anrede rief ihr wieder ins Gedächtnis, daß sie nicht allein mit dem großen Ordenskrieger war. Sie streifte kurz die Wachen mit einem Blick zur Seite. „Ich hege den Wunsch nach Freiheit und Glück, Tagros Erzfeuer“, sagte sie und blickte ihm in die Augen. „…für mein Volk, meine Freunde und mich…“ Er hielt ihrem Blick stand, doch sie ließ schließlich die Augen sinken. „Ich glaube, wir sollten aufbrechen, solange der Tag noch jung ist. Auf, auf edler Krieger, dem Ziel entgegen!“ Sie hatte auf diesen Augenblick gewartet, denn die Wachen sahen gerade über die Brüstung, als sie kurz über Tagros‘ Wange strich und mit einem silberhellen Lachen den Weg nach unten antrat. Jetzt blickte sich auch der Ordenskrieger nocheinmal nach seinen Kameraden um. Diese jedoch hatten anscheinend nichts bemerkt. Dann folgte er der Elfe die Treppe hinunter.
    Wenig später standen die Gefährten im Innenhof der Festung, die ihnen nur für kurze Zeit die Möglichkeit zum Ausruhen gewährt hatte. Dennoch fühlten sie sich frisch und bereit, die Reise, die nun vor ihnen lag, zu bewältigen. Sie hatten sich mit ein wenig Wegzehrung versorgt und in ihren Satteltaschen verstaut. Jetzt öffnete sich langsam das große Tor und sie schritten hindurch, die Pferde an den Zügeln führend.

    Während Dialae und Tagros auf den Zinnen gestanden hatten, waren Shaniqua und Ariane mit den anderen vor den Toren gewesen und hatten nach den Pferden gepfiffen und gerufen. Und nach einiger Zeit kamen sie hinter der Feste hervorgetrabt. Überglücklich schloß Ariane ihres in die Arme, während Shaniqua ihre Stute freudig klopfend willkommen hieß. Zusammen brachten sie die Pferde in den Innenhof und machten sie bereit zum Aufbruch. Ito lies sie allein um auch seine Reisesachen zu packen. Er kam fast zeitgleich mit Dialae und Tagros wieder. Ariane lächelte als sie hinter dem Tor aufsaß, den sanften Wind spürte und das Grün der Wiese und das dahinterliegenden Waldes sah. Irgendwie hatte sie es vermisst in den steinernen Mauern. Ihr Pferd schnaubte unruhig und langsam setzten sie sich in Bewegung.

    Shaniqua hätte vor Freude am liebsten laut gejubelt. Sie war wieder unter freiem Himmel, den bedrückenden Steinmauern entronnen. Und wider Erwarten war ihr kein Haar gekrümmt worden. Tief atmete sie die kühle Morgenluft ein. Die ganze Zeit, die sie in der Festung verbracht hatten, hatte sie sich unbewußt geduckt gehalten. Nun streckte sie sich wieder, und ihre geschmeidigen Bewegungen nahmen wieder ihre katzenhafte Eleganz an. Vergnügt blickte sie sich unter ihren Gefährten um, und selbst Ito warf sie ein strahlendes Lächeln zu.
    Dann fiel ihr etwas ein. „Reitet ruhig weiter“ wandte sie sich an ihre Gefährten. Sie trieb ihre Stute an und hielt auf den Waldrand zu, dort wo sie Chre‘wad ihr Lager gehabt hatten.
    Der Anblick war nicht gerade ermutigend, die Dinge ihrer Ausrüstung, die man nicht mitgenommen hatte, waren größtenteils zerstört und auf der ganzen Lichtung zerstreut. Sie sammelte alles ein, was noch brauchbar war. Nur ihr Kurzschwert konnte sie auch nach längerem Suchen nich finden. Schulterzuckend stieg sie wieder auf ihre Stute. Sie würde auch ohne auskommen.
    Dann galoppierte sie ihren Gefährten nach. Es war ein wundervolles Gefühl, den Wind im Gesicht zu spüren. Sie glühte förmlich vor Aufregung, als sie ihre Freunde wieder erreichte. Das was sie von seinen Sachen noch hatte finden können, übergab sie Chre‘wad. Dann dirigierte sie ihr Pferd neben das von Ariane. Auch sie schien erleichtert wieder unterwegs zu sein. Sie grinste, als Shaniqua sie anlächelte.

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      CommentAuthorErestor
    • CommentTimeApr 5th 2002
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    Die roten Punkte bewegten sich. Auch war mal einer kurzzeitig nicht mehr zu sehen. Doch nun kamen sie näher und wurden größer. Als sie näher kamen, konnte auch ein leichter Lichtschimmer um sie herum gesehen werden: Das schwache Licht der Höhle fiel auf etwas, was die Punkte umgab. So nahmen die beiden immer besser die Kontur eines Wesens wahr, das auf sie zu kam. Nach der gleitenden Bewegung zu urteilen, fliegend oder schwebend, ohne rhythmische Bewegungen, wie sie beim Gehen oder Flügelschlagen entstehen würden.
    Inzwischen war der Bereich etwa 18mal so groß wie der Raum mit dem Schrein zuvor. Gesbewa und Blaue Kehle standen im Gang und sahen durch die Tür das Wesen näher kommen und konnten immer mehr von ihm erkennen. Blaue Kehle schauderte es: Es war eines der Hüter der Quelle, die vor Äonen entdeckten, wie sie wiederkehren konnten und dies auch taten. Sie waren gefürchtet und wurden verehrt.
    „Das ist ein Hüter der Quelle! Ein uraltes Wesen, das die Quelle entdeckte und zu nutzen herausfand. Hoffentlich ist es nicht verärgert!.“

