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Vanilla 1.1.4 Forum von Lussumo. Weitere Informationen: Dokumentation, Community.

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      CommentAuthorWanderer
    • CommentTimeApr 25th 2003
     permalink

    Ich weiß zwar nicht genau, ob das hier an der richtigen Stelle innerhalb des Forums plaziert ist, aber das ist ja hoffentlich eh erstmal zweitrangig.

    Ich habe eine Frage zu Schaukampfschwertern, vielleicht kann die mir ja einer von Euch, oder auch mehrere helfen, sie zu beantworten.

    Und zwar ist es normal, daß sich bei am Knauf verschraubten Klingen, nach kurzer Schlagfolge schon die Verschraubung lockert?

    Das führt ja dazu, daß man alle paar Schläge seinen Schwertknauf nachziehen muß, da der Griff und damit auch die Klinge locker wird.
    Bei am Knauf verlöteten Schwertern scheinen sich dagegen wesentlich schneller die Parierstangen etwas zu lockern.

    Also, wenn Ihr mir vielleicht mal Eure Erfahrungen oder aber Möglichkeiten zur Abhilfe nennen könntet, wäre ich Euch sehr dankbar.

    •  
      CommentAuthorAnonymous
    • CommentTimeApr 25th 2003
     permalink

    Hm …………….

    Anfragen über Schaukampfschwerter in einem Larpforum,tja, da wärst du eitgentlich bei Tempus-vivit besser aufgehoben :-) .

    Aber was solls, bei geschraubten Klingen hilft es wenn du eine Lederscheibe zwichen legst und den Knauf dann im Schraubstock richtig schön festknallst.

    Gelötetes ist mir persöhnlich bei Schaukampfmaterial noch nie untergekommen, also kann ich da keine Aussagen machen.

    Die beste Möglichkeit sich vor losen Knäufen und Klapperschwertern zu schützen ist es wenn du dir ein paar Euransen mehr ans Bein bindest und vernünftiges Material kaufst.

    Ich favorisiere zur Zeit (Bis ich jemanden gefunden habe, der die gleiche hohe Qualität für einen besseren Preis liefert) Klingen von Binns.

    MfG

    Freki

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      CommentAuthorKorsakow
    • CommentTimeApr 26th 2003
     permalink

    wie freke schon sagte, bei schaukapfschwertern lohnt sich sparen net …
    ganz davon zu schweigen das die meisten ernsthaften verletzungen beim schaukampf net dadurch passieren das jemand ne parade verhunzt, sondern weil klingen brechen etc …. nich sparen, deine gesundheit und die deiner sparingspartner sollte schon was wert sein.

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      CommentAuthorJanus
    • CommentTimeJun 2nd 2003
     permalink

    jau, absolut richtig.
    geschraubte würd ich generell niemals anrühren. optimal ist es, wenn der knauf mit dem überstand der angel vernietet ist.
    relativ günstig und doch gute qualität bietet die http://www.armbrustschmiede.de
    das sind klingen von kovex ars, die sind in ordnung.
    die nächsthöhere stufe bietet dann Jiri Krondak aus tschechien. da lohnt es sich, wenn man mit vielen leuten direkt bei ihm bestellt, da die schwerter trotz zoll und transport noch deutlich billiger sind als hier in deutschland.
    das absolut beste sind klingen von http://www.paul-binns-swords.co.uk
    die dinger sind wirklich nicht billig, aber
    1. gehen die nicht kaputt
    2. werden die so gut wie nicht schartig
    3. sind die dinger so unglaublich leicht, damit macht man alles platt.

    sind wirklich geniale teile.
    wie gesagt, die billigsten vernünftigen gibts bei der armbrustschmiede. hab den gotischen einhänder von denen. gut ausbalanciert, nicht zu schwer, gut verarbeitet und liegen gut in der hand. man muss nur die spitze etwas runterfeilen, sonst sind sie zu spitz.

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      CommentAuthorMichaelR
    • CommentTimeJul 3rd 2003
     permalink

    Hallo Wanderer.

