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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.

    •  
      CommentAuthorTiran
    • CommentTimeFeb 14th 2002
     permalink

    Mal wieder was zum Lachen: ;-)

    Parallelen zu bekannten Großunternehmen sind rein zufällig!

    Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten hinter den sieben Bergen. Tag für
    Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder der Zwerge war rechtschaffen,
    fleissig und achtete den Anderen. Wenn einer von ihnen müde
    wurde, so ruhte er sich aus, ohne daß die Anderen erzürnten. Wenn es einem
    von ihnen an etwas mangelte, so gaben die Anderen bereitwillig und gerne.
    Abends, wenn das Tagewerk geschafft war, aßen sie einträchtig ihr Brot und
    gingen zu Bett. Am siebten Tage jedoch ruhten sie.

    Doch eines Tages meinte einer von ihnen, daß sie so recht
    nicht wüßten, wieviel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu
    zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit
    Zählen beschäftigt
    war, schufteten die Anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine
    neue Arbeit derart in Anspruch, daß er nur noch zählte und die Hacke für
    immer beiseite legte.
    Nach einiger Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das
    Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich,
    das Zählen sei unerläßlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie
    vollbracht hatten und begann, den Anderen in allen Einzelheiten davon
    zu erzählen. Und weil er nicht erzählen konnte, während die Anderen hackten
    und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch
    zusammen.. So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine
    Papier und die Symbole,
    aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.

    Es dauerte nicht lange und der Controller (denn so nannte er
    sich fortan!) forderte, die Zwerge, die da Tagein, Tagaus schufteten,
    mögen ihm ihre Arbeit beweisen, in dem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten
    über die Menge Goldes, die sie mit den Loren aus dem Berg holten. Und weil er
    nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, so berief er einen unter
    ihnen, die Anderen zu führen, damit der Lohn recht gleichmäßig ausfiele.Der
    Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder.

    Nach kurzer Zeit arbeiteten also nur noch Fünf von ihnen,
    allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die
    Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von
    ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die
    Teamarbeit. So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der
    Arbeit erledigen und sich spezialisieren. Aber ach! Das Tagewerk wurde nicht
    leichter und wenn einer von ihnen krank wurde, wußten die Anderen weder ein
    noch aus, weil sie die Arbeit ihres Nächsten nicht kannten. So entstand der
    Taylorismus. Als der Manager sah, daß es schlecht bestellt war um seine
    Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er
    die Anderen ermutigte. So mußte der Manager nicht mehr sein warmes
    Kaminfeuer verlassen.
    Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die
    Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu
    Meetings. So arbeiteten nur noch Vier.
    Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die
    Zwerge wütend an seine Bürotür traten, versprach der Manager
    Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren, damit sich die
    Zwerge zerstreuten.
    Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende
    statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden
    konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartige Worte
    kleidete, die er von einem anderen Manager gehört hatte, der andere Zwerge in
    einer anderen Mine befehligte.
    So wurden die ersten Anglizismen verwendet.

    Eines Tages kam er zum offenen Streit. Die Zwerge warfen ihre kleinen
    Schaufeln hin und stampften mit ihren kleinen Füßen und ballten ihre
    kleinen Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue
    Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Der Manager nannte das
    Outsourcing. Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht recht in die
    kleine Gemeinde paßten.
    Und weil sie anders waren, mußte auch für diese ein neuer Führer her, der
    an den Manager berichtete. So arbeiteten nur noch Drei von ihnen.

    Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil
    Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten,
    begann, unter den strengen Augen des Controllers, bald ein reger Handel
    unter ihnen.. So wurden die Kostenstellen geboren. Jeder sah voller Mißtrauen
    auf die Leistungen des Anderen und hielt fest, was er besaß.So war ein Knurren
    unter ihnen, daß stärker und stärker wurde.

    Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk
    mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos
    zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater. Der strich ohne
    die geringste Ahnung hochnäsig durch das Bergwerk und erklärte den verdutzten
    Managern, die Gründe
    für die schlechte Leistung sei darin zu suchen, das die letzten Beiden im
    Bergwerk verbliebenen Zwerge ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er
    eine ganze Lore Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.
    Während dessen stellte der Controller fest, daß die externen Mitarbeiter
    mehr Kosten verursachten als Gewinn erbrachten und überdies die Auslastung
    der internen Zwerge senkte.
    Schließlich entließ er sie. Der Führer, der die externen Mitarbeiter geführt
    hatte, wurde zweiter Controller.
    So arbeitete nur noch ein letzer Zwerg in den Minen. Tja,
    und der lernte in seiner kargen Freizeit, die nur noch aus mühsam errungenen
    abgebummelten Überstunden bestand,Schneewittchen kennen, die ganz in der Nähe
    der Mine ihre Dienste anbot.
    Dann holte er sich bei ihr den Siff und verreckte elendig.

    Die Firma ging pleite, die Manager und Gruppenführer und Controller aber
    fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab und verpissten sich, um der
    Anklage wegen Untreue zu entgehen, ins Ausland und dieses deprimierende, aber
    wahrheitsgetreue Märchen ist aus.


    http://www.ithiluin.de/ - Homepage über Elfen in LARP uvm.

    •  
      CommentAuthorMArkus
    • CommentTimeFeb 15th 2002
     permalink

    LOL

    Larp Infos?
    http://www.wolfknight.de