    Der Hüter kam näher heran und die beiden konnten seine Form erkennen. Er glich einem großen Vogelskellet in gespannter trockener ledriger Haut, über dessen Flügel und Schwanz zusätzlich eine Art Lederhaut gespannt war. Seine Spannweite betrug etwa 15m. Die roten Punkte glühten in seinen Augenhöhlen. Er schien zu schweben, da er sich kaum bewegte und doch mit kleinen Bewegungen zu steuern schien.
    Als er noch ca. 5m entfernt war, änderte er seine Richtung und stieg auf, wobei auch die Magie die Sicht nach oben ermöglichte. So konnten Gesbewa und Blau Kehle sehen, wie der Hüter über sie anstieg und begann, seltsamme Muster zu „fliegen“.
    „Er versucht in diese Welt überzuwechseln!“ hätte Blaue Kehle geflüßtert, wäre es ihm mit dem Sack möglich. Doch so kamen die Laute wie sonst aus dem Sack.
    „Steigt er an, um über den Hügel zu kommen?“, fragte Gesbewa, „Kann mein Zauber in ein Portal verwandelt werden? - Laßt uns aus der Miene laufen und von außen sehen, was vorgeht. Wer weiß, ob die Miene das aushält.“
    So liefen sie hinaus und Gesbewa ließ auch die Mine räumen - mit Ausnahme von Ailith.
    Drausen sammelten sich die Leute und warteten gespannt auf erste Anzeichen der beginnenden Wirkung der Magie.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeApr 8th 2002
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    Seine förmliche Anrede rief ihr wieder ins Gedächtnis, daß sie nicht allein mit dem großen Ordenskrieger war. Sie streifte kurz die Wachen mit einem Blick zur Seite. „Ich hege den Wunsch nach Freiheit und Glück, Tagros Erzfeuer“, sagte sie und blickte ihm in die Augen. „…für mein Volk, meine Freunde und mich…“ Er hielt ihrem Blick stand, doch sie ließ schließlich die Augen sinken. „Ich glaube, wir sollten aufbrechen, solange der Tag noch jung ist. Auf, auf edler Krieger, dem Ziel entgegen!“ Sie hatte auf diesen Augenblick gewartet, denn die Wachen sahen gerade über die Brüstung, als sie kurz über Tagros‘ Wange strich und mit einem silberhellen Lachen den Weg nach unten antrat. Jetzt blickte sich auch der Ordenskrieger nocheinmal nach seinen Kameraden um. Diese jedoch hatten anscheinend nichts bemerkt. Dann folgte er der Elfe die Treppe hinunter.
    Wenig später standen die Gefährten im Innenhof der Festung, die ihnen nur für kurze Zeit die Möglichkeit zum Ausruhen gewährt hatte. Dennoch fühlten sie sich frisch und bereit, die Reise, die nun vor ihnen lag, zu bewältigen. Sie hatten sich mit ein wenig Wegzehrung versorgt und in ihren Satteltaschen verstaut. Jetzt öffnete sich langsam das große Tor und sie schritten hindurch, die Pferde an den Zügeln führend.

    Während Dialae und Tagros auf den Zinnen gestanden hatten, waren Shaniqua und Ariane mit den anderen vor den Toren gewesen und hatten nach den Pferden gepfiffen und gerufen. Und nach einiger Zeit kamen sie hinter der Feste hervorgetrabt. Überglücklich schloß Ariane ihres in die Arme, während Shaniqua ihre Stute freudig klopfend willkommen hieß. Zusammen brachten sie die Pferde in den Innenhof und machten sie bereit zum Aufbruch. Ito lies sie allein um auch seine Reisesachen zu packen. Er kam fast zeitgleich mit Dialae und Tagros wieder. Ariane lächelte als sie hinter dem Tor aufsaß, den sanften Wind spürte und das Grün der Wiese und das dahinterliegenden Waldes sah. Irgendwie hatte sie es vermisst in den steinernen Mauern. Ihr Pferd schnaubte unruhig und langsam setzten sie sich in Bewegung.

    Shaniqua hätte vor Freude am liebsten laut gejubelt. Sie war wieder unter freiem Himmel, den bedrückenden Steinmauern entronnen. Und wider Erwarten war ihr kein Haar gekrümmt worden. Tief atmete sie die kühle Morgenluft ein. Die ganze Zeit, die sie in der Festung verbracht hatten, hatte sie sich unbewußt geduckt gehalten. Nun streckte sie sich wieder, und ihre geschmeidigen Bewegungen nahmen wieder ihre katzenhafte Eleganz an. Vergnügt blickte sie sich unter ihren Gefährten um, und selbst Ito warf sie ein strahlendes Lächeln zu.
    Dann fiel ihr etwas ein. „Reitet ruhig weiter“ wandte sie sich an ihre Gefährten. Sie trieb ihre Stute an und hielt auf den Waldrand zu, dort wo sie Chre‘wad ihr Lager gehabt hatten.
    Der Anblick war nicht gerade ermutigend, die Dinge ihrer Ausrüstung, die man nicht mitgenommen hatte, waren größtenteils zerstört und auf der ganzen Lichtung zerstreut. Sie sammelte alles ein, was noch brauchbar war. Nur ihr Kurzschwert konnte sie auch nach längerem Suchen nich finden. Schulterzuckend stieg sie wieder auf ihre Stute. Sie würde auch ohne auskommen.
    Dann galoppierte sie ihren Gefährten nach. Es war ein wundervolles Gefühl, den Wind im Gesicht zu spüren. Sie glühte förmlich vor Aufregung, als sie ihre Freunde wieder erreichte. Das was sie von seinen Sachen noch hatte finden können, übergab sie Chre‘wad. Dann dirigierte sie ihr Pferd neben das von Ariane. Auch sie schien erleichtert wieder unterwegs zu sein. Sie grinste, als Shaniqua sie anlächelte.
    Dann ging Arianes Blick nach vorne auf die weite Grasfläche auf die sie zuritten und sie schaute Shaniqua feixend an. Ariane nickte auffordernd leicht nach vorne während sie Shaniqua anschaute. Auch Shaniqua grinste nun. Sie schaute sich noch gewohnheitsmäßig um, konnte aber nichts entdecken. Nach einem leisem Schnalzen mit der Zunge wurde ihre Stute schneller. Auch Ariane trieb ihr Pferd an und beide ließen sie immer mehr ausholen. Sie ignorierten die Protestrufe der nicht so geübten Reiter für einen Moment und genossen einfach nur die kraftvollen Bewegungen der Pferde und das Dahinfliegen über die Ebene. Bis Shaniqua Ariane zurief „Langsam, lass uns umkehren. Sie kommen nicht hinterher.“ Sie nahmen die Pferde zurück und ritten ihnen langsam freudestrahlend entgegen.

