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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.
Hallo Anguana. Ich hab Dir am 2.10. an die Pinnwand geschrieben…
Hallo zusammen. (und sry für das Ausgraben)
Ich kann Anguana verstehen. Erstens hatte ich (unterdessen bald 20) mit 16 eine ähnlich romantische Vorstellung von Waldläufern und mich deshalb für meine ersten CONs für einen solchen Charakter entschieden.
Und auch bei mir waren die Grenzen zwischen Spiel und Leben nicht immer so klar: Das Interesse für Natur (bei mir ohne mystische Komponenten), ein wenig Naturheilkunde + unterschiedliche Wirkung von diversen Pflanzen (aber auch hier ohne den leider viel zu häufigen esoterischen Part) sowie Essbarkeit, was wie gut brennt etc., Spurenlesen, Freude an Tieren (und Engagement bei WWF zB), all das interessierte mich, bevor ich von LARP gehört hatte. Der Waldläufer war für mich bloss der Archetyp, der diese für mich wichtigen Aspekte am besten vertritt. (Das Problem dabei: man sollte im LARP niemals etwas spielen, das man real vertritt. Nie! Da wird man nur verletzt, ausgelacht oder einfach nicht verstanden. Und die Zeit, lange auszuformulieren bekommt man vor Ort einfach nicht
)
Man denke an Aragorn, Old Shatterhand, Robin Hood, oder den guten Drow 
So eine Lebensweise ist sehr verlockend und ich könnte mir auch heute noch vorstellen, ein dermassen unbequemes, hartes Leben zu führen. Dass ich hier sitze und davon schreibe ist wohl der Beweis, dass mir die Bequemlichkeit meines Lebens doch ganz angenehm ist 
Zurück zu Anguana:
Meiner Meinung nach - und ich behaupte, dass ich dich gut verstehe - verherrlichst du das Waldläuferdasein enorm. Wenn es dir ernst ist damit, dann marschier mal los, raus aus der Tür und in die Welt. Und nicht nach 1km aufhören, sondern mach mal 20, 40km und geniesse es! Die Petflasche zuhause lassen, ebenso die GoreTex-Schuhe und den Regenschutz auch. Wetterfeste Hosen jetzt im Winter (hier schneit‘s) sind sowieso tabu. Immernoch so schön? Toll, gratuliere. Ich hätte meine synthetische Mütze aufgesetzt und Tee aus der Thermoskanne getrunken unterwegs… Wenn du das lange genug gemacht hast, kannst du vieleicht beginnen, dich aus der Natur zu versorgen, aber alles im Rahmen des Gesetzes. Und wenn das auch klappt, vieleicht schaffst du eine Woche oder 2 im Wald. Ohne Tampons und Handy.
Was du - vielleicht - suchst, nennt sich Survival und hat mit dem Fantasywaldläufer vor allem Entbehrlichkeit und Mühsal gemeinsam. Lies ein paar Bücher, zB von Rüdiger Nehberg. Engagiere dich für die Umwelt, die Natur, die du als deine zweite Heimat betrachten willst.
Noch 3 Links (falls erlaubt), die mir viel geholfen haben und mich auf den Boden zurückgebracht haben (und auf über 100kmlange Wanderungen, bald sogar in den Dschungel von Borneo
):
http://www.ruf-der-wildnis.de < — 3 selbsternannte Waldläufer mit realem Leben, die recht viel Wissen zusammengetragen haben
http://www.outdoorseiten.net < — ein Forum für Outdoor-begeisterte. Von Kletterern über Wanderer bis eben Survival findet man viele Infos
http://www.ruediger-nehberg.de < — Sir Vival persönlich im Netz. Einer der Erfahrensten, hat aber auch erst mit 37 mit eher gefährlichen Reisen angefangen…
Liebe Grüsse,
Raphael