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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.

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      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeApr 2nd 2001
     permalink

    Hi Ihr alle
    mal eine Frage an die Historiker unter Euch: Täuscht mich mein Halbwissen, oder hat der mittelalterliche Ritter seine Wurzeln in den römischen Equites? Die hatten doch in der Republik politisch was zu sagen, waren adlig und sich über die meiste Zeit erhalten. Wie kann das kommen, bei einem Infantrieimperium wie den Römern? Die römische Reiterei hat doch militärisch nie eine Rolle gespielt, oder?
    Nur so eine neugierige Frage…

    Ciao, Michael

    •  
      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeApr 2nd 2001
     permalink

    At 02.04.0111:48, Michael Höppner wrote:
    >mal eine Frage an die Historiker unter Euch: Täuscht mich mein Halbwissen, oder hat der mittelalterliche Ritter seine Wurzeln in den römischen Equites?

    Ich bin zwar kein Historiker, aber meines Halbwissens nach war das so:
    Die equites waren eben die, die das Geld für einen Gaul im Krieg hatten. Die Infanterie waren die Ärmeren. So wie sich bei uns der eine einen Mercedes Benz und der andere nur ein klappriges Damenrad leisten kann.
    Und wer Geld hat, hat Macht. So auch bei den Römern.

    Die Ritter wiederum entstammen einer ähnlichen Entwicklung im Frankenreich (jedenfalls aus der Zeit). Damals brauchte man, um effektiv Krieg zu führen und gleichzeitig die Äcker zu bestellen, während die Araber ins Land jagten und später die Ungarn, eine berufsmäßige Kriegertruppe. Diese arbeitete den ganzen Tag als Krieger (und wenn gerade kein Krieg war auch als Verwaltungsbeamte), während ihre Untergebenen die Feldarbeit machten, Stiefel putzten und Schwerter polierten.
    Dies beschreibt Otto Kimminich in einem Buch über die deutsche Verfassungsgeschichte so: Ein Ritter braucht ein Pferd zum Reiten, eines für die Schlacht, eine Knecht für die Pferde, ein Packpferd für die Rüstung, einen Knecht für die Rüstung, zwei weitere Pferde für die Knechte …
    Und so haben wir wieder: Geld, Pferd und politische Macht.

    Aber wie gesagt, ich bin kein Historiker. Es mag also auch direkte Verbindungen zwischen diesen Gruppen geben.
    Also auf, ihr holden Historiker, waltet eures Amtes!!

    Thomas
    Die hatten doch in der Republik politisch was zu sagen, waren adlig und sich über die meiste Zeit erhalten. Wie kann das kommen, bei einem Infantrieimperium wie den Römern? Die römische Reiterei hat doch militärisch nie eine Rolle gespielt, oder?
    >Nur so eine neugierige Frage…
    >
    >Ciao, Michael