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeApr 8th 2002
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    >Seine förmliche Anrede rief ihr wieder ins Gedächtnis, daß sie nicht allein mit dem großen Ordenskrieger war. Sie streifte kurz die Wachen mit einem Blick zur Seite. „Ich hege den Wunsch nach Freiheit und Glück, Tagros Erzfeuer“, sagte sie und blickte ihm in die Augen. „…für mein Volk, meine Freunde und mich…“ Er hielt ihrem Blick stand, doch sie ließ schließlich die Augen sinken. „Ich glaube, wir sollten aufbrechen, solange der Tag noch jung ist. Auf, auf edler Krieger, dem Ziel entgegen!“ Sie hatte auf diesen Augenblick gewartet, denn die Wachen sahen gerade über die Brüstung, als sie kurz über Tagros‘ Wange strich und mit einem silberhellen Lachen den Weg nach unten antrat. Jetzt blickte sich auch der Ordenskrieger nocheinmal nach seinen Kameraden um. Diese jedoch hatten anscheinend nichts bemerkt. Dann folgte er der Elfe die Treppe hinunter.
    >Wenig später standen die Gefährten im Innenhof der Festung, die ihnen nur für kurze Zeit die Möglichkeit zum Ausruhen gewährt hatte. Dennoch fühlten sie sich frisch und bereit, die Reise, die nun vor ihnen lag, zu bewältigen. Sie hatten sich mit ein wenig Wegzehrung versorgt und in ihren Satteltaschen verstaut. Jetzt öffnete sich langsam das große Tor und sie schritten hindurch, die Pferde an den Zügeln führend.
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    >Während Dialae und Tagros auf den Zinnen gestanden hatten, waren Shaniqua und Ariane mit den anderen vor den Toren gewesen und hatten nach den Pferden gepfiffen und gerufen. Und nach einiger Zeit kamen sie hinter der Feste hervorgetrabt. Überglücklich schloß Ariane ihres in die Arme, während Shaniqua ihre Stute freudig klopfend willkommen hieß. Zusammen brachten sie die Pferde in den Innenhof und machten sie bereit zum Aufbruch. Ito lies sie allein um auch seine Reisesachen zu packen. Er kam fast zeitgleich mit Dialae und Tagros wieder. Ariane lächelte als sie hinter dem Tor aufsaß, den sanften Wind spürte und das Grün der Wiese und das dahinterliegenden Waldes sah. Irgendwie hatte sie es vermisst in den steinernen Mauern. Ihr Pferd schnaubte unruhig und langsam setzten sie sich in Bewegung.
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    >Shaniqua hätte vor Freude am liebsten laut gejubelt. Sie war wieder unter freiem Himmel, den bedrückenden Steinmauern entronnen. Und wider Erwarten war ihr kein Haar gekrümmt worden. Tief atmete sie die kühle Morgenluft ein. Die ganze Zeit, die sie in der Festung verbracht hatten, hatte sie sich unbewußt geduckt gehalten. Nun streckte sie sich wieder, und ihre geschmeidigen Bewegungen nahmen wieder ihre katzenhafte Eleganz an. Vergnügt blickte sie sich unter ihren Gefährten um, und selbst Ito warf sie ein strahlendes Lächeln zu.
    >Dann fiel ihr etwas ein. „Reitet ruhig weiter“ wandte sie sich an ihre Gefährten. Sie trieb ihre Stute an und hielt auf den Waldrand zu, dort wo sie Chre‘wad ihr Lager gehabt hatten.
    >Der Anblick war nicht gerade ermutigend, die Dinge ihrer Ausrüstung, die man nicht mitgenommen hatte, waren größtenteils zerstört und auf der ganzen Lichtung zerstreut. Sie sammelte alles ein, was noch brauchbar war. Nur ihr Kurzschwert konnte sie auch nach längerem Suchen nich finden. Schulterzuckend stieg sie wieder auf ihre Stute. Sie würde auch ohne auskommen.
    >Dann galoppierte sie ihren Gefährten nach. Es war ein wundervolles Gefühl, den Wind im Gesicht zu spüren. Sie glühte förmlich vor Aufregung, als sie ihre Freunde wieder erreichte. Das was sie von seinen Sachen noch hatte finden können, übergab sie Chre‘wad. Dann dirigierte sie ihr Pferd neben das von Ariane. Auch sie schien erleichtert wieder unterwegs zu sein. Sie grinste, als Shaniqua sie anlächelte.
    >Dann ging Arianes Blick nach vorne auf die weite Grasfläche auf die sie zuritten und sie schaute Shaniqua feixend an. Ariane nickte auffordernd leicht nach vorne während sie Shaniqua anschaute. Auch Shaniqua grinste nun. Sie schaute sich noch gewohnheitsmäßig um, konnte aber nichts entdecken. Nach einem leisem Schnalzen mit der Zunge wurde ihre Stute schneller. Auch Ariane trieb ihr Pferd an und beide ließen sie immer mehr ausholen. Sie ignorierten die Protestrufe der nicht so geübten Reiter für einen Moment und genossen einfach nur die kraftvollen Bewegungen der Pferde und das Dahinfliegen über die Ebene. Bis Shaniqua Ariane zurief „Langsam, lass uns umkehren. Sie kommen nicht hinterher.“ Sie nahmen die Pferde zurück und ritten ihnen langsam freudestrahlend entgegen.
    Tagros sah ihnen mit einer Mischun aus Abscheu, Irritation und Leid entgegen. Er hielt sich mehr schlecht als recht auf seinem Pferd, und das Pferd war ebenfalls sichtlich entnervt. „Wir werden keine Freunde!“ knurrte Tagros dem Tier ins Ohr und zog die Zügel wieder zu fest an.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeApr 9th 2002
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    Während Dialae und Tagros auf den Zinnen gestanden hatten, waren Shaniqua und Ariane mit den anderen vor den Toren gewesen und hatten nach den Pferden gepfiffen und gerufen. Und nach einiger Zeit kamen sie hinter der Feste hervorgetrabt. Überglücklich schloß Ariane ihres in die Arme, während Shaniqua ihre Stute freudig klopfend willkommen hieß. Zusammen brachten sie die Pferde in den Innenhof und machten sie bereit zum Aufbruch. Ito lies sie allein um auch seine Reisesachen zu packen. Er kam fast zeitgleich mit Dialae und Tagros wieder. Ariane lächelte als sie hinter dem Tor aufsaß, den sanften Wind spürte und das Grün der Wiese und das dahinterliegenden Waldes sah. Irgendwie hatte sie es vermisst in den steinernen Mauern. Ihr Pferd schnaubte unruhig und langsam setzten sie sich in Bewegung.
    >
    >Shaniqua hätte vor Freude am liebsten laut gejubelt. Sie war wieder unter freiem Himmel, den bedrückenden Steinmauern entronnen. Und wider Erwarten war ihr kein Haar gekrümmt worden. Tief atmete sie die kühle Morgenluft ein. Die ganze Zeit, die sie in der Festung verbracht hatten, hatte sie sich unbewußt geduckt gehalten. Nun streckte sie sich wieder, und ihre geschmeidigen Bewegungen nahmen wieder ihre katzenhafte Eleganz an. Vergnügt blickte sie sich unter ihren Gefährten um, und selbst Ito warf sie ein strahlendes Lächeln zu.
    >Dann fiel ihr etwas ein. „Reitet ruhig weiter“ wandte sie sich an ihre Gefährten. Sie trieb ihre Stute an und hielt auf den Waldrand zu, dort wo sie Chre‘wad ihr Lager gehabt hatten.
    >Der Anblick war nicht gerade ermutigend, die Dinge ihrer Ausrüstung, die man nicht mitgenommen hatte, waren größtenteils zerstört und auf der ganzen Lichtung zerstreut. Sie sammelte alles ein, was noch brauchbar war. Nur ihr Kurzschwert konnte sie auch nach längerem Suchen nich finden. Schulterzuckend stieg sie wieder auf ihre Stute. Sie würde auch ohne auskommen.
    >Dann galoppierte sie ihren Gefährten nach. Es war ein wundervolles Gefühl, den Wind im Gesicht zu spüren. Sie glühte förmlich vor Aufregung, als sie ihre Freunde wieder erreichte. Das was sie von seinen Sachen noch hatte finden können, übergab sie Chre‘wad. Dann dirigierte sie ihr Pferd neben das von Ariane. Auch sie schien erleichtert wieder unterwegs zu sein. Sie grinste, als Shaniqua sie anlächelte.
    >Dann ging Arianes Blick nach vorne auf die weite Grasfläche auf die sie zuritten und sie schaute Shaniqua feixend an. Ariane nickte auffordernd leicht nach vorne während sie Shaniqua anschaute. Auch Shaniqua grinste nun. Sie schaute sich noch gewohnheitsmäßig um, konnte aber nichts entdecken. Nach einem leisem Schnalzen mit der Zunge wurde ihre Stute schneller. Auch Ariane trieb ihr Pferd an und beide ließen sie immer mehr ausholen. Sie ignorierten die Protestrufe der nicht so geübten Reiter für einen Moment und genossen einfach nur die kraftvollen Bewegungen der Pferde und das Dahinfliegen über die Ebene. Bis Shaniqua Ariane zurief „Langsam, lass uns umkehren. Sie kommen nicht hinterher.“ Sie nahmen die Pferde zurück und ritten ihnen langsam freudestrahlend entgegen.
    Tagros sah ihnen mit einer Mischun aus Abscheu, Irritation und Leid entgegen. Er hielt sich mehr schlecht als recht auf seinem Pferd, und das Pferd war ebenfalls sichtlich entnervt. „Wir werden keine Freunde!“ knurrte Tagros dem Tier ins Ohr und zog die Zügel wieder zu fest an.