    >ist es normal, daß sich bei am Knauf verschraubten Klingen, nach kurzer
    >Schlagfolge schon die Verschraubung lockert?

    Jain. Kommt ein wenig darauf an, wie gut die Verschraubung abgesichert ist. Aber dennoch wird ein verschraubter Knauf sich irgendwann lösen.
    Am besten ist - wie schon gesagt - ein vernieteter Knauf. Andererseits kann man dann eine Technik aus dem Gladiatora nicht mehr ausführen, nämlich den Gegner den Knauf an den Kopf zu werfen… ;-)

    @Gelötet:
    Jiri Krondak schraubt und verlötet. Am Anfang war das ein Schwachpunkt, mittlerweile passiert da nichts mehr. Sehr gute Trainings- und Schaukampfwaffen. Gutes Verhältnis von Gewicht und Haltbarkeit.

    @Paul Binns:
    Die Wiki-Wunderwaffe. Bei den kurzen Waffen sehr gute Schaukampf/Reenactementgefecht-Waffen. Hohe Härte, dadurch kaum Scharten. Durch Tricks zwar unhistorisch, aber dafür sehr gut zu führen.
    Die Langschwerter sind m.E. jedoch unbrauchbar und überteuert. Bei leichter Beanspruchung haben sich drei von drei Expemplaren verbogen. Danach mußte (und konnte erschreckenderweise) man die Waffe immer wieder geradebiegen.
    Die Waffen stammten aus verschiedenen Serien, über einen Zeitraum von einem Jahr.

    Ich empfehle Waffen von Pavel Moc oder von Jaroslav Bezdeka (Butla & George). Moc baut sehr schöne, leichte Langschwerter nach Spezifikation. Die mir bekannten alten Waffen (Ende der 90´er) sind mittelerweile alle gebrochen, die neuen scheinen besser zu sein. Wir trainieren mittlerweile damit (historischen Schwertkampf, keinen Schaukampf) und haben Krondak ausgemustert. Hauptsächlich, weil Krondak nicht vernünftig nach Spezifikationen und zeitnah liefert.
    George baut sehr schöne (Kunstschmied!) und extrem haltbare Waffen. Mir ist kein Exemplar bekannt (das älteste ist von 1995), welches gebrochen wäre. Leider sind sie ein wenig schwer.

    @“Klapperschwerter“
    Eine klappernde „Parierstange“ (Kreuz) ist ein Qualitätsmerkmal, kein Problem. Es zeigt, daß das Kreuz heiß aufgesetzt, nicht etwa vernietet oder gar verlötet (hab ich auch schon gesehen) ist.
    Außerdem läßt sich das klappern sehr leicht wieder (für eine gewisse Zeit) beseitigen: Entweder mit einem Hammer (kaltschmieden) oder mit einem Pechfaden, der um die Angel gewickelt wird.

    @www.armbrustschmiede.de
    Die Waffen halte ich für viel zu schwer: Das einhändige „Ritterschwert“ hat bei 70cm Blattlänge, 21cm Griff 1700 Gramm. Moc hat beim Langschwert (95cm Blatt und 25cm Griff, für historisches Fechten) 1650 Gramm, George beim Langschwert (Schaukampf) 1900 Gramm.

    @Verletzungen:
    Verletzungen passieren durch Kämpfer, die über ihren Fähigkeiten, ihrem Trainingsstand Fechten. Alle Schwerter, die ich bisher habe brechen sehen (20 bis 25 Stück) brachen mit einem trockenen Knacken und dann fiel das abgebrochene Stück (Schwerkraft) nach unten, maximal 3-4 Meter weit. Verletzt hat sich dabei niemand.
    Sicher besteht die Gefahr, daß eine abgebrochene Spitze umherfliegt und einem Umstehenden im Kopf stecken bleibt. Die Wahrscheinlichkeit ist m.E. jedoch *extrem* gering. Prakisch aller ernsthaften Verletzungen, die ich auf Veranstaltungen gesehen habe, sind durch Idioten, nicht durch schlechtes Material entstanden.

    Gruß,
    Michael