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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.
Mal wieder was zum Lachen: 
Parallelen zu bekannten Großunternehmen sind rein zufällig!
Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten hinter den sieben Bergen. Tag für
Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder der Zwerge war rechtschaffen,
fleissig und achtete den Anderen. Wenn einer von ihnen müde
wurde, so ruhte er sich aus, ohne daß die Anderen erzürnten. Wenn es einem
von ihnen an etwas mangelte, so gaben die Anderen bereitwillig und gerne.
Abends, wenn das Tagewerk geschafft war, aßen sie einträchtig ihr Brot und
gingen zu Bett. Am siebten Tage jedoch ruhten sie.
Doch eines Tages meinte einer von ihnen, daß sie so recht
nicht wüßten, wieviel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu
zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit
Zählen beschäftigt
war, schufteten die Anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine
neue Arbeit derart in Anspruch, daß er nur noch zählte und die Hacke für
immer beiseite legte.
Nach einiger Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das
Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich,
das Zählen sei unerläßlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie
vollbracht hatten und begann, den Anderen in allen Einzelheiten davon
zu erzählen. Und weil er nicht erzählen konnte, während die Anderen hackten
und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch
zusammen.. So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine
Papier und die Symbole,
aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.
Es dauerte nicht lange und der Controller (denn so nannte er
sich fortan!) forderte, die Zwerge, die da Tagein, Tagaus schufteten,
mögen ihm ihre Arbeit beweisen, in dem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten
über die Menge Goldes, die sie mit den Loren aus dem Berg holten. Und weil er
nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, so berief er einen unter
ihnen, die Anderen zu führen, damit der Lohn recht gleichmäßig ausfiele.Der
Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder.
Nach kurzer Zeit arbeiteten also nur noch Fünf von ihnen,
allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die
Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von
ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die
Teamarbeit. So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der
Arbeit erledigen und sich spezialisieren. Aber ach! Das Tagewerk wurde nicht
leichter und wenn einer von ihnen krank wurde, wußten die Anderen weder ein
noch aus, weil sie die Arbeit ihres Nächsten nicht kannten. So entstand der
Taylorismus. Als der Manager sah, daß es schlecht bestellt war um seine
Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er
die Anderen ermutigte. So mußte der Manager nicht mehr sein warmes
Kaminfeuer verlassen.
Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die
Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu
Meetings. So arbeiteten nur noch Vier.
Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die
Zwerge wütend an seine Bürotür traten, versprach der Manager
Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren, damit sich die
Zwerge zerstreuten.
Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende
statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden
konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartige Worte
kleidete, die er von einem anderen Manager gehört hatte, der andere Zwerge in
einer anderen Mine befehligte.
So wurden die ersten Anglizismen verwendet.
Eines Tages kam er zum offenen Streit. Die Zwerge warfen ihre kleinen
Schaufeln hin und stampften mit ihren kleinen Füßen und ballten ihre
kleinen Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue
Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Der Manager nannte das
Outsourcing. Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht recht in die
kleine Gemeinde paßten.
Und weil sie anders waren, mußte auch für diese ein neuer Führer her, der
an den Manager berichtete. So arbeiteten nur noch Drei von ihnen.
Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil
Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten,
begann, unter den strengen Augen des Controllers, bald ein reger Handel
unter ihnen.. So wurden die Kostenstellen geboren. Jeder sah voller Mißtrauen
auf die Leistungen des Anderen und hielt fest, was er besaß.So war ein Knurren
unter ihnen, daß stärker und stärker wurde.
Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk
mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos
zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater. Der strich ohne
die geringste Ahnung hochnäsig durch das Bergwerk und erklärte den verdutzten
Managern, die Gründe
für die schlechte Leistung sei darin zu suchen, das die letzten Beiden im
Bergwerk verbliebenen Zwerge ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er
eine ganze Lore Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.
Während dessen stellte der Controller fest, daß die externen Mitarbeiter
mehr Kosten verursachten als Gewinn erbrachten und überdies die Auslastung
der internen Zwerge senkte.
Schließlich entließ er sie. Der Führer, der die externen Mitarbeiter geführt
hatte, wurde zweiter Controller.
So arbeitete nur noch ein letzer Zwerg in den Minen. Tja,
und der lernte in seiner kargen Freizeit, die nur noch aus mühsam errungenen
abgebummelten Überstunden bestand,Schneewittchen kennen, die ganz in der Nähe
der Mine ihre Dienste anbot.
Dann holte er sich bei ihr den Siff und verreckte elendig.
Die Firma ging pleite, die Manager und Gruppenführer und Controller aber
fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab und verpissten sich, um der
Anklage wegen Untreue zu entgehen, ins Ausland und dieses deprimierende, aber
wahrheitsgetreue Märchen ist aus.
–
http://www.ithiluin.de/ - Homepage über Elfen in LARP uvm.
LOL
Larp Infos?
http://www.wolfknight.de
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