    So ritten sie unter Dialaes Führung weiter, bis Ariane nicht mehr wusste ob ihr Tagros oder das Pferd mehr leid tat. Sie griff ihm in die Zügel und rief „Wartet.“ „Du wirst ihm noch das Maul wundscheuern oder gar das Genick brechen wenn Du weiter so an den Zügeln zerrst. Vielleicht solltest Du es führen und nur in Notfällen reiten. Sonst können wir es ja als Packpferd benutzen. Wenn wir rasten, kann Shaniqua Dir ja zeigen wie es für Euch beide angenehmer wird miteinander zu reisen.“ meinte Ariane zu Tagros. Sie hatte auch Ito beobachtet wie er steif auf seinem Pferd saß, aber sie konnte an seinem Gesicht nicht erkennen wie es ihm ging. „Ito“ fing sie an „Wie fühlst Du Dich auf dem Pferd? Möchtest Du auch wie Tagros lieber laufen?“ fragte sie ihn.

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      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeApr 15th 2002
     permalink

    >So ritten sie unter Dialaes Führung weiter, bis Ariane nicht mehr wusste ob ihr Tagros oder das Pferd mehr leid tat. Sie griff ihm in die Zügel und rief „Wartet.“ „Du wirst ihm noch das Maul wundscheuern oder gar das Genick brechen wenn Du weiter so an den Zügeln zerrst. Vielleicht solltest Du es führen und nur in Notfällen reiten. Sonst können wir es ja als Packpferd benutzen. Wenn wir rasten, kann Shaniqua Dir ja zeigen wie es für Euch beide angenehmer wird miteinander zu reisen.“ meinte Ariane zu Tagros. Sie hatte auch Ito beobachtet wie er steif auf seinem Pferd saß, aber sie konnte an seinem Gesicht nicht erkennen wie es ihm ging. „Ito“ fing sie an „Wie fühlst Du Dich auf dem Pferd? Möchtest Du auch wie Tagros lieber laufen?“ fragte sie ihn.

    „Da solltet Ihr wohl besser das Pferd fragen.“ Ito verzog keine Miene, aber der Unterton in seiner Stimme ließ klar erkennen, das ihm die momentane Situation auf dem Rücken eines Pferdes nicht zusagte. „Ich glaube, ich schlage dem Gaul ein geschäft vor“, fuhr er fort „Ich steige ab, er trägt meine Sachen und ich passe dafür mit auf ihn auf. Klingt doch fair, oder?“ Er tätschelte sein Pferd am Hals und stieg und stieg recht ungelenk ab. Dann kramte er kurz in einer der Satteltaschen und nahm ein kleines Lederstück heraus. Mit diesem zeichnete er mit einigen kurzen Bewegungen die Sanduhr auf seinem Wappenrock nach und flüsterte einige Worte in einer unbekannten Sprache. Plötzlich legte sich ein rotes Schimmern um Itos Körper, er reckte sich kurz und nahm dann die Zügel seines Pferdes. „Man weiß ja nie“, murmelte er lächelnd, als er Arianes überraschten Blick sah.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeApr 15th 2002
     permalink

    So ritten sie unter Dialaes Führung weiter, bis Ariane nicht mehr wusste ob ihr Tagros oder das Pferd mehr leid tat. Sie griff ihm in die Zügel und rief „Wartet.“ „Du wirst ihm noch das Maul wundscheuern oder gar das Genick brechen wenn Du weiter so an den Zügeln zerrst. Vielleicht solltest Du es führen und nur in Notfällen reiten. Sonst können wir es ja als Packpferd benutzen. Wenn wir rasten, kann Shaniqua Dir ja zeigen wie es für Euch beide angenehmer wird miteinander zu reisen.“ meinte Ariane zu Tagros. Sie hatte auch Ito beobachtet wie er steif auf seinem Pferd saß, aber sie konnte an seinem Gesicht nicht erkennen wie es ihm ging. „Ito“ fing sie an „Wie fühlst Du Dich auf dem Pferd? Möchtest Du auch wie Tagros lieber laufen?“ fragte sie ihn.

    „Da solltet Ihr wohl besser das Pferd fragen.“ Ito verzog keine Miene, aber der Unterton in seiner Stimme ließ klar erkennen, das ihm die momentane Situation auf dem Rücken eines Pferdes nicht zusagte. „Ich glaube, ich schlage dem Gaul ein geschäft vor“, fuhr er fort „Ich steige ab, er trägt meine Sachen und ich passe dafür mit auf ihn auf. Klingt doch fair, oder?“ Er tätschelte sein Pferd am Hals und stieg und stieg recht ungelenk ab. Dann kramte er kurz in einer der Satteltaschen und nahm ein kleines Lederstück heraus. Mit diesem zeichnete er mit einigen kurzen Bewegungen die Sanduhr auf seinem Wappenrock nach und flüsterte einige Worte in einer unbekannten Sprache. Plötzlich legte sich ein rotes Schimmern um Itos Körper, er reckte sich kurz und nahm dann die Zügel seines Pferdes. „Man weiß ja nie“, murmelte er lächelnd, als er Arianes überraschten Blick sah.

    Shaniqua war voran geritten. Mit halbem Ohr hörte sie der Unterhaltung hinter sich zu. Dann kam ihr eine Idee. Sie schwang erst ein Bein über den Pferdehals, dann das andere über die Kruppe, so dass sie nun verkehrt herum sass. Sie stützte die Füße auf die Kruppe ihrer Stute und konnte nun ihre Arme auf den Knien verschränken. So beobachtete sie belustigt, wie Tagros und Ito sich von ihren Pferden quälten und Ito seinen Zauber wirkte. Als er hochschaute, sah er Shaniqua in ihrer ungewöhnlichen Sitzposition frech grinsen.
    „Probleme?“ fragte sie mit unschuldigem Gesichtsausdruck.
    Doch bevor einer der beiden antworten konnte, schwang Shaniqua das linke Bein wieder zurück, so dass sie seitwärts im Sattel sass, ließ sich dann hinutergleiten und sprang, sobald sie den Boden erreichte, mit einer federnden Bewegung wieder ab, so dass sie schließlich wieder ganz normal im Sattel sass. So, als wäre nichts gewesen, ritt sie weiter und amüsierte sich insgeheim über ihre akrobatische Einlage.

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      CommentAuthorGrim
    • CommentTimeApr 15th 2002
     permalink

    At 15.04.0219:53, Yakira wrote:
    >So ritten sie unter Dialaes Führung weiter, bis Ariane nicht mehr wusste ob ihr Tagros oder das Pferd mehr leid tat. Sie griff ihm in die Zügel und rief „Wartet.“ „Du wirst ihm noch das Maul wundscheuern oder gar das Genick brechen wenn Du weiter so an den Zügeln zerrst. Vielleicht solltest Du es führen und nur in Notfällen reiten. Sonst können wir es ja als Packpferd benutzen. Wenn wir rasten, kann Shaniqua Dir ja zeigen wie es für Euch beide angenehmer wird miteinander zu reisen.“ meinte Ariane zu Tagros. Sie hatte auch Ito beobachtet wie er steif auf seinem Pferd saß, aber sie konnte an seinem Gesicht nicht erkennen wie es ihm ging. „Ito“ fing sie an „Wie fühlst Du Dich auf dem Pferd? Möchtest Du auch wie Tagros lieber laufen?“ fragte sie ihn.
    >
    >“Da solltet Ihr wohl besser das Pferd fragen.“ Ito verzog keine Miene, aber der Unterton in seiner Stimme ließ klar erkennen, das ihm die momentane Situation auf dem Rücken eines Pferdes nicht zusagte. „Ich glaube, ich schlage dem Gaul ein geschäft vor“, fuhr er fort „Ich steige ab, er trägt meine Sachen und ich passe dafür mit auf ihn auf. Klingt doch fair, oder?“ Er tätschelte sein Pferd am Hals und stieg und stieg recht ungelenk ab. Dann kramte er kurz in einer der Satteltaschen und nahm ein kleines Lederstück heraus. Mit diesem zeichnete er mit einigen kurzen Bewegungen die Sanduhr auf seinem Wappenrock nach und flüsterte einige Worte in einer unbekannten Sprache. Plötzlich legte sich ein rotes Schimmern um Itos Körper, er reckte sich kurz und nahm dann die Zügel seines Pferdes. „Man weiß ja nie“, murmelte er lächelnd, als er Arianes überraschten Blick sah.
    >
    >Shaniqua war voran geritten. Mit halbem Ohr hörte sie der Unterhaltung hinter sich zu. Dann kam ihr eine Idee. Sie schwang erst ein Bein über den Pferdehals, dann das andere über die Kruppe, so dass sie nun verkehrt herum sass. Sie stützte die Füße auf die Kruppe ihrer Stute und konnte nun ihre Arme auf den Knien verschränken. So beobachtete sie belustigt, wie Tagros und Ito sich von ihren Pferden quälten und Ito seinen Zauber wirkte. Als er hochschaute, sah er Shaniqua in ihrer ungewöhnlichen Sitzposition frech grinsen.
    >“Probleme?“ fragte sie mit unschuldigem Gesichtsausdruck.
    >Doch bevor einer der beiden antworten konnte, schwang Shaniqua das linke Bein wieder zurück, so dass sie seitwärts im Sattel sass, ließ sich dann hinutergleiten und sprang, sobald sie den Boden erreichte, mit einer federnden Bewegung wieder ab, so dass sie schließlich wieder ganz normal im Sattel sass. So, als wäre nichts gewesen, ritt sie weiter und amüsierte sich insgeheim über ihre akrobatische Einlage.

    Ito blickte darauf hin zu Tagros. Auch er sah nicht sehr begeistert über Shaniquas „Scherz“. Langsam bildete sich ein Lächeln in Itos Gesicht und er nahm beide Hände vor den Körper. Mit einmal schoßen lautlos kleine Flammen zwischen zwischen seinen Fingern hin und her. Ito sah grinsend Tagros an und nickte in Shaniquas Richtung. Tagros‘s Augen wurden darauf hin groß und größer, sein Gesicht etwas weißer und er schüttelte nur energisch den Kopf. „Hmmm, schade…“, flüsterte Ito grinsend. Die Flammen erloschen und der Magier begann vergnügt zu pfeifen. In seinen Augen spielte der Schabernack.

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeApr 16th 2002
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    Vertan… falsches Post.

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeApr 16th 2002
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    >>So ritten sie unter Dialaes Führung weiter, bis Ariane nicht mehr wusste ob ihr Tagros oder das Pferd mehr leid tat. Sie griff ihm in die Zügel und rief „Wartet.“ „Du wirst ihm noch das Maul wundscheuern oder gar das Genick brechen wenn Du weiter so an den Zügeln zerrst. Vielleicht solltest Du es führen und nur in Notfällen reiten. Sonst können wir es ja als Packpferd benutzen. Wenn wir rasten, kann Shaniqua Dir ja zeigen wie es für Euch beide angenehmer wird miteinander zu reisen.“ meinte Ariane zu Tagros. Sie hatte auch Ito beobachtet wie er steif auf seinem Pferd saß, aber sie konnte an seinem Gesicht nicht erkennen wie es ihm ging. „Ito“ fing sie an „Wie fühlst Du Dich auf dem Pferd? Möchtest Du auch wie Tagros lieber laufen?“ fragte sie ihn.
    >>
    >>“Da solltet Ihr wohl besser das Pferd fragen.“ Ito verzog keine Miene, aber der Unterton in seiner Stimme ließ klar erkennen, das ihm die momentane Situation auf dem Rücken eines Pferdes nicht zusagte. „Ich glaube, ich schlage dem Gaul ein geschäft vor“, fuhr er fort „Ich steige ab, er trägt meine Sachen und ich passe dafür mit auf ihn auf. Klingt doch fair, oder?“ Er tätschelte sein Pferd am Hals und stieg und stieg recht ungelenk ab. Dann kramte er kurz in einer der Satteltaschen und nahm ein kleines Lederstück heraus. Mit diesem zeichnete er mit einigen kurzen Bewegungen die Sanduhr auf seinem Wappenrock nach und flüsterte einige Worte in einer unbekannten Sprache. Plötzlich legte sich ein rotes Schimmern um Itos Körper, er reckte sich kurz und nahm dann die Zügel seines Pferdes. „Man weiß ja nie“, murmelte er lächelnd, als er Arianes überraschten Blick sah.
    >>
    >>Shaniqua war voran geritten. Mit halbem Ohr hörte sie der Unterhaltung hinter sich zu. Dann kam ihr eine Idee. Sie schwang erst ein Bein über den Pferdehals, dann das andere über die Kruppe, so dass sie nun verkehrt herum sass. Sie stützte die Füße auf die Kruppe ihrer Stute und konnte nun ihre Arme auf den Knien verschränken. So beobachtete sie belustigt, wie Tagros und Ito sich von ihren Pferden quälten und Ito seinen Zauber wirkte. Als er hochschaute, sah er Shaniqua in ihrer ungewöhnlichen Sitzposition frech grinsen.
    >>“Probleme?“ fragte sie mit unschuldigem Gesichtsausdruck.
    >>Doch bevor einer der beiden antworten konnte, schwang Shaniqua das linke Bein wieder zurück, so dass sie seitwärts im Sattel sass, ließ sich dann hinutergleiten und sprang, sobald sie den Boden erreichte, mit einer federnden Bewegung wieder ab, so dass sie schließlich wieder ganz normal im Sattel sass. So, als wäre nichts gewesen, ritt sie weiter und amüsierte sich insgeheim über ihre akrobatische Einlage.
    >
    >Ito blickte darauf hin zu Tagros. Auch er sah nicht sehr begeistert über Shaniquas „Scherz“. Langsam bildete sich ein Lächeln in Itos Gesicht und er nahm beide Hände vor den Körper. Mit einmal schoßen lautlos kleine Flammen zwischen zwischen seinen Fingern hin und her. Ito sah grinsend Tagros an und nickte in Shaniquas Richtung. Tagros‘s Augen wurden darauf hin groß und größer, sein Gesicht etwas weißer und er schüttelte nur energisch den Kopf. „Hmmm, schade…“, flüsterte Ito grinsend. Die Flammen erloschen und der Magier begann vergnügt zu pfeifen. In seinen Augen spielte der Schabernack.

    Bewußt drehte sich Tagros von ihm weg und schnaubte derart laut, das es auch das Pferd hätte sein können. Zu Yakira gewandt sagte er: „Ich bin beeindruckt. Wenn Ihr jetzt noch dabei das Harrgon-Lied singt, klatsche ich Beifall.“ Mißmutig zerrte er sein Pferd zu einem Baum herüber und band es fest. Gemeinsam beluden sie sein und auch Itos Pferd mit ihren Sachen. Dann trabten sie langsam los, und wieder war schwer zu sehen, ob Tagros oder das Pferd glücklicher über die neue Anordnung der Reisetruppe war.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeApr 16th 2002
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    Shaniqua war voran geritten. Mit halbem Ohr hörte sie der Unterhaltung hinter sich zu. Dann kam ihr eine Idee. Sie schwang erst ein Bein über den Pferdehals, dann das andere über die Kruppe, so dass sie nun verkehrt herum sass. Sie stützte die Füße auf die Kruppe ihrer Stute und konnte nun ihre Arme auf den Knien verschränken. So beobachtete sie belustigt, wie Tagros und Ito sich von ihren Pferden quälten und Ito seinen Zauber wirkte. Als er hochschaute, sah er Shaniqua in ihrer ungewöhnlichen Sitzposition frech grinsen.
    >>“Probleme?“ fragte sie mit unschuldigem Gesichtsausdruck.
    >>Doch bevor einer der beiden antworten konnte, schwang Shaniqua das linke Bein wieder zurück, so dass sie seitwärts im Sattel sass, ließ sich dann hinutergleiten und sprang, sobald sie den Boden erreichte, mit einer federnden Bewegung wieder ab, so dass sie schließlich wieder ganz normal im Sattel sass. So, als wäre nichts gewesen, ritt sie weiter und amüsierte sich insgeheim über ihre akrobatische Einlage.
    >
    >Ito blickte darauf hin zu Tagros. Auch er sah nicht sehr begeistert über Shaniquas „Scherz“. Langsam bildete sich ein Lächeln in Itos Gesicht und er nahm beide Hände vor den Körper. Mit einmal schoßen lautlos kleine Flammen zwischen zwischen seinen Fingern hin und her. Ito sah grinsend Tagros an und nickte in Shaniquas Richtung. Tagros‘s Augen wurden darauf hin groß und größer, sein Gesicht etwas weißer und er schüttelte nur energisch den Kopf. „Hmmm, schade…“, flüsterte Ito grinsend. Die Flammen erloschen und der Magier begann vergnügt zu pfeifen. In seinen Augen spielte der Schabernack.

    Bewußt drehte sich Tagros von ihm weg und schnaubte derart laut, das es auch das Pferd hätte sein können. Zu Yakira gewandt sagte er: „Ich bin beeindruckt. Wenn Ihr jetzt noch dabei das Harrgon-Lied singt, klatsche ich Beifall.“ Mißmutig zerrte er sein Pferd zu einem Baum herüber und band es fest. Gemeinsam beluden sie sein und auch Itos Pferd mit ihren Sachen. Dann trabten sie langsam los, und wieder war schwer zu sehen, ob Tagros oder das Pferd glücklicher über die neue Anordnung der Reisetruppe war.

    Ariane musste bei Shaniquas Reitkünsten grinsen. So gewandt war sie nicht, aber es sah bei Shaniqua schon sehr beeindruckend aus. Aus den Augenwinkeln sah sie die kleinen Flamen in Itos Handflächen auflodern. Sie drehe sich ganz dorthin und beobachtet weiter. Anscheinend waren sie völlig mühelos dort aufgetaucht und verschwanden auch ohne eine Spur zu hinterlassen nach Tagros Kopfschütteln. Sie hatte ihn schon vorhin fragen wollen was er für einen roten Schimmer um sich gelegt hatte, aber sie wollte nicht zu neugierig erscheinen. So schwieg sie auch nun und griff nach der kurzen Pause statt dessen nach den Zügeln von Tagros Pferd, nahm sie ihm aus der Hand und macht sie bei sich am Sattel fest.

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeApr 16th 2002
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    Bewußt drehte sich Tagros von ihm weg und schnaubte derart laut, das es auch das Pferd hätte sein können. Zu Yakira gewandt sagte er: „Ich bin beeindruckt. Wenn Ihr jetzt noch dabei das Harrgon-Lied singt, klatsche ich Beifall.“ Mißmutig zerrte er sein Pferd zu einem Baum herüber und band es fest. Gemeinsam beluden sie sein und auch Itos Pferd mit ihren Sachen. Dann trabten sie langsam los, und wieder war schwer zu sehen, ob Tagros oder das Pferd glücklicher über die neue Anordnung der Reisetruppe war.

    Ariane musste bei Shaniquas Reitkünsten grinsen. So gewandt war sie nicht, aber es sah bei Shaniqua schon sehr beeindruckend aus. Aus den Augenwinkeln sah sie die kleinen Flamen in Itos Handflächen auflodern. Sie drehe sich ganz dorthin und beobachtet weiter. Anscheinend waren sie völlig mühelos dort aufgetaucht und verschwanden auch ohne eine Spur zu hinterlassen nach Tagros Kopfschütteln. Sie hatte ihn schon vorhin fragen wollen was er für einen roten Schimmer um sich gelegt hatte, aber sie wollte nicht zu neugierig erscheinen. So schwieg sie auch nun und griff nach der kurzen Pause statt dessen nach den Zügeln von Tagros Pferd, nahm sie ihm aus der Hand und macht sie bei sich am Sattel fest.

    Auch Shaniqua nahm kurzerhand Ito sein Pferd ab und führte es als Handpferd. Sie reisten in recht zügigem Tempo, immer geführt von Dialae. Gegen Mittag rasteten sie nur kurz um etwas zu essen, dann brachen sie wieder auf. Gegen Abend erreichten sie eine kleine Lichtung an einem See, an dem sie beschlossen zu rasten. Shaniqua und Ariane kümmerten sich um die Pferde, während die anderen ein Feuer entfachten.
    Shaniqua schwitzte, denn es war ein warmer Tag gewesen, und ihre Haut juckte. Sie schielte zu dem kleinen See hinüber… hm, der sah doch ganz einladend aus. „Ich gehe baden“ verkündete sie und schaute Ariane an, „hast Du nicht auch Lust?“ Während Ariane noch zögerte, schälte Shaniqua sich aus ihren Sachen, legte sie auf einen Haufen neben ihrem Pferd und spazierte zum Seeufer hinunter. Das Abendrot verlieh ihrer Haut einen warmen Kupferton, gegen den sich die vier langen, parallelen Narben auf ihrem Rücken deutlich hervorhoben. Langsam watete sie ins Wasser, bis es tief genug war um zu schwimmen. Dann drehte sie sich um und winkte auffordernd Ariane zu.

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      CommentAuthorTerandir
    • CommentTimeApr 17th 2002
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    >Bewußt drehte sich Tagros von ihm weg und schnaubte derart laut, das es auch das Pferd hätte sein können. Zu Yakira gewandt sagte er: „Ich bin beeindruckt. Wenn Ihr jetzt noch dabei das Harrgon-Lied singt, klatsche ich Beifall.“ Mißmutig zerrte er sein Pferd zu einem Baum herüber und band es fest. Gemeinsam beluden sie sein und auch Itos Pferd mit ihren Sachen. Dann trabten sie langsam los, und wieder war schwer zu sehen, ob Tagros oder das Pferd glücklicher über die neue Anordnung der Reisetruppe war.
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    >Ariane musste bei Shaniquas Reitkünsten grinsen. So gewandt war sie nicht, aber es sah bei Shaniqua schon sehr beeindruckend aus. Aus den Augenwinkeln sah sie die kleinen Flamen in Itos Handflächen auflodern. Sie drehe sich ganz dorthin und beobachtet weiter. Anscheinend waren sie völlig mühelos dort aufgetaucht und verschwanden auch ohne eine Spur zu hinterlassen nach Tagros Kopfschütteln. Sie hatte ihn schon vorhin fragen wollen was er für einen roten Schimmer um sich gelegt hatte, aber sie wollte nicht zu neugierig erscheinen. So schwieg sie auch nun und griff nach der kurzen Pause statt dessen nach den Zügeln von Tagros Pferd, nahm sie ihm aus der Hand und macht sie bei sich am Sattel fest.
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    >Auch Shaniqua nahm kurzerhand Ito sein Pferd ab und führte es als Handpferd. Sie reisten in recht zügigem Tempo, immer geführt von Dialae. Gegen Mittag rasteten sie nur kurz um etwas zu essen, dann brachen sie wieder auf. Gegen Abend erreichten sie eine kleine Lichtung an einem See, an dem sie beschlossen zu rasten. Shaniqua und Ariane kümmerten sich um die Pferde, während die anderen ein Feuer entfachten.
    >Shaniqua schwitzte, denn es war ein warmer Tag gewesen, und ihre Haut juckte. Sie schielte zu dem kleinen See hinüber… hm, der sah doch ganz einladend aus. „Ich gehe baden“ verkündete sie und schaute Ariane an, „hast Du nicht auch Lust?“ Während Ariane noch zögerte, schälte Shaniqua sich aus ihren Sachen, legte sie auf einen Haufen neben ihrem Pferd und spazierte zum Seeufer hinunter. Das Abendrot verlieh ihrer Haut einen warmen Kupferton, gegen den sich die vier langen, parallelen Narben auf ihrem Rücken deutlich hervorhoben. Langsam watete sie ins Wasser, bis es tief genug war um zu schwimmen. Dann drehte sie sich um und winkte auffordernd Ariane zu.

    Tagros seufzte und blickte zum Himmel. Er hatte nicht vor, zu baden - zum einen badete er ohnehin lieber morgens, und zum anderen wußte er noch genau, in welche Gefühle ihn die letzte Baderunde gestürzt hatte. Er streckte sich und sagte: „Ich gehe Feuerholz sammeln. Nein, ich brauche keine Hilfe, so gefährlich scheint das in dieser Gegend ja nicht zu sein!“ Und eine kleine Spur zu eilig trottete er in Richtung Waldrand.

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      CommentAuthormajara
    • CommentTimeApr 17th 2002
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    Bewußt drehte sich Tagros von ihm weg und schnaubte derart laut, das es auch das Pferd hätte sein können. Zu Yakira gewandt sagte er: „Ich bin beeindruckt. Wenn Ihr jetzt noch dabei das Harrgon-Lied singt, klatsche ich Beifall.“ Mißmutig zerrte er sein Pferd zu einem Baum herüber und band es fest. Gemeinsam beluden sie sein und auch Itos Pferd mit ihren Sachen. Dann trabten sie langsam los, und wieder war schwer zu sehen, ob Tagros oder das Pferd glücklicher über die neue Anordnung der Reisetruppe war.
    >
    >Ariane musste bei Shaniquas Reitkünsten grinsen. So gewandt war sie nicht, aber es sah bei Shaniqua schon sehr beeindruckend aus. Aus den Augenwinkeln sah sie die kleinen Flamen in Itos Handflächen auflodern. Sie drehe sich ganz dorthin und beobachtet weiter. Anscheinend waren sie völlig mühelos dort aufgetaucht und verschwanden auch ohne eine Spur zu hinterlassen nach Tagros Kopfschütteln. Sie hatte ihn schon vorhin fragen wollen was er für einen roten Schimmer um sich gelegt hatte, aber sie wollte nicht zu neugierig erscheinen. So schwieg sie auch nun und griff nach der kurzen Pause statt dessen nach den Zügeln von Tagros Pferd, nahm sie ihm aus der Hand und macht sie bei sich am Sattel fest.
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    >Auch Shaniqua nahm kurzerhand Ito sein Pferd ab und führte es als Handpferd. Sie reisten in recht zügigem Tempo, immer geführt von Dialae. Gegen Mittag rasteten sie nur kurz um etwas zu essen, dann brachen sie wieder auf. Gegen Abend erreichten sie eine kleine Lichtung an einem See, an dem sie beschlossen zu rasten. Shaniqua und Ariane kümmerten sich um die Pferde, während die anderen ein Feuer entfachten.
    >Shaniqua schwitzte, denn es war ein warmer Tag gewesen, und ihre Haut juckte. Sie schielte zu dem kleinen See hinüber… hm, der sah doch ganz einladend aus. „Ich gehe baden“ verkündete sie und schaute Ariane an, „hast Du nicht auch Lust?“ Während Ariane noch zögerte, schälte Shaniqua sich aus ihren Sachen, legte sie auf einen Haufen neben ihrem Pferd und spazierte zum Seeufer hinunter. Das Abendrot verlieh ihrer Haut einen warmen Kupferton, gegen den sich die vier langen, parallelen Narben auf ihrem Rücken deutlich hervorhoben. Langsam watete sie ins Wasser, bis es tief genug war um zu schwimmen. Dann drehte sie sich um und winkte auffordernd Ariane zu.

    Tagros seufzte und blickte zum Himmel. Er hatte nicht vor, zu baden - zum einen badete er ohnehin lieber morgens, und zum anderen wußte er noch genau, in welche Gefühle ihn die letzte Baderunde gestürzt hatte. Er streckte sich und sagte: „Ich gehe Feuerholz sammeln. Nein, ich brauche keine Hilfe, so gefährlich scheint das in dieser Gegend ja nicht zu sein!“ Und eine kleine Spur zu eilig trottete er in Richtung Waldrand.

    Dialae schaute ihm hinterher. Sie überlegte ob sie ihm folgen sollte oder lieber auch in das kühle Nass tauchen wollte. Auch Ariane schaute ihm hinterher. Dann viel ihr Blick auf Ito. Er saß versunken am Boden unweit der Feuerstelle. Er hatte nicht mal aufgeschaut als Tagros gegangen war. Vielleicht war er am meditieren oder der Reisetag war doch anstregender für ihn gewesen. Aus ihrer Tasche holte sie etwas zum Abtrocknen und ging bis nah ans Seeufer. Dort zog sie ihre Sachen aus und legte sie zusammen. Vorsichtig ging sie ins Wasser, es war kalt aber angenehm. Sie wartete einen kurzen Moment um sich an die Temperatur zu gewöhnen. Dieser reichte um Itos Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er sah auf ihrer linken Schulter eine purpurfarbene Tätowierung. Die Farben an sich waren schon sehr verblasst und Ariane wusste auch gar nicht das sie dort war, aber für Ito strahlte der waagerechte Strich mit einem Halbkreis darüber in einem kräftigem Purpur. Doch schon lief Ariane prustend in Richtung Shaniqua und lies sich lachend ins Wasser fallen. Shaniqua hatte Recht gehabt, es war einfach herrlich. Sie spritzten sich gegenseitig naß und schwamen dann ein wenig darin umher. Ariane fielen die Striemen auf Shaniquas Rücken wieder ein. Sie berührte sie vorsichtig und fragte leise „Wer hat Dir denn das angetan?“

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      CommentAuthorYakira
    • CommentTimeApr 17th 2002
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    Auch Shaniqua nahm kurzerhand Ito sein Pferd ab und führte es als Handpferd. Sie reisten in recht zügigem Tempo, immer geführt von Dialae. Gegen Mittag rasteten sie nur kurz um etwas zu essen, dann brachen sie wieder auf. Gegen Abend erreichten sie eine kleine Lichtung an einem See, an dem sie beschlossen zu rasten. Shaniqua und Ariane kümmerten sich um die Pferde, während die anderen ein Feuer entfachten.
    >Shaniqua schwitzte, denn es war ein warmer Tag gewesen, und ihre Haut juckte. Sie schielte zu dem kleinen See hinüber… hm, der sah doch ganz einladend aus. „Ich gehe baden“ verkündete sie und schaute Ariane an, „hast Du nicht auch Lust?“ Während Ariane noch zögerte, schälte Shaniqua sich aus ihren Sachen, legte sie auf einen Haufen neben ihrem Pferd und spazierte zum Seeufer hinunter. Das Abendrot verlieh ihrer Haut einen warmen Kupferton, gegen den sich die vier langen, parallelen Narben auf ihrem Rücken deutlich hervorhoben. Langsam watete sie ins Wasser, bis es tief genug war um zu schwimmen. Dann drehte sie sich um und winkte auffordernd Ariane zu.

    Tagros seufzte und blickte zum Himmel. Er hatte nicht vor, zu baden - zum einen badete er ohnehin lieber morgens, und zum anderen wußte er noch genau, in welche Gefühle ihn die letzte Baderunde gestürzt hatte. Er streckte sich und sagte: „Ich gehe Feuerholz sammeln. Nein, ich brauche keine Hilfe, so gefährlich scheint das in dieser Gegend ja nicht zu sein!“ Und eine kleine Spur zu eilig trottete er in Richtung Waldrand.

    Dialae schaute ihm hinterher. Sie überlegte ob sie ihm folgen sollte oder lieber auch in das kühle Nass tauchen wollte. Auch Ariane schaute ihm hinterher. Dann viel ihr Blick auf Ito. Er saß versunken am Boden unweit der Feuerstelle. Er hatte nicht mal aufgeschaut als Tagros gegangen war. Vielleicht war er am meditieren oder der Reisetag war doch anstregender für ihn gewesen. Aus ihrer Tasche holte sie etwas zum Abtrocknen und ging bis nah ans Seeufer. Dort zog sie ihre Sachen aus und legte sie zusammen. Vorsichtig ging sie ins Wasser, es war kalt aber angenehm. Sie wartete einen kurzen Moment um sich an die Temperatur zu gewöhnen. Dieser reichte um Itos Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er sah auf ihrer linken Schulter eine purpurfarbene Tätowierung. Die Farben an sich waren schon sehr verblasst und Ariane wusste auch gar nicht das sie dort war, aber für Ito strahlte der waagerechte Strich mit einem Halbkreis darüber in einem kräftigem Purpur. Doch schon lief Ariane prustend in Richtung Shaniqua und lies sich lachend ins Wasser fallen. Shaniqua hatte Recht gehabt, es war einfach herrlich. Sie spritzten sich gegenseitig naß und schwammen dann ein wenig darin umher. Ariane fielen die Striemen auf Shaniquas Rücken wieder ein. Sie berührte sie vorsichtig und fragte leise „Wer hat Dir denn das angetan?“

    „Ach das…“ Shaniqua stockte für einen Moment „sind Narben eines Kampfes.“Sie blickte traurig in unbestimmte Ferne. „Das war der Tag, an dem ich endgültig lernte, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen. Und das man vorsichtig sein sollte, wem man vertraut.“
    Aber noch bevor Ariane etwas entgegnen konnte, war die Traurigkeit auf ihrem Gesicht schon wieder wie weggeblasen. Übermütig warf sie sich wieder ins Wasser. „Herrlich, findest Du nicht?“